Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566685
2590  2592. 
929 
2590- Friedrich Waibler, Genremaler, machte seine Studien in 
München, und trat gegen 1854 als Künstler auf. 
52W) Man iindet Genrebilder von seiner Hand. Jenes 
' mit dem gegebenen Zeichen stelltein Mädchen 
vor, welches an der Hausthüre zwei sitzenden Kindern Birnen reicht. 
2591.  König Friedrich Wilhelm IV. von Prousscn, geboren den 
15. Oktober 1795, übte schon als junger Prinz 
mit Vorliebe die Zeichenkunst, und blieb ihr fort- 
 während auch noch als König treu. Es sind viele 
. Zeichnungen von ihm vorhanden, doch kamen nur 
wenige in den Besitz von ausgezeichneten Personen, welche der er- 
habene Kunstfreund damit beehrte. Zwei Blätter sind im Cataloge der 
Sammlung des Baron Rumohr N0. 3829 und 3830 beschrieben. Das 
eine enthält eine componirte Landschaft, zu welcher das Motiv einer 
Rheingegend entnommen ist. Eine durch Gallerien verbundene Strasse 
führt nach einem auf Felsen liegenden Schlosse mit gothischcr Kirche 
und Gartenumgebungen. Eine noch höher liegende Burg mit mehreren 
Zinnen verbindet das phantasiereiche Bild in seinen Formen. Von da. 
aus öKnet sich die Aussicht auf den Fluss. Unten steht F. W. Cölln 
an der Spree IX. April 182.9. H. 6 Z. 6 L. Br. 11 Z. 3 L. Diese 
Zeichnung ist mit der Feder in Umrissen ausgeführt, die zweite mit 
dem Bleistift. Sie enthält eine italienische Landscliaftscomposition. 
Auf einer Höhe am Meere breitet sich eine reizend gelegene Villa mit 
kleinen Casinos, Thürmchen und anderen Gebäuben aus, und ist von 
(Zypressen, Pinien und-verschiedenem Gehölz umgeben. Ein durch 
Stufen verbundener Weg führt zum Eingange der Gebäude. F. W. 
26. Mai 1833. H. 5 Z. Br.. 7 Z. 8 L Diese Zeichnungen sind merk- 
würdig und beurkunden ein entschiedenes Talent zur Kunst. Dieses 
spricht aber aus allen seinen Zeichnungen, welche in der Regel von 
grossartiger Anordnung sind. Besonders gut zeichnete der König 
Architektur. Er nahm daher von allen vorgelegten Plänen gründliche 
Einsicht. 
Man findet auch eine einfache Badirung, welche ein bepacktes 
Pferd vorstellt, das der rechts stehende Reitersoldat am Zaume führt. 
Unten am Rande steht in Cursiven: Friedrich Wilhelm. 12. Dieses Blatt 
ist von König Friedrich Wilhelm IIL, nicht von unserem erhabenen 
Kunstfreunde. 
Auch Friedrich der Grosse von Preussen verschmähte den Crayon 
und die Radirnadel nicht. Unter einer radirten männlichen Büste steht: 
Fredericus Princ. Boruss. inv. et so. 1728, 8. 
 Friedrich Wagner, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu 
j W Nürnberg 1803, stand an der Kunstschule daselbst unter 
 JC Leitung des A. Reindel, und bildete sich dann in München 
17V" und Paris" weiter aus. Wagner gehört seit Jahren zu den 
9' lfl. vorzüglichsten Meistern seines Faches, und wir haben ihm 
daher schon im Künstler-Lexicon XXI. S. 55-59 einen ausführlichen 
Artikel gewidmet. Die Cursiven F. W. findet man auf frühen Ab- 
drücken von einigen seiner Platten, deren immer in sehr geringer An- 
zahl vorhanden sind. Die grösseren Initialen stehen z. B. im Rande 
des Blattes mit St. Sebastian nach dem Gemälde des Carlo Dolcc in 
der Gallerie zu Pommersfelden. Die Buchstaben sind leicht eingeritzt, 
und wurden beim Aufstechen der Schrift wieder weggemacht. Das 
Blatt mit St. Sebastian vertheilte der Würtembergische Kunstverein 
Monogramminten Bd. II. 59
        

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