Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579609
1070 
ILON-ILR. 
2775. 
2771. Jan van Londerseel, Kupferstecher, hinterliess viele Blätter 
J_ LOML nach holländischen Meistern der ersten Hälfte des 
17. Jahrhunderts. Auf solchen nach Zeichnungen von 
J-Londr- fec- Vinckboons u. A. kommt die Abbreviatur des Na- 
mens vor. 
 2772. Apokryphes Zeichen, welches noch die Bestätigung erwar- 
I ät. fNachhChrist S. ä72 {findet man dieses Zeichen auf 
. Q up erstic en, er gi t a er ein Blatt mit demselben 
an. Brulliot I. N0. 2588 würde die Buchstaben auf Jo- 
hann Philipp Lemke deuten, wenn man sie auf Blätteen mit Schlachten 
oder Pferdestücken vorfände. Er hat aber keinen Kupferstich dieser 
iilrt gfseheii, und aiiich Bkörncr äweigelt ütn der Existenz derselben. 
an önnte nur noc anne men, ass eie nungen mit diesen Cursiven 
irgendwo versteckt seien. 
2773. Unbekannter Kupferstechar, dessen Lebenszeit aus der 
I L beilgefügten Jaäirzahlherhellt. Das Blatt mit diesen Buchstaben 
ge ört einem eutsc en Meister an, und gibt eine Landschaft 
P mit einem Dörfchen von vier Häuserii unter Bäumen, und mit 
äßtüiivier llgleidän inä Vorgriilndej äiinlä uäten am grossen Steine 
emer t man ie nitia en mit er a rza  . 3Z.  Br.7Z.1L. 
Dieses Blatt ist nicht von Jean le Pautre, dem folgenden Meister. 
2774- Joaii le l'autre, oder tepantre, Architekt, Zeichner und 
111,11 Radirer, geb. zu Paris 1_617, gest. 1682, hinterliess eine 
je!) L7) Menge Blätter, welche in das Fach der Decoration ein- 
. o. schlagen, und den grössten Reiehthum an Ideen ent- 
wickeln.  Fachmänner finden 1n_ diesen Blättern eine unerschöpfliche 
Quelle fur den Renaissance-Styl in den mannigfaltigsten Abzweigungen. 
Sein Recueil des principaux ouvrages d'Architecture enthält in 2 Fo- 
liobänden 780 Blätter, welche von der Kunstindustrie jetzt noch aus- 
gebeutet werden können. Der Decoratenr, der Kunstschreiner, der Ci- 
seleur, der Töpfer u. s. w. kann noch immer von Le Pautre Nutzen 
ziehen, da. der Renaissance-Styl Liebhaber Endet. Wer Muster zu 
reich verzierten Portalen, Springbrunnen, Altären, Kanzeln, Monumen- 
ten, Lauben, Oefen, Vasen und anderen Prachtgefässen, Trophäen 
aller Art, Friesen mit Laubwerk und Figuren, Zierfelder in reichster 
Abwechslung, Muster zu Rahmen zugleich mit historischen und mytho- 
logischen Yorstellungen u. s. w. sucht, der findet sie in den 14-1500 
Blattern dieses fruchtbaren Geistes. In ihm quillt schöpferische Kraft, 
und_er steht weit_ uber unsern modernen Nachahmern. J. le Pautre 
veigeiinigte gewöhälligä 1:113: gnzahl bvon älättternl zu Fälgtlen, und iügte 
au ein ers en a amen ei. u an eren a irungen om- 
men zuweilen die Initialen vor. Le Pautre blieb aber nicht bei der Arcchi- 
tektur und der Decoration allein stehen, erradirte nicht nur historische 
Gompositionen von eigener Erfindung,_ sondern auch nach N. Poussin, 
F. Perrier, G. van Opstal, Guido Reni, Spagnoletto, A. Carraeci u. A. 
Auf Blättern nach A. Oarracci stehen die Buchstaben J L. P0. et J B 
celanerunt 1659. Die Buchstaben J B beziehen sich auf Jean Bou- 
langer, über welchen wir III. N0. 705 gehandelt haben. Le Pautre 
gestgglte die Radirung, und Boulanger vollendete die Platten mit dem 
tic e. 
2775. J. L. Begenspurger, Kupferstecher, war zu Anfang des 
L L. R_ fe_ 18. Jahrhunderts in Augsburg tliätig. Er stach eine 
Folge von Blättern mit Thieren, welche bei J eremias 
J? L3 R3 36 Wolf m Augsburg erschienen. Dazu gehört die von
        

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