Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579104
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Nr. 2677. 
Den Wappenschild der Stadt Amsterdam hatten 'auch andere Meister 
aufgestempelt. Als weitere Zeichen der Amsterdamer Gilde dient ein 
Stenmpel mit dem aufsteigenden Löwen, und ein kleinerer Stempel mit 
dem Buchstaben Y. 
2577- Jim Kobell, berühmter Thiermaler und Radirer, soll nach 
Wf A. van der Willigen und R. van Eynden 1782 
  zu Rotterdam geboren werden seyn; in dieser 
w Angabe liegt aber ein Irrthum, welchen Immer- 
x ,  zeel dahin berichtigen will, dass er den Künstler 
in Utrecht das Licht der Welt erblicken lässt, weil er daselbst nach 
dem Tode seines Vaters Hendrik im Jansenistexi-Waisenhaus erzogen 
wurde. Ch. Kramm fand über dieses Verhaltniss authentische Nach- 
richten, und ersah daraus, dass J. Kobell 1779 zu Delfshaven, und 
nicht 1782 zu Rotterdam oder Utrecht geboren wurde. Hendrik Kobell, 
der Vater, heirathete zu Delfshaven die Mejufvrouw Deter, und ver- 
blieb die ersten Jahre daselbst, bis er nach Rotterdam übersiedelte 
und 1782 in dieser Stadt starb. Jan Kobell malte Landschaften mit 
Thieren, und erwarb sich damit ausserordentlichen Beifall im In- und 
Auslande. lmmerzeel und sein Fortsetzer Ch. Kramm zahlen den 
grössten Theil seiner Werke auf, und geben die namhaften Preise 
derselben an. Nur auf wenigen Oelgemälden kommt das Monogramm 
vor, man ündet es aber auf Zeichnungen mit Thieren in rother und 
schwarzer Kreide. Ch. le Blanc schreibt dieses Zeichen irrig dem 
Kupferstecher Jan Kobell, dem Oheim unsers Meisters zu. Kobell 
starb den 23. September 1814, und wurde in der Nieuwe Kerk zu 
Amsterdam begraben Er war Mitglied des holländischer) Instituts für 
Kunst und Wissenschaft. Seine Radirungen gehören grossentheils zu 
den Seltenheiten, besonders auf starkes Tonpapier. 
Radirte 
Blätter. 
i) Das Bildniss des Künstlers, in Brustbild nach rechts, mit der 
Schrift: Aet. 12. Sehr selten. 
2) Ein liegender Ziegenbock, rechts bei einer Hecke. Ohne Zei- 
chen, Arbeit eines Knaben von 12-15 Jahren, qu. 12. 
3) Eine stehende Kuh, welche links am Baume aus dem Wasser 
trinkt. Sehr schön radirt mit weisser Luft, qu. 8. 
4) Eine stehende Kuh nach links umsehend, dabei zwei Schafe 
bei Distelstauden. Mit weisser Luft, qu. 8. 
5) Eine liegende und eine stehende Kuh, letztere rechts. Mit 
weisser Luft und dem Zeichen, qu. 8. 
6) Ein altes Pferd bei einem Heuwagen. daneben ein liegender 
Hund. Mit weisser Luft. J. Kobell f., qu. 4. 
7) Ein stehender Ochs, drei liegende Schafe und eine Ziege mit 
dem Jungen, alle Thiere in Umrissen. Ohne Zeichen, qu. 4. Sehr selten. 
Dle gute Copie ist bezeichnet: J. Ifobell  P. Roosing fec. 
8) Ein Kuhkopf mit einem Strick um die Hörner nach links. Sehr 
schön radirt mit dem Namen im Rande (1801), 8. 
9) Ein Kuhkopf mit einem Riemen am Halse nach rechts. Am 
Stocke, welcher am Riemen befestigt ist, steht der Name, 8. 
Das breitere Gegenstück zu obigem Blatte, beide mit weisser Luft. 
Sehr selten, besonders auf Tonpapier. 
P. Roosing hat diese Köpfe auf einer Platte copirt. 
10) Eine liegende Kuh nach vorn gewandt, dabei ein Schaf und 
eine Ziege. Mit dem Zeichen und mit dem Namen 1813, qu. 12.
        

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