Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1569793
290 
296. 
ZQÜ. Auf Gaesar Reverdinus gedeutet, haben wir dieses Mono- 
gramm im zweiten Bande N0. 572 unter C R eingereiht, es 
dürfte aber aus GR bestehen. Die Beschreibung des Kupfer- 
stiches, auf welchem das Zeichen vorkommt, ist an der ange- 
zeigten Stelle gegeben, und 0b er einem Meister aus der Schule von 
Fontainebleau angehöre, möge ein Anderer bestimmen. Vielleicht handelt 
es sich um das Zeichen bei Malpe II. 3. N0. 65, welches wir im vorher- 
gehenden Artikel muthlnasslich als jenes des G. Ruggieri gegeben haben. 
291. Guido Reui, Maler und Radimr, soll sich nach Heller (Mono- 
grammen-Lexicon S. 159) dieses Zeichens bedient haben. Wir 
a, kennen keine Radirnng mit demselben, und dass das Monogramm 
nicht auf Holzschnitten nach Guid0's Zeichnungen vorkomme, gibt der 
genannte Schriftsteller in der Geschichte der Holzschneidekunst selbst 
zu. Wir wissen (lahei- nicht, wie er dazu kam. Auf Holzsehnitten von 
Bartolomeo Coriolano steht GR, und wir kommen daher unter diesen 
Buchstaben auf G. Reni zurück. 
292. Georg Restlein, Maler von Schwabaeh, übte in den ersten 
Decennien des 17. Jahrhunderts seine Kunst in Ansbach. Das 
gegebene Monogramm findet man auf einem radirten Blatte, 
welches das Leichenbegangniss des Markgrafen Joachim Ernst 
von Brandenburg den 25. April l625 vorstellt, qu. fol. Brulliot I. 
N0. 2242 gibt noch ein zweites Zeichen, angeblich als jenes dieses 
Restlein, es gehört aber dem Kupferstecher J. G. Renner an. Wir 
bringen es unter GB I, da ein I angedeutet ist. 
293. Gotthard oder Gottfried Ringli, Maler und Radirer, ist im 
Q Q zweiten Jäande N0. 578 eingeführt, da der Unkundige das 
Zeichen ür CR nehmen wird selbst das erste, welches 
' noch eher ein G zu enthalten scheint. Die Blätter mit den 
GMgO gegebenen Monogrammen sind an der angezeigten Stelle 
beschrieben. 
 294. Gaesar Reverdinus ist im zweiten Bande N0. 583i unter CR 
eingeführt, man könnte aber auch versucht werden, unter 
am GB die Nachforschung zu beginnen, und diess um so 
I mehr, als in früheren Werken, und selbst noch bei 
GKLJGÄO Brulliot I. N0. 1439 und 2247 der Künstler Gaspar Re- 
' verdinus genannt wird. Im Uebrigen verweisen wir auf 
den angezeigten Artikel. 
295. Gottfried oder Gotthard Bingli, Maler und Radirer von 
 Zürich, soll sich nach Christ (Monogn-Erklär. S. 201) des 
(ER) gegebenen Zeichens bedient haben. Das Monogramm dieses 
76H Meisters haben wir II. N0. 578 beigebracht, und auch oben 
ßL N0. 293 kommt es vor. In dieser Form können wir es aber 
nicht nachweisen, und wenn, wie es scheint, Christ richtig gesehen 
hat, so dürfte es auf Zeichnungen vorkommen. 
296. Guido I-leni , Historienmaler und Radirer, geb. zu Bologna 
1575, gest. 1642, scheint sich dieses Zeichens nur einmal, 
und vielleicht nur auf einer Zeichnung bedient zu haben. 
GR Man findet es auf einem Kupferstiche von Sebastian Vouil- 
Im; lemont, welcher die Lucretia vorstellt. Auf Holzschnittell 
nach seinen Zeichnungen und auch auf Kupferstichen stehen 
die Initialen G B und GRF.
        

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