Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1567046
GAH-GAL. 
2704 
2708. 
965 
ausführlichste Verzeichniss gibt Ch. le Blanc in seinem Manuel de 
lZ-lmateur rfßstampes p. 90. Die Initialen seines Namens werden nur 
auf wenigen Stichen vorkommen, wir finden sie aber auf den Blättern 
mit den Lunettenbildern der Fabel der Psyche . welche Rafael in der 
Farnesina gemalt hatte. Die 14 Blätter von G. Audran kann man mit 
jenen des F. Perrier verbinden, welcher die zwölf Hauptvorstellungen 
der Fabel gestochen hatte. Unser Künstler stach die Amoretten in den 
Zwickeln, und dedicirte das Werk dem Maler Charles le Brun, qu. fol. 
Im späteren Drucke ist die Adresse: Se vend d Paris ohez C. Audran 
 et chez N. Bormart etc. beigefügt. Rechts unten steht: It. V. 1.; 
links G. A. F. 
2704- Georg Albert llille war um 1700 Münzmeister in Riga, und 
G A H liess als solcher Stempel mit G. A. H. zeichnen. Man findet 
   diese Buchstaben auf rigaschen Dukaten. Auf anderen Ge- 
prägen sind die Buchstaben AH zusammen gezogen, und darüber steht G. 
2705. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
G A I F des 16. Jahrhunderts thätig war. Man findet ein schönes 
   ' Blatt mit diesen Initialen, welches Christus vorstellt, wie 
er in Gegenwart der Jünger einen Kranken heilt. Die Handlung geht 
auf der Strasse vor sich, an welcher rechts und links prächtige Ge- 
baude und Ruinen stehen. Die Initialen sind rechts unten neben 
dem Fusse des stehenden Pharisäers, qu. fol. 
2706. Albert Glockendon, Glasmaler und Formschneider, ist im 
1 ersten Bande No. 642 eingeführt, da von 
den füheren Schriftstellern das Monogramm 
in A CL zerlegt wird. Der umschliessende 
, Buchstabe hat aber die alte Form des G, 
und somit wird der Kundige unter GA L nach dem Künstler suchen. 
Wir müssen aber, um uns keiner Wiederholung des bereits Gesagten 
schuldig zu machen, auf I. N0. 642 verweisen. 
2707- Alessandro Gasolani, Zeichner und Maler, tritt im ersten 
 Bande No. 335 auf, und wir verweisen zunächst auf jenen 
Kf- Artikel. Das gegebene Monogranim, welches in dieser Form 
für G A L genommen wird, fügt A. Zanetti im Cabinet Cicognara I. 
tab. No.5 bei, und bemerkt, dass es bei Brulliot unvollkommen gegeben 
sei. Diess müsste nun eines jener Zeichen seyn, welche wir unter A CL 
No.335 eingereiht haben. Nach Zanetti findet man obiges Monogranim 
auf einem Holzschnitte von Andrea Andreani, welcher Christus mit 
dem Kreuze auf dem Zuge nach Golgatha vorstellt. _Der Heiland ist 
der Last erlegen, und links vorn liegt Maria ohnmächtig in den Armen 
zweier Frauen. Im unteren Rande ist das Zeichen und die Dedication: 
Al. Sig. Fabio Buonsignori mobile Sancse. Andrea Andreani intagliatore, 
in Siena 1591. H. 11 Z. 6 L. Br. 8 Z._ 6 L. Diese Vorstellung ist 
in Helldunkel ausgeführt, und mit drei Platten gedruckt. Bartsch 
P. gr. XII. p. 43 N0. 21 gibt das Monogramm in anderer Form, und 
wir möchten daher glauben, dass auch Zanettfs Facsimile nicht ganz 
genau sei. 
2703. Unbekannter Zeichner, welcher wahrscheinlich im 16. Jahr- 
hunderte lebte. Sein Monogramm gibt Christ (Monogr. Erkl. 
S. 93) mit der Bemerkung, dass es auf Handrissen in seiner 
Sammlung vorkomme, Der genannte Schriftsteller berichtet 
also nach Autopsie, hat aber wie so häufig, das Zeichen 
wahrscheinlich vergrössert, und vielleicht nicht ganz genau copirt. Es
        

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