Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579658
2787- 
1075 
2787. Joseph Meurer, Maler und Radirer, wird im Künstler-Lexicon 
. als ein fast unbekannter Künstler aus der Mitte des 17. Jahr- 
M hunderts eingeführt, nach der biographischen Skizze des Hrn. 
G. Weddige im deutschen Kunstblatt 1853, Beiblatt N0, 12, stellt 
es sich aber anders heraus. Meure1' wurde um 1740 in der Nähe von 
Münster geboren, machte seine Studien zu Frankfurt a. M., und ver- 
lebte später eine Reihe von Jahren in Paris. Nach seiner Rückkehr 
lebte er in Münster, zog aber dann nach Vreden, wo er in völliger 
Abgeschlossenheit auf einem kleinen Landgute ganz der Kunst lebte, 
und um 1817 starb. Meurer hinterliess eine Menge Gemälde von 
nicht besonderem Werthe. Er malte mythologische und biblische Sce- 
nen, Portraite, Genrebilder, Landschaften, Feuereiiecten und Stillleben. 
Er ahmte dem Rembrandt und anderen niederländischen Meistern nach, 
und daher werden solche Bilder im Münsterlande gewöhnlich für alte 
niederländische Arbeiten ausgegeben. 
Meurer hat auch einige Blätter radirt, wie eine an den Felsen 
geschmiedete Andromeda, ein Memento mori 8m. Das Blatt mit obigem 
Zeichen stellt einen am Baume stehenden Knaben mit dem Käfige vor. 
Er kratzt sich hinter den Ohren, indem der Vogel davon liiegt. Zu 
seinen Füssen liegt das Vogelnest neben dem Hute. Das Monogramm 
steht in der Mitte nach rechts, und im Rande: Joseph Jlfeurer m0. 
pin. et fec. H. 5 Z. 2 L. Br. 3 Z. 6 L. Brulliot I. N0. 2593 ver- 
muthet einen flämischen Meister des 17. Jahrhunderts. 
2788. Jakob Matham oder Maetham, Zeichner und Kupferstecher, 
geb. zu Haarlem den 15. Oktober 1'571, gest. daselbst 
 den 20. Jänner 1631, ging aus der Schule des Heinrich 
Goltzius hervor, und wurde dessen Stiefsohn nach der zweiten Ehe 
seiner Mutter. Ei- vollendete auch einige Platten des Goltzius, dar- 
unter jene mit der Hochzeit zu Cana nach Salviati. Bartsch III. p. 219 ff. 
beschreibt 239 Blätter von Matham, dann noch 76 Stiche von anony- 
men Gehülfen, und 16 andere nach seinen Zeichnungen. R. Weigel, 
Supplements au Peintre-graveur p. 120 geht auf die Abdrucksgattungen 
näher ein, und fügt von N0. 315-319 noch weitere Blatter bei. Die- 
sem Schriftsteller ist ein seltenes Blatt entgangen, welches den Auszug 
der Haager Schützen und der Haarlemer Burger zur Belagerung von 
Heiisden 1625 vorstellt, zugleich mit der Ansicht von Haarlem. Ein 
anderes Blatt stellt den hl. Augustin im_ bischöiiichen Ornate mit dem 
Herz in der linken Hand und den vor ihm liegenden Geistlichen seg- 
nend vor. Unten sind vier lateinische Verse und der Name: Ja. Matham 
fe. Ein drittes Blatt stellt die Phryne auf dem Rücken des Aristoteles 
reitend von Im Rande sind lateinische Verse, und links unten steht: 
G. Congiet Inue. H. 7 Z. 8 L. Br. 11 Z. 1 L. Das erste Zeichen 
mit dem Beisatz ewcud. kommt auf Blättern aus dem Verlage des 
J. Matham vor. Das zweite Monogramm mit Inue. et earcud. steht 
auf einem Blatte von Nicolaus Braeu mit Susanne im Bade, kl. fol. 
Folgende Blätter fügen wir den Verzeichnissen von Bartscli und 
Weigel bei. 0 
1) Franciscus de Mendosa Admirzmte de Arm an  Schönes 
Bildniss in Oval. zPeäroqcJiacco pinar. Maetham sculgr. et ewcud. H. 
5Z9L.Br.4   
2) Johann Sams haeflinga Aetat. suaq 51. Brustbild des Ingenieur 
J. Sems. M. Faber pinwit Anno 1623. Jac. Matham sculpsit. H. 7Z. 
Br. 5 Z. 7 L. 
 53m
        

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