Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579829
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2818- 
-282i  
gDäBTIN. Mr. Ardant fand aber auch Emaillen mit den Buchstaben 
.1  vor. 
2818. Jakob Marrel, irrig Moreels und Murel genannt, kam von 
L M Utrecht nach Frankfurt a. M., und malte Blumen, 
Früchte und verschiedene Stillleben. Auf solchen Bil- 
jEi 51133 21- dern kommen die Initialen sehr selten vor, indem der 
Künstler gewöhnlich den Namen beifügte. Hier handelt es sich um 
das Bildniss desselben, in welchem er in Profil nach links vor der 
Staffelei steht, und die Palette in der rechten Hand hält. Oben im 
Rande des Ovals steht: LMÄC. suae 21, und links unten in der Ecke 
ein verkehrtes g. Ob letzteres den unbekannten Radirer oder Sculpsit 
bedeute, und somit mit der Ueberschrift sich verbinde, ist ungewiss. 
Hüsgen sagt im artistischen lilagazin, dass Marrel den Namen auf das 
eigenhändig radirte Bildniss gesetzt habe, und wenn dieses sich so 
verhält, müssen zwei Bildnisse dieses Künstlers vorhanden seyn. 
2819- Unbekannter Gravenr, welcher zu Anfang des 17. Jahrhun- 
I M derts thätig war. Er schnitt Stempel für Buchbinder, welche 
' auf Lederbänden eingepresst wurden, deren man in Bibliothe- 
ken findet. Auf der Universitäts-Bibliothek in Erlangen ist eine Band- 
pressung mit dem Abendmahl des Herrn von 1604. 
2820. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des 18. 
I M Pinx Jahrhunderts thätig war. Die Initialen seines Namens 
  ' findet man auf dem von Gaillard gestochenen Bildnisse 
des Kaisers Maximilian I , wahrscheinlich in Gopie nach A. Dürer, 
welche der Meister IM gefertiget haben könnte. Dieses Bildniss kommt 
in der Europe illustre vor, und dann auch in Abbe Vellyis Histoire 
de France. Paris 1'770, 4. 
2821. Stempelscltneider und Münzmeister, welche I. M. zeich- 
L M_ neten, und deren Schlickeysen, Erklärung der Abkürzungen 
I M E auf Münzen 8m. S. 160, nennt. 
Johann Maslitzer erscheint hier zuerst, aber nur als der 
muthmassliche Verfertiger der Medaille mit dem Bildnisse des Michael 
Ott von Aechterdingen, des Feldzeugmeisters des Kaisers Maximilian I. 
und Carl VI. im Harnisch, und mit seinem Wappen im Revers. Auf 
dieser schönen Medaille steht 1.111, und die Jahrzahl D-XXII. 
Maslitzer machte sich durch seine Medaillen einen rühmlichen Namen, 
und nach Bolzenthal S. 125 könnte man schliessen, dass er auch das 
Bildniss des Ott von Aechterdingen geschnitten habe. Der Künstler 
starb 1574. 
Johannes Miretto, Münzmeister in Chambery 1577-1579. 
Joachim Meinecke, Wardein in Riga, wurde als solcher 1652 be- 
eidet, und bekleidete von 1663-1668 die Stelle eines Münzmeisters. 
Wir nennen nur die grosse ovale Krönungsmedaille des Königs 
Michael Koribut Wisniowieczki von Polen, mit dessen Bildniss und 
der Erdkugel in der Muschel auf dem Meere 1669. Diese schöne 
Denknüünze äesclüeibt Raczynskinll. p. 195 N0. 161, nennt aber den 
Medai eur o er ünzmeister   nicht. 
Johann Memmius, Münzmeister in Güstrow 1673-1678, dann in 
Rostock 1679-1710, und in Stettin 1705-1710. 
Jean Manger, Stempelschneider Ludwigs XIV. in Paris von 1677 
bis 1722. Im letzten Jahre starb er. Von ihm oder von 
Jean Marteau könnte diejM. gezeichnete kleine Medaille mit 
dem Bildnisse des Königs Philipp V. von Spanien mit der Sonne im
        

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