Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1558246
229 
231. 
229. Unbekannter Meister. Unter diesem Monogramrne führen 
wireinen englischen Zeichner ein, welcher im Fache der 
Qe g:- Kunst- Industrie beschäftiget ist. Im Art-Journal 1851 
I l findet man verschiedene Holzschnitte von Industrie-Gegen- 
ständen mit obigen Zeichen, wir konnten aber den Namen nicht 
herausfinden. 
23Ü. Johann Gonrad Degen, Zeichner und Maler, machte sich in 
der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch Bildnisse be- 
QEWTQ? kannt, war aber auch in der" historischen Composition er- 
fahren. Man ündet sein Zeichen auf Darstellungen aus dem 
Leben und den Gebräuchen der Trappisten in folgendem Buche: 
Satzungen wie sie beobachtet werden in den Ableyen zu Truppe, Burn 
Sollozzo und Düsscmhall.  Regenfpurg 1738, 8. Auch das Brustbild 
des Abtes A. J. le Bouthiller de Rance von la Trappe ist beigefügt, 
wahrscheinlich Copie eines französischen Blattes. Es ist mit dem Mono- 
gramme versehen, und der Stecher nennt sich Ca. Jo. Puecholzer 
(Vilshovij). Man findet aber auch auf einigen andern Blättern das 
Künstlerzeichen, theils mit durch dasselbe reichendem Degen. 
231- Christoph Jegher, Formschncider, angeblich ein Deutscher, 
dessen Geburtszeit zwischen 1578 und 1590 fällt. 
 .,C I,c.r. Um 1620 kam! er nach Antwerpen, wo Rubens 
cn-zzcvool das Augenmerk auf ihn richtete. Dieser Meister 
fertigte Zeichnungen auf Holzplatten, welche dann Jegher meisterhaft 
nachschnitt. Die alten und schönsten Abdrücke haben die Adresse 
des P. P. Rubens, da Letzterer die Platten besass, später erwarb sie 
aber Jegher, und setzte auf mehreren statt der alten Adresse die 
seinige: Chrisloffel Jegher fculp. e: excud. Die wenigsten Holzschnitte 
nach Rubens tragen die Initialen des Meisters, indem die Grösse der- 
selben Raum für den ganzen Namen gestattete. F. Basen beschreibt 
sie im dritten Theile seines Dictionnaire des Estampes. Paris 1767. 
Jegher hinterliess aber ausserdem noch viele andere kleinere Holz- 
schnitte, welche theils mit den Initialen CL, theils mit 1.0.1. be- 
zeichnet sind. Im Artikel des Anton Sallaert, Künstler-Lexicon XIV. 
S. 213, sind Blätter dieser Art aufgezählt, und im ersten Bande dieses 
gegenwärtigen Werkes N0. 1239 haben wir darauf hingewiesen. Man 
findet deren in dem änsserst seltenen Catechismns: Necessaria ad Sa- 
lutem scientia, partim nccessitate medii, partim ncccssitate praecepti.  
Autore R. P. Judoco Andrias. Antvcrpiae typis Cornelii Woons 1654, 12. 
Andere Holzschnitte tindet man in dem oft aufgelegten Gebetbuche: 
Perpetua Crum, siuc passio Jesu Christi a puncto incarnationis ad extre- 
mum vitae.  ziutore J. Andries. Antwerpiae, Cornelius Woons 1649 ff, 12. 
Die 40 Zeichnungen lieferte Anton Sallaert, von welchen auch ein 
Theil zum Oatechismus verwendet wurde. Dieselben Holzschnitte sind 
auch in einem zweiten Gebetbuche des Jodocus Andries: Altem per- 
petua Oma: Jesu Christi.   Anverpiae, C. Worms 1649, 12. Theils 
mit Holzschnitten von Ch. Jegher, theils mit Kupferstichen geziert ist 
auch folgendes Werk: Corona sacmtissimorum Jesu Christi culnerum 
XXX V considerationibus ex sacm scripzura   illustrata per G. G. de 
Wael a Vronesleyn. Edizio altera.  Antverpiac 1649. 8. Der Schmerzens- 
inann und das Lamm Christi sind nach Sallaerts Zeichnungen, und 
mit den Initialen versehen. Auch die Leidensengel sind von Jegher 
geschnitten. Ferner schnitt Jegher die Blätter zu Joh. Eusebii Nierem- 
bergii  Hisloria naturae, maacime percgrinae, libris XVI distineta. 
        

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