Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578917
IID 
IIDB. 
2635- 
2637. 
100i 
welcher das von ihm erwähnte Exemplar auf der k. Bibliothek in Paris 
Sah. kommt zu der Vermuthung, dass das Blatt mit den beiden obigen 
Zeichen ein retouchirter Abdruck eines Stiches des sogenannten Meisters 
mit der Heuschrecke (Maitre ala sauterelle) sei. Das Maass des Pariser 
Exemplars gibt Brulliot nicht an, wenn aber das von F. v. Bartsch 
erwähnte Blatt der Bibliothek in Wien dasselbe ist, muss es zweierlei 
Darstellungen geben, da der genannte Schriftsteller dem A. v. Bartsch sen. 
entgegen eine Höhe von 10 Z. ä L. angibt, während im Peintre-graveur 
nur 10 Z. bestimmt sind. Auf der einen oder der anderen Seite einen 
Irrthum zu vermuthen, haben wir keinen Grund. Es wäre indessen 
möglich, dass Bartsch sen. das Blatt etwas mangelhaft beschreibt, und 
das Maass nicht ganz genau nahm. 
Das erste der obigen Zeichen wird in den bestehenden Monogrammen- 
Verzeichnissen nicht in dieser Art gegeben, und auch das zweite liest 
Brulliot nicht I. I. CAM, sondern H CAM. Bartsch sen. gibt die Ini- 
tialen F. I. CA., der erste Buchstabe müsste aber verkehrt gestellt 
seyn  Ottley (An Inquiry II. p. 767) ist der erste, welcher auf 
dem Blatte mit der Geburt Christi 'II' CA, oder 'H' CA lesen zu 
müssen glaubte. Dadurch kam er auf Hieronymus Campagnola, den 
Vater des Julias, welcher zwischen 1460-1513 lebte, und nach Vasari 
Maler war. Doch sagt dieser Schriftsteller nur, dass er Schüler des 
Squarcione war, ohne von Kupferstichen desselben Kunde zu haben. 
Dass der Stecher der Familie der Campagnola angehöre, behauptet 
auch Passavant, welchem wir die genauere Zeichnung obiger Mono- 
gramme verdanken. Doch ist dieser Kupferstecher nicht Eine Person 
mit Julius Gampagnola, da dessen Blätter in einer ganz andern Weise 
behandelt sind. Es ist aber auch noch nicht bewiesen, dass Hieronymus 
Campagnola das fragliche Blatt gefertigt habe. Diesen Meister halten 
aber Ottley und F. v. Bartsch für den wirklichen Urheber des Stiches 
mit der Geburt Christi. Allein in der Composition zeigt sich kein 
Schüler des Squarcione. Passavant (Kunstblatt 1850 S. 302) findet 
gewisse Anklänge an Mantegna, namentlich in dem vorn stehenden 
hl. Joseph und dem kleinen Engel. In einem zweiten Blatte dieses 
Meisters, auf welchem das Zeichen verkehrt steht (s. I. N0. 331), 
ist der landschaftliche Hintergrund ganz Dürerisch. Es stellt die 
hl. Ottilie dar, und wird von F. v. Bartsch ebenfalls dem Hieronymus 
Campagnola zugeschrieben. Dass Andere auf einen J. J. Campagnola 
verfallen sind, haben wir in dem betreiienden Abschnitte bemerkt. 
Dieser wäre nun zu den drei bekannten Meistern der Familie Cam- 
pagnola der vierte unbekannte. Die Buchstaben I-I werden wohl nicht 
für H zu nehmen seyn.  
2635- Johann Jakob fiietzel, Rechenpfennigmacher in Nürnberg 
um 1730, hinter iess Spielpfenni e mit verschiedenen Vor- 
1' I"D' Stellungen, theils mit dem Named, theils mit den Initialen. 
2535- Der Medailleur oder Münzmeister, welcher den Bronze- 
J J D medaillon auf die Versammlung der spanischen Cortes 1820 
' ' ' fertigte, ist uns unbekannt. Auf dem Avers ist das be- 
lorbeerte Brustbild des Königs Ferdinand VIL, und auf der Rückseite 
halten zwei weibliche Figuren die Krone: Monarquia  Libertad  
Dieser Medaillen ist J. J. D. gezeichnet. 
2537. Jean Jacques de Boissieu, Landschaftsmaler und Radirer 
jj Z5 von Lyon, ist schon im zweiten Bande No. 962 ein- 
   geführt, und wir verweisen zunächst auf Jenen Ar- 
j   Jcwb. tikel, da hinsichtlich der Literatur über seine meister- 
haften Radirungen die nöthigen Anhaltspunkte bereits gegeben sind. 

        

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