Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1579089
1018 
Nr. 2673-2674. 
2573- Joseph Keller, Zeichner und Kupferstecher, Professor an 
_  der k. Akademie in Düsseldorf, wurde 1811 in Linz 
K 18.10  geboren, und an jener Anstalt herangebildet, an 
"Qv "re- welcher er seit mehreren Jahren den Ruf eines 
der ersten Meister seines Faches behauptet. Wir haben ihn bereits 
im Künstler-Lexicon eingeführt, die Nachrichten reichen aber nur bis 
1837, und daher ist ein Nachtrag erforderlich. Keller fügte nur in 
seiner früheren Zeit zuweilen das Monogramm bei. Wir finden das 
gegebene Zeichen mit der Jahrzahl 1833 auf dem grossen Blatte nach 
J. Götzenberger, welches nach dem Frescobilde der Universitäts-Aula 
in Bonn die Philosophie vorstellt. Auch kleinere Kupferstiche sind 
mit einem Monogramme bezeichnet. Das Monogramm mit Sc. zwischen 
der Jahrzahl 1834 finden wir auf dem sehr zart gestochenen Bildnisse 
des Direktors Wilhelm Schadow nach der Zeichnung von Julius Hühner, 
welcher ebenfalls sein Monogramm beigefügt hat. 
1) Die Madonna als Himmelskönigin mit dem Kinde, nach E. Deger. 
Stahlstich für den Rheinischen Kunstverein 1841, gr. fol. 
2) Die Madonna, nach E. Deger, 1858, fol. 
3) Die Madonna mit dem Kinde und Johannes, nach einer Feder- 
Zeichnung RafaePs, fol. 
4) Christus das Kreuz tragend, nach F. Overbeck. Carlsruher 
Kunstvereinsblatt, gr. fol. 
5) Die Grablegung Christi, nach Ary Scheffer 1854, gr. fol. 
6) Die vier Evangelisten, auf zwei Blättern nach Cartons von 
F. Overbeck, fol. 
7) Die hl. Dreieinigkeit mit St. Maurus, St. Placidus, St. Benedikt, 
St. Romuald, St. Benedikt Martyr und St. Johannes Martyr. Nach 
RafaePs Frescogemälde in S. Severo zu Perugia, qu. roy. fol. 
8) Roland befreit die Prinzessin Isabella aus der Räuberhöhle, 
nach J. Hühner. Düsseldorfer Kunstvereinsblatt 1838, gr. roy. qu.fol. 
9) Die Dispnta, nach RafaePs Frescogemälde im Vatikan 1858, 
gr. fol. 
10) Die Theologie, nach dem Frescogemälde von G. Hermann, 
E Förster und J. Götzenberger in der Aula der Universität zu Bonn, 
und auf Götzenbergefs Veranlassung gestochen 1834, qu. roy. fol. 
Es gehört eine Beschreibung dazu. 
11) Die Philosophie, nach Götzenberger's Frescobild in derselben 
Aula 1833, qu. roy. fol. 
Das Gegenstück, und ebenfalls mit Beschreibung. 
2574. Johann Stephan von Kalkar, gewöhnlich Johann von 
' Calcar genannt, behauptet unter den Schülern des Tizian 
einen hohen Rang, und seine Gemälde gehören daher zu den 
Zierden jeder Sammlung. Doch handelt es sich hier um 
kein Gemälde, und wir, verweisen daher auf das Künstler- 
Lexicon. Das gegebene Monogramm findet man auf Röthelzeichnungen 
im k. Museum zu Berlin. Sie stellen Vasen, Schädel und Gebeine 
vor, gr. fol. Johann v. Kalkar fertigte bei den Sectionen des A. Vesal 
anatomische Zeichnungen, welche auf Kosten des Malers 1538 bei 
D. Bernardi in Venedig im Holzschnitt erschienen. Man wollte diese 
Abbildungen für Originalschnitte des Johann v. Kalkar erklären, die 
bekannten Gegner der Eigenhandigkeit von Malerformschnitten geben 
dieses aber nicht zu. Dieselben vortrefflichen Holzschnitte sind auch 
in der äusserst seltenen ersten Baseler Ausgabe: Von des menschen 
corpers Anatomey, ein lcurtzer, aber was! nützer Ausszug, auss 
D. Andree mm Brussel Bücheren von ihm selbst in Latein be-
        

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