Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566706
FWM 
FWP. 
2594 
2596. 
931 
Die vollständigen Exemplare der oben erwähnten Biblia pauperum 
sind äusserst selten. Ein solches ist in München; und ein zweites be- 
sitzt Herr T. O Weigel in Leipzig. Eine zweite, ebenso seltene Aus- 
gabe hatdie Schlussschrift nicht, sondern nur die Wappenschilde mit 
der Jahrzahl 1147 0.  
Auf den beiden folgenden Werken deutete der Künstler durch die 
Buchstaben F. W. seinen Namen an, und man kann darunter mit grösster 
Wahrscheinlichkeit den Friedrich Walther vermuthen. 
Defensorium immaculatae conceptionis B. V. Marine. Historie con- 
ceptionis b. Mariae 1470. Auf dem ersten Blatte sind die vier Kirchen- 
Väter vorgestellt, jede der anderen Seiten enthält acht Bilder. Rechts 
unten sind die Buchstaben f. m. mit der Jahrzahl. Es gibt aber zwei 
Ausgaben, auch mit einiger Abweichung im Buchstaben f. Eine Aus- 
gabe hat 16 Blätter mit leeren Rückseiten, die andere besteht in 
8 Blättern, welche auf beiden Seiten bedruckt sind. Passavant P. gr. 
I. p. 60 gibt folgenden Titel an: Dellmsorium inviolatae perpetuacque 
virginitatis carissimae Dei genitricis Marine. Unten rechts  m. 1470. 
Ein schönes Exemplar besitzt Herr T. O. Weigel in Leipzig. Es ent- 
hält 59 Abbildungen. Das Defensorium ist äusserst selten, besonders 
in vollständigen Exemplaren. 
2594- Franz Wieschebrink, Genremaler von Burgsteinfurt im 
 Münsterschen, machte seine Studien in Düsseldorf, 
 '   und zahlt daselbst seit vielen Jahren zu den vorzüg- 
Fßwhgp  liebsten Künstlern seines Faches. Er malt mit Vor- 
liebe Scenen aus dem bäuerlichen Familienleben, besonders das Trei- 
ben der Kinder. Diese Bilder sind in sinniger Weise, und auch von 
der komischen Seite aufgefasst. Wenn hier und da, wie dem Künstler 
nachgesagt wurde, auch etwas plumpe Gestalten vorkommen, so ist nur 
zu bedenken, dass man in Dörfern nicht immer zarte Stadtpuppen fin- 
den kann. Wieschebrink lieferte auch viele Zeichnungen zur Illustra- 
tion der Düsseldorfer Monatsblätter, deren von 1847-1853 in Holz 
geschnitten wurden. Auf solchen Blättern findet man die gegebenen 
Monogramme. Auch Originallithographien sind dieser Zeitschrift bei- 
gegeben, und darunter solche von unserm Künstler. Andere Holz- 
schnitte findet man in W. Karlen's Närrischem Complimentirbuch. Ham- 
burg 1847. Auf diesen Blättern wechselt das Monogramm mit den 
Initialen F, W. Die Signatur ist nämlich auf den Holzschnitten nach 
Zeichnungen dieses Meisters nicht Stereotyp. Das Monogramm kommt 
auch in schiefer Stellung, und mit anderen Abweichungen vor. In 
dem schönen Werke: Aquarelle der Düsseldorfer Maler ist Heft 7 ein 
Blatt Amor betitelt.  ' 
2595. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher im 
17. Jahrhundert in Holland thätig war. Bru11i0tApp.I.No. 189 
fand sein Zeichen auf einer Vignette mit einem ornamentirtexx 
Korbe. Diese Schlussvignette kommt in einem holländischen 
Werke des Philosophen Pantenus vor, wie Brulliot "bemerkt. H. 3 Z. 
8 L. Br. 3 Z. 10 L. 
2596. Friedrich Wilhelm Pfeiler, Zeichner und Maler, geb. zu 
 Wolfenbüttel 1822, machte seine Studien in Leipzig 
1  und Braunschweig, und fand daselbst auch bald Ge- 
 legenheit, sein Talent nur Compoeition zu erproben. 
Er fertigte die Zeichnungen zu Sporsch1l7s Geschlchte des dreissig- 
59 
        

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