Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578904
1000 
IIG 
IICA. 
2633- 
und Bäuerinnen, und einem grossen entlaubten Baum, ist so bezeichnet, 
und N0. 26 beschrieben. 
 2633. Johann Jakob Kornmann, auch Cormann und Cormano 
I I C genannt, Wachsbossirer und Medailleur von Augsburg, trat 
 ' ' gegen 1630 in Venedig auf, und liess sich dann in Rom 
nieder, wo er nach Venuti's Zngeständniss in der Miniaturplastik 
Allen den Vorzug streitig machte. Gaspar Molo, sein Rival, brachte 
ihn zuletzt in das Gefängniss der Inquisition, in welchem er sich 1650 
den Tod gegeben haben soll. Zweifelhaft ist daher die I. I. C. ge- 
zeichnete Medaille mit dem Bildnisse des Flavius (Ursinus) D. G. 
Ang. Co. S. Gemm. et Bracc. Dua: 1672. Mazuchelli p. 124 No. 4 
beschreibt sie als muthmassliches Werk des Cormano, in diesem Falle 
wäre aber die Geschichte vom Tode des Künstlers im Gefängnisse der 
Inquisition unwahr. Cormann zeichnete auch nur wenig Medaillen 
I. I. C., auf den meisten steht Cormano F. und Opus Cormani. In 
Rom beschäftigten ihn die Päpste Urban VIII. und Innocenz X., und die 
Medaillen derselben beschreibt Venuti. Keine ist mit den Initialen 
versehen. Eine Schaumünze auf Innocenz X. trägt die Jahrzahl 1650, 
und sie müsste die letzte Arbeit des Künstlers seyn, wenn er sich 
1650 im Gefängnisse den Tod gegeben hat. Eine Medaille mit I. I. C. 
gibt das Bildniss des Paulus Jordanus lI. Ursinus, Herzogs von Brac- 
ciano 1635, Mazuchelli p. 111 No. 7. Hauschild, Beitrag zur neueren 
Münz-'und Medaillengeschichte, Dresden 1805, beschreibt mehrere 
Werke dieses Meisters, und darunter auch die päpstlichen Medaillen 
nach Venuti. Unbekannt blieb ihm die schöne Medaille mit dem Bild- 
nisse des Arztes Johann Heins in Augsburg (T1666). 
2534. Unbekannter Knpferstecher aus der Familie der Campagnola. 
  Die Initialenvfmdet man auf einem alten Kupferstiche, 
  welcher die Geburt Christi vorstellt. Maria sitzt links 
'I bei einer Hütte mit dem Kinde auf dem Schoosse und 
I mit erhobenen Händen. Rechts gegenüber lehnt sich 
CA Joseph mit dem linken Arme an einen Baumast. Im 
M Mittelgrunde sieht man mehrere Hütten und am Fenster- 
laden einer derselben stehen die ersten Initialen, welche 
früher für F. I. CA. genommen wurden. H. 10 Z. Br. 8 Z. 8 L. 
 Dieses Blatt beschreibt Bartsch P. gr. XIII. p. 170 N0. i, und 
deutet die Buchstaben F. I. CA. „Fecz't Julius Campagnola". Er gibt 
das Maass wie oben an, F. v. Bartsch (Die Kupferstichsammlung der 
k. k. Bibliothek in Wien 1854 S. 39) gibt aber dem Blatte eine Höhe 
von 10 Z. 5 L. und eine Breite von 8 Z. 9 L. Nach diesen Maass- 
angaben müssen zwei verschiedene Blätter mit der Geburt Christi vor- 
handen seyn, was um so mehr Wahrscheinlichkeit gewinnt, als Bartsch sen. 
nur obige Figuren angibt, und von dem zweiten Zeichen nichts bemerkt. 
Auch Frenzel, Catalog Sternberg I. N0. 2401, bleibt bei der Angabe 
des Verfassers des Peintre-graveur, und sah auf dem ihm vorliegenden 
Exemplare kein zweites Zeichen. Auf dieses macht Brulliot I. N0 186 
unter H C AM aufmerksam, und wundert sich, dass Bartsch dasselbe 
nicht bemerkt habe. Brulliot sagt ferner, dass im Grunde des Blattes 
die hl. drei Könige zu Pferd mit einem Gefolge von Männern und 
Kameelen herankommen, und dass man oben eine Gruppe von Engeln 
und den Stern bemerke- Von allem diesen schweigt Bartsch sen., und 
gibt auch nicht an, dass sich zu den Füssen der Maria. jene Heu- 
schrecke iinde, welche auf dem Blatte mit der hl. Familie vorkommt, 
welche von dem Monogrammisten A I. No. 2, dann von A. Dürer, 
Israel van Mecken, und von Marc Anton gestochen wurde. Brulliot,
        

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