Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566695
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2593. 
1845 an seine Mitglieder. Auch in Wagneüs Nürnberger Bilderbuch 
sind Blätter mit den Initialen des Namens. Sie Stellen Christus- und 
Marienbilder vor. Ferner zeichnete er auch Platten für HeidelofPs 
Ornamentik des Mittelalters mit den Initialen des Namens. Ausser den 
frühesten Abdrücken von grösseren Platten, den auch oft von Deutschen 
benannten Epreuves dutrtistes, zeichnete Wagner immer nur kleinere 
Blätter mit den Cursiven. 
Dieser Künstler ist auch als Schriftsteller bekannt, und zwar durch 
folgendes Werk: Scenen" aus Nürnbergs alter Künstlerwelt. Nürnberg 
1852, 8. Es enthält Schauspiele, Dramen etc., und die Bildnisse. von 
A. Dürer, A. Kraft, P. Vischer und V. Stoss. Diese Portraite sind 
von Wagner gezeichnet und gestochen. 
2593. Friedrich Walther, Maler von Dinkelsbühl, wurde nach 
Beyschlag (Beiträge zur Kunstgeschichte 
_m o  der Stadt Nördlingen I. S. 55) im Jahre 
qßg-A v 1460 Bürger in Nördlingen, und hatte da- 
selbst wenige Jahre später den Friedrich 
Herlein zum Collagen. Beyschlag behauptet 
. m f) _g. [X0 _ aber, dass der Künstler 1472 nach Basel 
gezogen sei, indem er in Folge der an 
seinem Weibe verübten Misshandlung einige 
Tage ins Gefängniss wandern musste. Im Münster zu Basel und Frey- 
burg sollen Glasgemälde von ihm seyn. Dieses mag Grund haben; das 
Bürgerrecht war ihm aber in Basel nicht zu Theil geworden. Er kommt 
im rothen Buche der Zunft zum Himmel daselbst nicht vor. Walther 
malte im Gegentheile mit Fritz Herlein den Altar in Bopfingen, dessen 
wir im Artikel des Herlein No. 2144 S. 781 erwähnt haben. Wenig- 
stens weiss man, dass ein Maler Fritz mit dem Barte, welcher mit 
Friedrich Walther von Dinkelsbühl identiiicirt wird, dem Herlein an 
jenem Werke geholfen habe. Beyschlag spricht aber von einem spä- 
teren Altarwerke des F. Herlein, welches in Wasserfarben auf Lein- 
wand  ausgeführt war. Auf der Fahne eines Kriegsknechts scheint 
der genannte Schriftsteller die Buchstaben W: N: mit der Jahrzahl 
1479 gelesen zu haben, wir wissen aber nicht, ob das Gemälde noch 
vorhanden ist. 
Der Name unseres Künstlers kommt auf dem letzten Blatte einer 
xylographischen Armenbibel vor: 
irlberid) maltljern munter 
gu tlürtlingen cnh Hans 
 Hurning ljabent hie hurt) 
 mitt ein unter gemurbt.  
Unter dieser Schlussschrift sind zwei Schilde. In jenem links ist 
ein am Baumstamme aufsteigendes Eichhörnchen, im Schilde rechts 
sind zwei Schneidmesser gekreuzt. An diese Schilde schliesst sich die 
JahrzahliUHO in alten Zeichen. Der Schild mit dem Eichhörnchen 
gehört wahrscheinlich dem F. Walther an, welcher die Zeichnungen 
zu den Bildern geliefert haben dürfte. Es handelt sich aber nicht um 
Original-Compositionen, sondern um Copien der niederländischen Aus- 
gabe mit lateinischem Text. Das Werk enthält 40 Blätter, welche 
nur auf einer Seite bedruckt sind. Die Holzschnitte sind wohl von 
Hans Huring. Dieser Meister war Schreiner, und stammte aus Mu- 
tenau. Als solgher konnte er das Schneidemesser führen. Im Jahre 
1461 tritt er in den Steuerbüchern der Stadt Nördlingen als ingesesse- 
ner Bürger auf.
        

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