Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579664
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2789- 
3) Nicolaus Nomius S. Th. LicJS  Denatus A? CLQIQCXXVI. 
H. 8 Z. 10 L. Br. 9 Z. 
2789. Jan Miense Molenaer, Genre- und Landschaftsmaler, wel- 
cher nm 1640-1659 in Antwerpen thätig war, scheint 
M der Träger dieses Zeichens zu seyn. Wir fanden es auf 
- einem kleinen Gemälde mit zwei Bauern am Kamine, 
und einer alten Frau unter der Thüre. Das Bild ist in der Weise 
des J. M. Molenaer behandelt, und er verbindet die Initialen auch mit 
dem Namen in ähnlicher Weise. Bartsch IV. p. "l beschreibt ein ra- 
dirtes Blatt mit einer liederlichen Gesellschaft von Freudenmädchen, 
und R. Weigel fügt in den Supplementen S. 146 eine zweite Radirung 
bei. Sie stellt eine Kuchenbackerin mit ihren sieben Kindern vor. 
Johannes Molenaer 1641. H. 3 Z. 3 L. Br. "3 Z. Ein drittes nicht 
beschriebenes Blatt zeigt im Vorgrunde einer Landschaft eine Gruppe 
von Landleuten bei Baumen vor dem Hause, auf welchem links eine 
Fahne weht. Rechts sitzt ein Bauer neben dem Weibe auf dem Fasse, 
und rechts davon ein zweiter Bauer. Ein dritter sitzt links am Ende 
des Tisches im Gespräche mit einem anderen Manne, welcher vorn 
die Zither spielt. In der rechten Ecke steht ein pissender Bauer, in 
dessen Nahe der Künstler ein Schwein gebracht hat. Links im Mit- 
telgrunde spricht ein Mann mit dem Weibe, und ein zweites Weib ist 
am Brunnen beschäftigt. Den Mittelgrund schliesst ein Gebäude mit 
Altane, zuwelcher eine Treppe führt. Hinter dem Hause ragen be- 
laubte Bäume empor, rechts öifnet sich aber die Aussicht ins Freie. 
Vorn gegen links am Boden: I5 molenaer, das l fast deme gleichend. 
H. 4 z. w, L. Br. s z. 10V, L. 
Dieses Blatt ist mehr im Charakter des J. M. Molenaer behandelt, 
als jenes mit dem Schwelger unter den Freudenmadchen B. N0. i. 
Der Name des Künstlers ist auf diesem Blatte nur im zweiten Drucke 
von fremder Hand beigefügt. Früher schrieb man das Blatt mit dem 
Hurrenhaus dem Jan Steen oder dem P. Nolpe zu, d. h. im ersten 
Drucke vor dem Namen. In Walker's Painters Etchings ist eine gute 
Copie nach dem ersten Drucke- In der Auktion der Sammlung des 
Oberappellrathes J  J  Eisenhart 1861 wurde das Blatt mit der Bauern- 
gruppe mit 127 ü. bezahlt. Das von Bartsch erwähnte Blatt ging zu 
31 ü. weg. J. M. Molenaer malte auch unsittliche Bilder, und dess- 
wegen wurde wohl das Blatt mit den Freudenmädchen von einem spe- 
kulativen Händler mit dessen Namen versehen. Die grösste Anzahl 
seiner Gemälde stellt aber Bauern in der Art des A. v, Ostade vor. 
2790. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Häfte des 17. 
Jahrhunderts in Deutschland thätig war. In der Gal- 
 76 6 lerie des Conferenz-Rathes F. C. Bugge zu Copenhagen 
7  war bis 1845 ein Gemälde mit diesem Zeichen. In 
einer Gegend am Neckar steht ein Wirthshaus am Fusse des waldigen 
Berges, und davor ein grösseres Gebäude. Eine Frau bringt den Leuten 
unter dem Strohdache das Essen. Der Fluss ist mit einer Menge von 
kleinen Fahrzeugen bedeckt, und gegenüber sind die hohen, theils 
steilen Berge bebaut. Dieses Gemälde ist ileissig vollendet, der Hin- 
tergrund aber zu blau. Unten ist das Zeichen. 
2791- Jan Miel oder Miele, auch M061, in der römischen Schil- 
derbent Bleke, Bike und Jamieli, in der feineren Gesell- 
schaft Gav. Glovanni Milo genannt, wurde 1599 zu Ulardingen 
oder Vlaardingen geboren, und kam im Mannesalter nach 
Italien, wo er seinen Ruf gründete. Sein eigenhändiges Bildniss von
        

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