Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566820
2631 
2632. 
943 
Andenken in weitem Kreise erhalten. Im Museum des Louvre wird 
sein Bildniss aufbewahrt. Ausserdem ist daselbst das von Grenze ge- 
malte Portrait des Malers E. Jeaurat, und drei andere berühmte Bilder 
des Meisters sind Baccordäe de vitlage, Le depart und Le retour betitelt. 
Hier handelt es sich aber nur nm ein radirtes Blatt, welches 
Prosper de Baudicour, Peintre-graveur frangais continue I. p. 130, be- 
schreibt. Es stellt eine junge Savoyarde mit dem Murmelthiere von vorn 
gesehen vor, wie sie den Kopf in Erwartung nach rechts wendet. Neben 
der linken untgen Ecke steht im weissen Rande der Buchstabe G mit 
zwei geritzten Punkten, wie Baudicour sagt. Er fügt aber nie ein 
Facsimile der Buchstaben bei. Höhe 123 millim. mit 12 m. Rand, 
Breite 93 millim. 
Die Composition dieses Blattes ist sicher von Grenze, und auch 
die Radirung wird ihm zugeschrieben. Im Catalog Defer vom 17. Jänner 
1850 wurde ein Exemplar mit der handschriftlichen Angabe: J. B. Greuze 
del. et scuL, mit 30 Frs. bezahlt. Man hielt die Schrift für eigenhändig. 
Mr. de Bandicour sah einen Abdruck mit der Beischrift: J. B. Greuze 
fecit 1765. 
2631. Unbekannter Metallschneider, welcher um 1515 in Venedig 
lebte. Er illnstrirte folgendes Werk: Legendario di Saum 
G179 nouamente ben stampato vulggre (Auct. Jacobus de Voragine). 
Am Ende: Stäpato ad instätia de Nicole c Domeuico dal Jesu fralelli 
nella Inclita citta di Venczia MDXVIII. fol. Ein Theil der Zeichnungen 
zu diesen schönen Metallschnitten rührt von einem Meister der Schule 
des 'l'izian her, andere tragen aber das Gepräge der Montagnaischen 
Schule. Das Buch ist reich verziert mit Bildern verschiedener Grösse. 
Benedetto Montagna könnte selbst Zeichnungen dazu geliefert haben, 
kein Blatt nach solchen ist aber bezeichnet. Der Buchstabe G kommt 
nur auf wenigen Blättern im Charakter des Tizian vor. Der Initial 
G in richtiger Stellung steht auf dem Blatte mit St. Adrian,_und auf 
jenem mit der Geburt der heiligen Maria ist derselbe verkehrt. Von 
gleicher Behandlung in Schnitt und Zeichnung sind auch die Blätter 
mit der Verkündigung Mariä, mit einer Pieta, und mit den Heiligen 
Sebastian und Rochns. Diese Vorstellungen nehmen die Blattseite ein, 
und tragen das Gepräge der Tizianlschen Schule. Die kleineren Bilder 
und ein grosser Theil der Medaillons sind von einem Meister der 
Schule des G. Bellini gezeichnet. Der Künstler aber, welcher dieselben 
auf Metall übertrug, ist ein anderer. Er war weniger geschickt, ob- 
gleich er es verstanden hat, die Schattenpartien leicht zu schraffiren. 
Wenn wir nach einem Metall- und Holzschneider aus der Zeit 
um 1518 fragen, auf welchen der Buchstabe G gedeutet werden könnte, 
so tritt uns zunächst Gio. Andrea Vavassore entgegen. Er hatte den 
Beinamen Vadagnino oder Guadagnino. Der Buchstabe G könnte daher 
Guadagnino bedeuten. Auf den meisten Blättern dieses Meisters stehen 
aber die Buchstaben I A und ZA, und in seinem Druckersignet ZA V. 
Von Domeuico dalle Greche, dem späteren Tizianischen Formschneider, 
kann kaum eine Rede seyn. Ob allenfalls der oben N0. 2615 erwähnte 
Gavardino da Bologna eintreten könnte, wagen wir nicht zu bestimmen. 
2632. Hubert Goltzius und Joseph Gietleughen erhalten hier einen 
G D gemeinschaftlichen Artikel, ohne dass wir den artistischen 
 I 16' Antheil eines jeden genau ausscheiden können. H. Goltzius 
G F. war der Sohn des Malers Rudger Golz, welcher 1520 in 
Würzburg das Meisterrecht erlangte, und später in Venloo sich nieder- 
gelassen hatte. Hubert wurde den 30. Oktober 1526 zu Würzburg 
(Venloo  geboren, und widmete sich mit Vorliebe der Geschichte und
        

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