Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578853
IHVF-IHWF. 
2615-2617. 
995 
2615. Hans Ladenspelder van Essen, der vorhergehende Meister, 
I H V F copirte das Blatt von A. Dürer, welches wir N0. 2 be- 
' ' ' ' schrieben haben. Bartsch, und nach ihm Brulliot II. 
No. 1532 vermutheten darunter den Meister I. H. V. E. nicht. 
2616. Hans Jörg Waunenwetsch, Zeichner und Glasmaler von 
' Basel, ist oben N0. 1144 eingeführt, und wir beziehen uns 
zunächst auf jenen Artikel. Man findet Zeichnungen zu 
Glasgemälden, auf welchen der das I andeutende Punkt 
so gestellt ist, dass er auf den ersten Schenkel des W zu fallen 
scheint, und somit I H W zu lesen wäre. Wir fanden das gegebene 
Monogramm auf einer grossen Zeichnung, welche ein Schiff mit Fi- 
guren vorstellt. Im Vorgriinde sind Fässer und Ballen, und zu den 
Seiten Kaufherren und Lastträger. Unten in der Mitte im Cartouche 
steht: DIE ZVNFT ZVG SCHIFLVTEB. Rechts ist das Monogramm 
eingeschrieben. Die Figuren und das Schiff sind mit der Feder um- 
rissen, und auf zwei Flaggen bemerkt man das Basler Wappen. Meh- 
reres s. III. No. 1144. 
In dem Werke: Die Plandzeichnungen der Pinakothek (in München) 
in Photographien. 32 Blatter, von Th. Hudemann. München (1861), 
fo1., ist das Wappen mit dem Bergmann photographirt,_ und die 
Zeichnung wird mit Unrecht dem Jobst Amman zugeschrieben, da 
eines der oben N0. 1144 gegebenen Monogramme darauf vorkommt. 
Das Werk in Photographien unternahm der verstorbene Conservator 
Robert Brulliot. 
2617. Hieronymus Wierx kommt an verschiedenen Stellen vor, da. 
I H W er mit der Bezeichnung wechselte, und wer über seine 
 ' ' Lebenszeit Aufschluss sucht, findet ihn I. N0. 472. 
I H W- Die Buchstaben I H erklären sich aus der Schreibart 
I H W. ZE. Iheronymus, und Heller vermuthet daher in seinem 
16 156a Werke über Albrecht Dürer mit Unrecht einen Hiero- 
I  W F nyinus und Johann Hieronymus Wierx. Dieser Künst- 
- ' ler hinterliess viele Blätter mit den Initialen des Na- 
mens, und zuweilen steht statt I H W. 114.". 16. 1565 u. s. w. nur 
allein A3. 12, 13, 16', 17, und daher mussten wir den Künstler 
Scgmn m, Gast? BaiEdeBINrQu-izänäieiifluhren, wo sich Gelegenheit bot, 
ü er seine e ensgranz    
Im Künstler-Lexicon haben wir ein reiches Verzeichniss der Blätter 
desselben geliefert, und da sind auch die _Copien nach A. Dürer auf- 
gezählt. Auf den meisten kommen die obigen Initialen vor, wir ver- 
zeichnen aber diese Blätter nicht mehr, indem sie im Künstler-Lexicon 
und in Heller's Werk über  Dürer beschrieben sind. Genauer han- 
deln wir über die schönen Bildnisse voii Künstlern in folgendem Werke: 
Pictorum l Aliquot Qelebrzurfa l Germaniae Inferioris  Effigies. I 
Eorum nempe 51W mm functz hac praestan I tezs. arte zmmortali- 
tatzIs nomeri szln corngarfzrunt. -__Una cum Doctzss. Dom. Lampsonzzl 
hmus arhs perllw-Ylml l Elßglls-   Azwerpzae. Apud Vzduam 
Hieronymi Cock 1 CIQIQLAXII. Diese Bildnisse erschienen erst 
nach dem Tode des H. Cock, einen Theil dürfte aber dieser Künstler 
selbst gestochen haben. Auch dem Cornelius Cort werden Platten zu- 
geschrieben. Alle Blätter sind unbezeichnet, bis auf jene des H. 
Wierx. Das ganze Werkbesteht im Ganzen aus 25 Blättern mit Zahlen 
und Custoden, dann mit gedruckten Namen und Versen des Lampso- 
nius. Die Sammlung ist vollständig sehr selten, indem die Folge durch 
den Kunsthandel vielfach auseinander gerissen wurde, so dass nur 
einzelne Blätter vorkommen. Bei der zweiten Ausäb: wurden die
        

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