Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579520
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3745. 
den Beinamen Pan erhielt. Er starb zu Venedig 1629. Jan van der 
Lys wurde 1600 zu Bredn. geboren, und von Cornel Poelenburg unter- 
richtet. Er starb zu Rotterdam 1657. Man schreibt ihm folgende 
radirte Blätter zu, eines dürfte aber eher von Jan Lis herrühren, 
nämlich der Gaarten mit den drei verliebten Paaren. 
1) Ein junger Mann im römischen Costüme mit einer Maske in 
der rechten Hand, einem rechts am Bette sitzenden Weihe gegenüber, 
welches den Blick nach dem Himmel erhebt, und auch mit den beiden 
Händen ihrer schmerzhaften Bewegung folgt. lm Schoosse der Frau 
liegen Juwelen und Münzen, welche ihr der Mann gegeben zu haben 
scheint Am Korbe rechts zu den Füssen des Weibens stehen die 
Cursiven J. L. fe Höhe 6 Z. 4 L. Br. 8 Z. 10 L. Sehr selten. 
2) Ein Herr im Gespräche mit einer Dame, und ein zweiter Cavalier, 
welcher seiner Dame auf der Guitarre vorspielt. Letztere trägt den 
Hund unter dem Arme, und der Narr blickt die Scene durch die Finger 
an. An der Rücklehne eines Sessels J. L. fecit. H. 6 Z. 4 L. Br. 
7 Z. 10 L. 
3) Das Innere eines schönen Gartens mit Lauben und Hecken, 
und einem verzierten Springbrunnen links im Vordergrunde. Auf dem 
Brunnen steht Neptun, und am Fusse desselben sitzt ein Liebespaar 
in traulicher Umarmung. Der Hut und die Guitarre liegen neben dem 
Manne. Zwei andere Paare in reicher Kleidung wandeln im Garten, 
und in der Laube rechts lauscht ein junger Mann. Links unten J. L. 
N. de Sor emc. H. 6 Z. 9 L. Br. 10 Z. 
Nach Frcnzel (Catalog Stenberg III. No.1298) ist dieses sehr 
seltene Blatt: J. L. N de San fec. bezeichnet, er möchte es aber dem 
Jan Lys oder Lis zuschreiben. Es ist breit, aber höchst geistreich 
radirt und sehr kräftig geätzt. 
L 4) Cephalus und Procris. An einem Korbe J. L. fea, qu. F01. 
Dieses Blatt könnte ebenfalls von Jan Lis herrühren. 
2742. Johann Lochmann, Kupferstecher, geb. zu Zürich um 1702, 
 hinterliess einige Bildnisse, grösstentheils von Geist- 
(7  liehen. Auf solchen Blättern kommen die Cursiven J. L., 
 und auch die Abbreviatur Joh. Lochm. fec. vor. Loch- 
mann war kaum 30 Jahre alt, als ihn eine Geisteskrankheit für immer 
arbeitsunfähig machte. 
2743- Johann Lechner, Kupferstecher, war um 1780-1800 in 
Wien thatig. Er stach Ornamente und andere Muster- 
  blätter für die Kunstindustrie, meistens nach Zeich- 
nungen von Johann I-lagenauer. Darunter ist eine 
Folge mit Dessins zu Degengriffen und Scheiden, theils mit dem 
Namen, theils mit den Initialen bezeichnet. 
2744- Jan Van Londerseel bezeichnete auf solche lWeise einen 
J  Kupferstich, welcher den hl. Ercmiten Paulus vorstellt. 
' ' ' Das Werk, zu welchem dieses Blatt gehört, haben wir 
unter „Ian fe" angegeben, wo auch Weiteres über Londerseel zu 
lesen ist. 
2745. Jan Lamsvelt, Kupferstecher und Buchhändler, geb. zu 
j  Utrecht 1_660, hinterliess mehrere Bildnisse vÖn holländischen 
  und englischen Notabilitäten, auf welchen theils der Name 
J. Lamsvelt und Lamsveld, theils die Initialen vorkommen. Andere 
Bildnisse von seiner Hand sind in der Histoire de Louis XIIL, pur 
Levasseur. Amsterdam 1701, 12. Dann stach er alle Blätter in
        

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