Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566874
948 
2637 
2639. 
2637- Balnaldo Guidi, Maler und. Radirer von Bologna, wird von 
C aß Malvasia unter die Schüler des Giovanni Viani gezählt, und 
somit fällt seine Blüthezeit um 1690  1700. Man nannte 
Gf bisher kein radirtes Blatt von seiner Hand, wir "finden ihm 
aber Radirungen zugeschrieben. Sie sind breit behandelt, und mit 
obigen Initialen bezeichnet. Es liegen Zeichnungen von Domenico 
Viaui zu Grunde. 
1) Ein Genius mit Strahlenglorie um das Haupt sitzend, mit 
reichem Gewande über dem Unterleib. Er hält ein Wappenschild, in 
welchem oben ein Adler, und im Mittelfelde Lilien zu sehen sind. 
Auf dem Schilde ruht eine Krone. Mit den grösseren Buchstaben. 
H.7Z.1L. Br.5Z. 
2) Die Minerva mit Schild und Lanze in Rüstung. Im Schilde 
der Göttin ist ebenfalls eine Krone zu sehen. Links am Rande erhebt 
sich ein Baum. Mit den kleineren Buchstaben. H. 6 Z. 1 L. Br. 4 Z. 
Brulliot II. No. 990 legt die Zeichnung zu diesem Blatte dem Gio. 
Maria Viani zu, nach unserer Quelle ist sie von Domenico Viani. 
2638- Giovanni 101131120 Guidotti, Kupferstecher von Lucca, war 
G f in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig. Er ra- 
  dirte Ansichten von Genua nach Torricelli's Zeichnungen. 
G.  Die gegebenen Buchstaben, und dann auch den abgekürzten 
Namen Endet man auf Künstler-Bildnissen in R. SopranPs: Vize de 
Piuorigenovesi. II. Edizione, da C. G. Baut. Genova 1768 und 176.9, 4. 
 Godefroy wird im Catalogue de la bibliotheque de J. de Bare. 
G [51 Paris 1853 N0. 1395 ein Miniaturmaler genannt, welcher 
9' eineßranzösische Handschrift des zweiten Buches von 
Gaesars Commentar über den gallischen Krieg mit treftiichen Bildern 
geziert hat. Auf mehreren Miniaturen kommt der Buchstabe G mit 
der Jahrzahl 151.9 vor, auf anderen steht der Name. Diess ist auch 
mit zwei Mannscripten der Fall, wovon das eine, die Triumphe des 
Petrarca, sich in der Bibliothek des Arsenals zu Paris, das andere, 
ein Gespräch des Königs Franz I. mit Julius Caesar, sich im britischen 
Museum befindet. Diese Handschriften sind mit grau in grau iehr 
geistreich ausgeführten Miniaturen geziert. Im ersten ist der Triumph 
der Zeit mit Godefroy bezeichnet, auf den übrigen Blättern steht der 
Buchstabe G. Die meisten Bilder der zweiten Handschrift zeigen ausser 
dem G die Jahrzahl 1519. Es unterliegt keinem Zweifel, dass die 
Miniaturen der jetzt auf der Pariser Bibliothek befindlichen Hand- 
schrift von demselben Meister herrühren, welcher die beiden anderen 
Manuscripte verziert hat. Auf letztere macht Passavant, Kunstwerke 8m. 
in Paris S. 396, in England I. S. 148, aufmerksam, und er führt sie 
als ein merkwürdiges Beispiel an, dass jene ganz freie Kunst, jene 
graziösen, bisweilen an das Gezierte streifenden Motive, jene über- 
schlanken Verhältnisse nicht, wie gewöhnlich angenommen wird, erst 
durch Rosso und Primaticcio nach Frankreich hingebracht wurden, 
sondern dort schon früher selbstständig zur Ausbildung gelangt sind. 
Und dass sogar jene italienischen Maler von diesem national-franzö- 
sischenGeschmack selbst viel angenommen, geht nach Passavant aus 
einem Vergleich der Arbeiten hervor, welche sie früher in Italien und 
später in Fontainebleau ausgeführt haben. 
Im deutschen Kunstblatt 1851 N0. 12 kommt Passavant auf diesen 
Meister Godefroy zurück, und findet es höchst wahrscheinlich, dass er 
mit Geoffroy Du Monstier oder Du Moustier Eine Person sei. 
Graf Leon de Laborde bringt nämlich in seinem Werke: La Renais- 
sance de: arts d la cour de Franco, Paris 1850, eine Notiz des Mariette
        

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