Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579831
2823- 
2824. 
1093 
Revers von 1701 seyn. Marteau schnitt die Medaille mit dem Bildnisse 
des Baron Philipp von Stosch und dem Diogenes vor dem Fasse 1727. 
Ilndatirt ist dessen Medaillen mit dem Bildniss des B. v, Stosch. 
Joseph Mellingen, Stempelschneider und Münzmcister in Zwei- 
brücken von 1758-1769. 
J. Milton, Stempelschneider in England von 1795-1805. 
2322. Matthäus oder Matthias de Meele, Portraitmaler, geb. im 
Haag 1664, verlebte mehrere Jahre in London im Atelier 
m des Peter Lely, kehrte aber später wieder in seine Vater- 
' stadt zurück, wo er von 1715 an bis an {seinen 1734 
erfolgten Tod als Künstler in Ansehen stand. Nach van G001 war er 
auch Hoofdman der Schilder-Conirerie und Regent der Teeken-Academie, 
Ch. Kramm sucht aber in die Breite zu beweisen, dass Meele nie 
Mitglied der Confreric war. Brullot II. N0. 1580 behauptet, dass 
man auf Bildnisseu dieses Meisters die gegebenen Buchstaben finde. 
Der Buchstabe I ist etwas anstössig für die Zeit des Meisters. 
2323- Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der ersten 
 Hälfte des 16. Jahrhunderts thatig war. Man findet einen 
[M Holzschnitt, welcher den Leichnam des Herrn in den 
Armen eines stehenden Engels vorstellt. Letzterer richtet 
den Blick nach oben, wo sich der Himmel mit Sternen öffnet. Links 
unten sind die Buchstaben IMf., und gegen rechts ein aus WT be- 
stehendes Monogramm, welches man auf Wilhelm Traut deutet. Ini 
Rande steht: QUI. PASSUS. EST. PRO. NOBIS. MISERERE. NOBIS. 
Höhe mit dem Rande 6 Z. 3 L. Br. 3 Z. 10 L. An das Monogramm 
WT schliesst sich das Schneidmesser, so dass also dieser Meister als 
Formschneider zu nehmen ist, welcher demnach eine Zeichnung des 
IM benützt hatte. Darin will Passavant P. gr.I. 11.77 einen speciellen 
Beweis finden, dass die alten Maler und Zeichner nicht selbst in Holz 
geschnitten haben, und dass also Hans Baldung Grün und Johannes 
Wechtlin nur als Zeichner zu nehmen seyen, wenn auch auf Holz- 
schnitten Jo. Baldung fecit und Joh. Wechtlinfaciebat, und Hinricus 
Aldegreoer faciebatt vorkommt. Mit unserm Meister IM, nach welchem 
ein WT in Holz geschnitten haben müsste, beweiset Passavant nichts, 
indem die Initialen I M f. nicht gleichzeitig eingeschnitten zu seyu 
scheinen. Auch die Deutung des Monogrannns WT auf Wilhelm Traut 
ist ohne Grund, indem dieser Formschneider erst gegen 1636 auftritt, 
und der Holzschnitt mehr als hundert Jahre älter ist. Die Com- 
position des Blattes ist grossartig, und der Schnitt so vollkommen 
stylgemäss, dass wir den Zeichner und Formschneider in Einer Person 
vermuthen müssen. Es ist unläugbar, dass die alten Meister in der 
Technik des Holzschnittes selbst erfahren waren, und wenn Passavant 
als Maler nicht zugleich auch Xylograph war, so beweist diess keines- 
wegs, dass auch Baldung Grün, Hans Wechtlin und Aldegrever das 
Schneidmesser nie berührt hatten. Mit dem sich Formschneider nen- 
nenden Hans Brösamer macht Passavant auch Fiasco; dieser Brösamer 
ist nicht der Maler Hans Brosamer.  
2824. Joronymus Mannacker nennt Paul Behaim in seinem hand- 
IM schriftlichen Cataloge von 1618 einen Formschneider und deutet die 
Initialen I. M. auf ihn. Ein Künstler dieses Namens ist nicht be- 
kannt, Behaim wird aber Kunde über ihn gehabt haben, indem der Künstler 
in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Nürnberg gelebt haben 
dürfte. In diesem Falle sind die mit dem Programm H M bezeichneten 
Blätter in der Lutherischen Bibel, welche 1589 bei Oatharina Gerlachin
        

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