Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579813
2813- 
109i 
Das Blatt mit dem Reichsadler könnte von Johannes Meyer oder 
gdeyir fgezeicläiet ieynnläeser Künstler war für Kaiser Maximilian II. 
esc ä. tigt. g. o.  
2813. Joseph Minsinger, Miniaturnialer, war in der ersten Hälfte 
l M des 16. Jahrhunderts in Wien thätig. Auf dem Deckel eines 
 ' Schreibbuches in der Ambraser Sammlung zu Wien ist das 
von ihm gemalte Wappen des österreichischen Kaiserhauses aufgeklebt, 
und mit seinem Namen 1529 bezeichnet. Man findet auch noch andere 
Wappen von diesem Meister in Miniatur auf Pergament gemalt. Dann 
haben wir Kunde you einem alten Metallschnitt mit einem Wappen, 
unter welchem zwei Schuhmacher vorgestelltsiud, 8. Dieses Blatt ist 
IM gezeichnet, und wahrscheinlich von Mmsinger geschnitten. Im 
Cataloge von Miethke und Wawra in Wien 1862 kommt ebenfalls ein 
Exemplar vor. 
2814. Jean Mcunielj, Formschiieider, war um _15ä_3 zu Toulouse 
I M thätig. Strutt bringt ihn mit Jacques Perissin 1u_ Verbindung, 
letzterer trat aber spater auf den Schauplatz, indem er die 
Ereignisse von 1559 -15'70, besonders die Verfolgungen der Huge- 
notten, zum Gegenstand der Darstellung machte. Diese Scenen sind 
in Radirungen und in Holzschnitten bekannt, und erschienen 1570. 
Unsers Wissens ist aber kein einziges Blatt I M gezeichnet. Dagegen 
sollen in folgendem Werke Holzschnitte niit IM seyu: Morosophie de 
Guillaume de la Perriäre Tolosain. Lyon, Marc Bonhomme 1533. 
G. Diiplessis kennt keinen Jean Mouiiier, sondern nur den Jean Moni. 
Dagegen übergeht Bonnardot den Jean Moni, so dass also diese beiden 
Schriftsteller den einen Künstler mit dem anderen zu jdentificiren 
scheinen. 
2815. Jean Moni. Maler von Lyon (1540-1587) wird von Papil- 
I M lon I. p. 467 unter die Formschneider gezählt, und die Initialen 
seines Namens soll man auf Blättern einer Bibel finden, welche 
1568 bei Guillaume Rouille in Lyon erschien. In dieser Bibel mit 
(lopien nach den Blättern des Petit Bernard kommt weder der Name 
noch ein anderes Zeichen vor. Der Copist blieb in Zeichnung und 
Schnitt hinter Petit Bernard zurück. Man soll die Initialen IM auch 
auf Holzschnitten einerTBibel in drei Foliobänden von 1587 und 1588 
finden. Sie erschien bei Jacques du Puys_ libraire jurä d, la Sama- 
ritaine in Paris. G. Duplessis bemerkt nichts von Blättern mit M, 
und Boniiardot übergeht diesen Meister zu Gunsten des Jean Mounier. 
2816. Johannes lllarpo, ein um 1502 lebender Carmeliten-Möneh, 
I M wird von Apm 1n seiner Anleitung, Bildnisse zu sammeln, 
' unter den Künstlern genannt, und man sollte daher annehmen, 
dass dieser Marco Portraxte IM gezeichnet habe, da er ihn unter 
diesen Inlitialen einführt. W1r haben nie ein Blatt dieser Art erwähnt 
gefunden. Ein Mistro Marco lebte indessen in der Confraternitä di S. 
Cristofano zu Udine. I_m Arehive der Stadt wird eine Rechnung von 
1523 aufbewahrt, und sle bezieht sich auf Mistro Marco. 
2817. Isaac Martin, Emailmaier um 1556-1560, gehört zu den 
I M geringen Nachahmem des Leonard Limosin, er hatte aber im 
' Vortrage ebenso wenig Geschick, als in der Zeichnung. Seine 
Figuren sind ganz verzeichnet, und ohne alles Verhältniss. Er setzte 
schreiende Farben neben einander, und höhte dann mit Gold auf, aber 
mit solcher Ungeschicklichkeit, dass man glaubt, seine Emaillen seien 
mit schmutzigem Pinsel bespritzt. Er zeichnete IZAzägtoder YZAAC
        

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