Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567053
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GAL. 
2709 
2711. 
erinnert an jenes des Alessandro Casolani I. N0. 335, welcher bekannt- 
lich Zeichnungen für Formschneider geliefert hat. Uns ist nie ein 
Blatt mit dem obigen Monogramme vorgekommen. 
2709. Alessandro Algardi, Bildhauer und Architekt, behauptet 
unter dem Monogramm A L N0. 805 eine 
Stelle, und somit haben wir hier nur über 
ÄJÄ sein Zeichen zu berichten. Das erste gibt 
, ,  Christ, Monogrammen-Erklärung S. 93, es 
geht aber aus seinem Texte nicht hervor, ob es auf Zeichnungen, oder 
auf Kupferstichen vorkomme. Huber, Brulliot und Heller haben es 
mit einiger Abweichung copirt, keiner aber kennt irgend ein Blatt mit 
diesem Zeichen. Das zweite Monogramm, welches wahrscheinlich aus 
dem ersten hervorgegangen ist, gibt Orlandi, Tab. E N0. 36, und sagt, 
es stehe auf einer von Francois Poilly 1633 gestochenen Schlussvignette. 
Daraus könnte man schliessen, Algardi habe Zeichnungen mit einem 
ähnlichen Monogramme versehen, welches aber von den genannten 
Schriftstellern sicher stark vergrössert ist. Wir können es indessen 
nicht auf das gehörige Mass zurückführen, da uns weder eine Zeich- 
nung, noch ein Kupferstich mit demselben vorgekommen ist. Ver- 
kleinert ist das erste Monogramm bei Malpe II. pl. I. N0. 38, doch 
sicher nicht nach dem Originale copirt. Das dritte Zeichen bringt 
Bryan I. p. 15, aber wahrscheinlich noch ungenauer, als seine Vor- 
gänger. Das Resultat der Untersuchung ist also mager ausgefallen, da. 
die Autopsie fehlt.  
2710. Jean Galioth Nardols, lläalär iäiddlätadirer, welcher um H164d8 
thäti war. Man n et a irungen von seiner an, 
GaL Nard' f' und gdarunter ist eine solche mit der Abbreviatur des 
Namens versehen. Dieses Blatt stellt eine Landschaft mit Wasser und 
Thieren vor, qu. fol. Wir kommen unter den Buchstaben I. G. N. F. 
auf diesen Künstler zurück, und werden das Verzeichniss seiner geist- 
reichen und seltenen Blätter beifügen. 
2711. Anne Louis Girodet-Trioson, Historienmaler, geb. zu Mon- 
targis 1767, gest. zu Paris 1824, gehört zu jenen Coryphaen der 
 französischen Schule, welche von einigen in den Himmel er- 
hoben, von anderen schnlmassig getadelt wurden, selbst ohne 
die wirklichen Verdienste des Meisters gebührend anzuerkennen, Die 
Kunstgeschichte hat aber längst den Standpunkt bezeichnet, von welchem 
aus seine Werke beurtheilt werden müssen. Girodet steht seinem Meister 
David gegenüber. Letzterer ist der strenge Republikaner geblieben, Girodet 
schwebte mit Feuer im Reiche der Phantasie, und wenn er auch 
herabsteigen musste zur Wirklichkeit, so blieb ihm immer noch ein 
Hauch der Idealität. Man darf aber bei Betrachtung seiner Werke nie 
vergessen, dass er in der Glanzperiode der älteren französischen Schule 
lebte, und ihm viele Mängel anhängen, welche später leichter getadelt, 
als früher als solche erkannt wurden. Selbst der strenge David sagte 
beim Anblick seines Bildes der Sündüuth, man werde einst kommen, 
um es zu studieren, wie man Michel Angela's Werke studiere. Diess 
wird wahrscheinlich erst nach der zweiten Sündtluth eintreffen, da. der 
Zulauf die Passage nicht engt. Uebrigens siegte Girodet mit seiner 
Sündfiuth über die Sabinerinnen David's, und sie gehört mit dessen 
Endymion zu den Hauptwerken der akademischen Richtung der franzö- 
sischen Schule. Seine Gemälde können wir aber hier nicht aufzählen, 
du im Künstler-Lexicon V. S. 215 ff. die schönsten Bilder und Zeich- 
nungen genannt sind.
        

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