Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566672
928 
2585 
12589. 
nicht, wir kennen ihn aber jetzt näher nach R. Weigels Catalog der 
höchst bedeutenden Kupferstichsammlung eines der grössten Kunst- 
sammler Deutschlands. Leipzig 1858, III. Abth. N0. 53. Da wird ein 
sehr seltenes radirtes Blatt beschrieben, welches eine Satyre auf die 
menschlichen Thorheiten, das Spiel, die Völlerei, die Eifersucht etc. 
vorstellt. In der Mitte wird der Narr von zwei geflügelten Frauen 
gekrönt, und in Randbildern sind die Thorheiten vorgestellt. Oval fol. 
Dieses Blatt ist in der Weise des Jurian Ovens radirt, welcher den 
Rembrandt zum Vorbilde genommen hatte. Die Initialen F. W. kommen 
auf diesem Blatte nicht vor, wir fanden sie aber auf einer feinen Ra- 
dirung, welche ebenfalls den Nachahmer Remhrandtfs kund gibt, und 
wir glauben daher auf F. Wuliihagen Rücksicht nehmen zu müssen. 
Dieses Blatt zeigt das Innere einer Schmiede, in welcher der Arbeiter 
mit erhobenem Hammer vor der Esse steht, und mit der Zange ein 
Stück Eisen auf dem Ambos hält. Links lehnt sich ein Weib mit 
halbem Leibe zur Thüre herein. Die Buchstaben F. W. stehen links 
unten in der Ecke. I-I. 4 Z. 8 L., Br. 3 Z. 7 L. Dieses seltene Blatt 
gehört zu einer Folge von Radirungen, welche die verschiedenen Hand- 
werke vorstellen könnten. Rechts oben bemerkt man die N0. 13. 
Wultfhagems Lebensgränzen sind nicht bekannt. Er dürfte aber erst 
nach 1700 gestorben seyu. 
2535- Unbekannter Knpferstecher, welcher im zweiten Decennium 
F"! W unseres Jahrhunderts thätig war. Die Initialen seines 
Namens findet man auf einem Blatte mit Christus am 
Kreuze, und Maria und Johannes, in Copie nach Martin Schön, kl. 
fol. Diese Copie ist vielleicht von Friedrich Wagner in Nürnberg, 
welcher unter den Cursiven F. W. eine Stelle findet. 
2586. Franz Wieschebring, Maler und Zeichner in Düsseldorf, 
F W findet unter dem Monnogramm FWB. eine Stelle. Die Buch- 
 ' staben F. W. kommen auf etlichen Holzschnittcu der Düssel- 
dorfer Monatsblätter, und auf solchen im Närrischen Complimentirbuch 
von W. Karlen 1847 vor. 
2587- Unbekannter Maler oder Zeichner, welcher um die Mitte 
F W Pinx des 18. Jahrhunderts zu Paris thätig war. Die Initialen 
   des Namens findet man auf dem von Gaillard gestochenen 
Bildnisse des Jean d'Orleans, Comte de Dunois, in Europa illustre. 
Paris 1755, gr. 8. Die Platte wurde- aber auch zur Histoire düingle- 
terre, Paris 1783. benützt. Der Maler F. W. hat den Herzog von 
Orleans nicht nach dem Leben gemalt. Er copirte wahrscheinlich nur 
ein gleichzeitiges Bildniss zum Stiche. 
2588. Unbekannter Formschneider, welcher um 1555 in Salzburg 
 gelebt haben könnte. Die gegebenen Buchstaben findet man 
- auf einer Vignette mit David und Bathseba, eingedruckt vor 
den Septem Psalmi Poenilentiales im Libellus Agendorum circa Sacra- 
menta. Benedictiones et Ceremonias  Sulisburgi 1557, 8. Der Form- 
schneider ist Eine Person mit dem Meister oC Wo N0. 825. 
2589- Franz Edmund Weirotter, Landschaftsmaler und Radirer, 
f" ist oben unter FEW. N0. 2064 eingeführt, und wir bemerken 
  daher hier nur, dass man die gegebenen Buchstaben auf klei- 
nen Landschaften und Marinen findet. H. 1 Z. 7 L. Br. 3 H. 11 L.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.