Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567151
976 
2748 
2750. 
2748- Jan G. Bronchorst, gewöhnlich Johann Georg Bronck- 
horst genannt, soll der Träger dieser Zeichen 
seyn. Das erste gibt Stellwag, Monogr.-Lexicon II. 
C N0. 1004, und Brulliot I. N0. 94011 fügt es eben- 
53 falls bei. Stcllwag sagt aber nicht, 0b das Mono- 
, ,  gramm auf einem Gemälde oder auf einem Kupfer- 
stiche vorkomme. Diess ist auch mit Heller (Monogn-Lexicon S. 144) 
der Fall, welcher die beiden anderen Zeichen dem J. G. Bronckhorst 
zuschreibt. Es scheint fast, dass Stellwag sein Monogramm aus dem 
zweiten von Heller gegebenen Künstlcrzeichen gebildet habe, und dass 
keines von beiden dem Bronchorst augehöre, da dieser Künstler 
JGB. zeichnete. Derselbeu Categorie gehört auch das dritte Zeichen 
an, da kein Werk des erwähnten Meisters mit demselben nachgewiesen 
ist. Wir glauben indessen doch nicht, dass alle diese Zeichen für 
Bronchorst erfunden seien. Es wird sich wohl um einen andern Meister 
handeln, und nach einer anderweitigen Mittheilung soll diess G. Bout 
oder Gerard van Battem seyn. Ersterer malte Bauernstücke in 
der Weise des Jan Molenaer, und ist nicht mit Peter Bout zu ver- 
wechseln, welcher die Landschaften des Franz Boudewyns mit Figuren 
staifirt hat. G. Bout wurde von holländischen Schriftstellern über- 
gangen, nnd daher kommt er auch im Künstler-Lexicon nicht vor. 
Bekannter ist G. Battem. Er malte Landschaften mit Hirten bei der 
Heerde, mit Reisenden, Räubern u. dergl. Auch Architekturstücke 
kommen vor. Seine Blüthezeit fällt um 1656-1670. Ob nun der eine 
oder der andere Meister eines der obigen Zeichen gebraucht habe, 
können wir nicht bestimmen. Auf einem uns bekannten Gemälde des 
G. Bout steht der Name, und auch G. Battem, dessen Blüthezeit man 
um 1690 setzt, wird auf solche Weise signirt haben. Wir kennen nur 
ein radirtes Blatt von seiner Hand, welches mit dem Namen und der 
Jahrzahl 1658 bezeichnet ist. Links in der Landschaft bemerkt man 
ein kleines Dorf am Ufer des Flusses, und den Grund schliessen Berge 
und Gesträuche ab. Die Mitte des landschaftlichen Striches nimmt 
eine Stadt ein, und rechts ragt auf dem Felsen ein runder Thurm 
über andere Gebäude empor. Im Vorgrunde geht ein Mann mit dem 
Stocke nach links hin. In dem leicht schattirten Rande steht: G. Bauem 
1650. H. 5 Z. 10 L. mit 2 L. Rand, Br. 6 Z. 8 L. Es mag nun 
G. Bout oder G. Battem eines der obigen Zeichen sich bedient haben, 
der erstere ist wenigstens hier zuerst dem Verzeichnisse der Künstler 
beigefügt, und das Blatt des G. Battem ist ausserdem auch nicht 
beschrieben.  
2749- Georg Andreas Bückler, Givil- und Kriegsbaumeister von 
Cronheim, war um 1654 in Frankfurt a. M. thätig. Er 
 gab eine Architectura curiosa in vier Theilen, und ein 
 Theatrum machinamm heraus. Auf den Zeichnungen zu 
diesen Werken kommt das Monogramm vor. Dann be- 
sorgte Böckler auch eine deutsche Uebersetzung des Palladio, und des 
Werkes von A. Bosse über die Radirkunst. 
2750. G. Bockman oder Bochman, Maler und Kupferstecher, soll 
nach Strutt der Träger des ersten Zeichens seyn. Ein 
  Künstler Namens C. Bockman lebte um 1730- 1740 
yß' ßßßi" in London, und machte sich durch Blätter in schwarzer 
Manier bekannt. Diesen Meister scheint Strutt zu meinen, da er den 
Buchstaben G wahrscheinlich nur aus dem Monogramme geschöpft hat. 
Heller schreibt mit Bezugnahme auf Strutt dieses Zeichen einem Georg 
Bockmann zu, welcher nach seiner Angabe um 1743 von Amsterdam
        

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