Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
GK - IML
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1568674
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1578842
994 
IHVE. 
Nr. 2613-2614. 
gebenen Initialen 
inu 1772, qu. 8. 
stellt 
ein 
todtes Kameel 
V01. 
Unten steht I. H. T. 
2613. Unbekannter Maler, welcher im 17. Jahrhundert gelebt 
f f 8 haben dürfte, indem er der Schule des Guido Reni 
  w  angehört. In der k. k. Gallerie zu Wien ist ein Bild 
des Amor, welcher sich mit der einen Hand auf den Bogen stützt, 
und mit der anderen den Pfeil an die Brust hält. Am Postamente 
liest man mit grossen Buchstaben AMOR, und zwischen diesen sind 
die Oursiven eingezeichnet. Damit scheint der Maler seinen {Namen 
angedeutet zu haben. 
2514- Hans Ladenspelder van Essen, der thätige und gewandte 
_ HV Kupferstecher aus der niederrheinischen Schule, kommt zu 
I  'E' wiederholten Malen vor, und wir verweisen zunächst auf 
das Monogramm No. 1520. Dieser Künstler signirte ebenso verschie- 
den, als er in der Manier wechselte, und daher vertheilt Bartsch seine 
Blätter unter vier verschiedene Meister. Einige Kupferstiche sind von 
grosser Feinheit, und von sorgfältiger Zeichnung, in anderen gebricht 
es in beider Hinsicht. Die gegebenen Initialen, welche aber auch ohne 
Punkte vorkommen, beziehen sich auf Johannes von Essen, wurden 
aber früher nicht so gedeutet. Heller zählt die Copien nach Albrecht 
Dürer auf, ohne auf Ladenspelder zu rathen. Die Nummern beziehen 
sich auf das Verzeichniss der Blätter dieses Meisters bei Bartsch. 
Ueber die Copie des Blattes mit Adam und Eva und dem Namen: 
JOHANNES VAN- auf der Tafel werden wir unter diesem Namen 
handeln. Sie ist ebenfalls von Johannes van Essen. 
1) Das Schweisstuch von zwei Engeln 1513. Gegenseitige Copie, 
unten links I. H. V. E.  H. 3 Z. 7 L. Br. 6 Z. 2 L. B. No. 25. 
2) Maria auf dem halben Monde mit der Sternenkrone 1508. 
Copie von der Originalseite. Unten links neben dem Monde I. H. V.F. 
Das F ist wohl aus Versehen statt E eingestochen. H. 4 Z. 3 L. 
Br. 2 Z. 8 L. B. No. 31. 
3) Maria mit dem Kinde auf der Rasenbank unter einem Baume 
sitzend, Copie von der Gegenseite ohne die Jahrzahl 1513. H. 4 Z. 
3 L. Br. 2 Z. 8 L. B. No. 35. 
4) Der Raub der Amymone durch den Triton. Copie von der 
Gegenseite, unten rechts Dürerbs Zeichen und die Initialen. H. 9 Z. 
und 2 L. Rand, Br. 6 Z. 10 L. B. No. 71. 
A. Dürer spricht in seinem Reisebuch von einem Meerwunder, 
und er wird daher nicht an die Amymone gedacht haben. 
5) Der Sackpfeifer an den Baum gelehnt 1514. Copie von der 
Originalseite mit den Initialen. H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 9 L. B. Nr. 91. 
6) Das kleine Pferd ohne Sattel und Zaum mit dem phantastischen 
Hellebardier. Copie von der Originalseite, statt des Gewölbes im Hin- 
tergrunde ist aber ein Bergschloss zu sehen, jenes im Blatte mit St. 
Eustachius. Unten rechts 1 H. V. E. H. 6Z. Br. 4 Z. 7 L. B. No. 96. 
7) Der hl. Antonius mit dem Buche im Vorgrunde sitzend 1519. 
H. 3 Z. 6 L. Br. 5 Z. 9 L. B. No. 58. 
Eine der beiden tauschenden Copien ist ohne Zweifel von unserm 
Meister, nämlich JEDE, in_we_lcher der linke Schenkel das A im M0- 
nogramme Dürer's aus zwei Linien gebildet ist. 
8) Die Lukretia. Mit den Initialen und der Jahrzahl 
gestochen, wie Wierx, 8. 
1578. 
Fein
        

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