Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579510
2740- 
2741. 
106i 
Ein I-Iauptblatt ist ferner die Ansicht der grossen Fontaine neben der 
Trajanssänle zu Rom. Links unten in der Ecke bemerkt man undeug. 
liche Buchstaben mit in. et fee, oben steht aber deutlich: Jean. Lutma 
jun. fec. 1686. Sehr selten, Fol. Von besonderem Interesse sind auch 
die im Künstler-Lexicon erwähnten Bildnisse in Bunzenrnanier, auf 
welche wir hier näher eingehen. 
i) janus Lulma, Goldschmied und Vater unsers Meisters, Brust- 
bild in einer Nische. Unten im Rande: Opus Mallei per Janum fi 
Sehr schön und selten vor der Schrift oben rechts und links: Obiit 
1669 aet. 85, Fol.  
Zu unterscheiden ist eine Radirung mit dem Bildnisse des alten 
J. Lutma im Pelzrock am Tische sitzend, in der einen Hand den 
Stift, in der andern die Brille haltend. Joannes Lulma Aurifew. 
Joannes Lulma jumfor fecit anno 1656. Fol. 
2) Jannus Lutma de Jonge, in einer Nische nach links. Im 
Rande: Janus Lutma Batzwus per se opere mallei 1681. Fol. 
3) P. C. Hooft, Brustbild in einer Nische gegen rechts. Im Rande: 
Aller Tacitus. Opus Mallei per J. L. Fol. 
4) J. Vondeläus, Brustbild in einer Nische. Oben: Omnibus  
unten: Olor Bataims, opus Mallez" per J. L., Fol.  
5) Das Innere eines Gartens mit einem verzierten Springbrunnen, 
und in derselben drei verliebte Paare. Unten: J. L. N. de Sor 
exe, qu. 4. 
Dieses kräftig geätzte Blatt haben wir N0. 16 beschrieben und 
Ch. Kramm nimmt es ohne Bedenken für J. Lutman hin. Wir vindi- 
ciren aber jetzt die Radirung dem Jan van der Lys oder Jan Lis. 
2740- Unbekannter Knpferstecher oder Goldschmied, welcher um 
aß F, 1670 thätig war. Die gegebenen Buchstaben ündet man 
 auf einem Blatte in Bunzenmanier, welches vielleicht 
dem Janus Lutma jun. angehört, da dieser Platten mit dem Hammer 
und dem Bunzen ausarbeitete. Das fragliche Blatt gibt ein Bildniss 
in Oval mit der Umschrift: Albertus de Sebisch Aetat. XLVIII. In 
der Mitte oben und unten zeigt sich ein gehörnter Fratzenkopf, und 
die Ecken des Vierecks ahmen gehauene Steine nach. H. 6 Z. 2 L. 
Br. 4 Z. 1 L. Das Bildniss dieses Albert de Sebiscli kommt zwar in 
keinem Verzeichnisse der Blätter des J. Lutma de Jonge vor, es ist 
aber in der Weise desselben gearbeitet, wenn auch ranher, als die 
Portraite des J. Vondel, P. C. Hooft etc. Die Luft im Grunde ist mit 
der Nadel bewirkt, und auch in den Haaren mit dieser hineingearbeitet. 
Die Tracht widerspricht der Annahme nicht, dass dieses Bildniss von 
J. Lutma ausgeführt sei. 
2741. Jan van der Lys, Historien- und Landschaftsmaler von 
90g  Breda, ist schon im zweiten Bande N. 144i eingeführt, 
f da ihm ein aus D-VL gebildetes Monogramm zuge- 
Jß schrieben wird Man muss aber einen Jan Lis oder 
 QCU Lys von ihm unterscheiden. Nach Sandrat soll letz- 
terer aus Oldenburg stammen, und Houbracken mit seinen Nachfolgern 
nahmen dieses als ausgemacht hin. In der Kronyck van Hoorn door 
Feyken Byp 1706 S. 318 wird aber J. Lis als Eingeborner in Anspruch 
genommen, und weiter über ihn berichtet, so ziemlich wie im Künstler- 
Lexikon VIII. S. 143. Ch. Kramm sagt zu unserm Artikel über Jan 
van Lis, dass Nagler den Jan Lis, den sogenannten Oldenbnrger nicht 
gekannt habe, er hätte aber unter Jan Lys ersehen können, dass seine 
Bemerkung überflüssig war. Jan Lis oder Lys malte historische Dar- 
stellungen und verlebte einige Zeit in Rom, wo er in der Schilder-Bent
        

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