Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566368
2493. 
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noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt hatte. Die Blätter 
unsers Meisters gehören alle zu den grossen Seltenheiten , und daher 
findet man selbst in bedeutenden Sammlungen nur wenige Stiche. Bartsch 
beschreibt nur drei Blätter, und fügt auf seiner Table des monogrammes 
ein unserm ersten älhneludes Zeichen bei. Wir fügen den von Bartsch 
beschriebenen Blättern einige andere bei, deren sich in der k. Samm- 
lungzu München befinden. Im zweiten Bande des Peintre-graveur 
von J. D. Passavant kommen sie Seite 153 mit anderen ebenfalls vor, 
so dass wir uns kurz fassen müssen. 
i) [B. N0. i] Die Erweckung des Lazarus. Höhe 8 Z. 4 L. Breite 
7 Z. 8- 11 L.  
Das Exemplar der Praunischen Sammlung kam nach München, 
und ging zu 15 ii. 25 kr. weg.   
2) [B. N0. 2] Der Leichnam des Herrn am Fusse des Kreuzes mit 
Maria und Johannes. H. 5 Z. Br. 4 Z. 8 L.  
In R. Brulliotis Copies photographiques des plus rares grqvures 010.. 
aus dem photographischen Atelier von Anton Löcherer in München 
1854, fol., ist eine Nachbildung. Die äusserst seltenen Originalabdriicke 
haben ein pergamentartiges, aber feines Papier. In München und in 
Wien sind Exemplare. 
3) [B. N0. 3] Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem, linken 
Arme stehend, und einen Apfel in der rechten Hand haltend. Höhe 
7Z.8L. Br.5Z.2L. 
4) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde im reichen, über die Füsse 
herabfallenden Mantel, wie sie eine Rose in der rechten Hand hält. 
  
In Ottley's Collection of Facsimiles etc. London 1826. ist eine Copie 
dieser Vorstellung. Das Original befindet sich im brittischen Museum 
und ist bisher einzig bekannt. Passavaut, l. c. N0. 6, vermuthet, dass 
die Platte unvollendet geblieben sei, da der Boden nicht angedeutet 
ist, und die Figur daher in der Luft zu schweben scheint. 
5) Die heil. Jungfrau im faltenreichen Mantel mit dem Kinde in 
den Armen im Zimmer sitzend. Durch das Fenster des Gemaches 
sieht man auf eine Landschaft, und die Ecken sind oben abgerundet. 
H.4Z. Br.2Z.9L. 
Dieses Blatt beschreibt Passavant N0. 5, und gibt München als 
Standort an. Im Ottlefschen Auktiouskataloge ist ebenfalls ein Blatt 
der Madonna mit dem Kinde im Zimmer angegeben. Es ging zu 5 .6. 
5 Sh. weg. 
6) Die heil. Familie im Zimmer. Maria sitzt links, und das vor 
ihr sitzende Kind spielt mit dem Mantel. Joseph schlägt rechts vor 
der Thüre Nägel in den Balken. P. N0. 4. H. 6 Z. 10 L. Br. 5Z. 6L. 
Exemplare sind in München, Dresden und Paris.  
7) Die Ehebrecherin vor Christus. Letzterer steht links neben 
St. Petrus, und das Weib hegt auf den Knieen. Vier Männer sind 
bereits mit Steinen versehen. P. N0. 7. H. 7 Z. 2 L. Br. 6 Z. 4 L. 
Im Cabinet zu München ist ein Abdruck, einen zweiten sah selbst 
Passavant nicht.  
8) Die Enthauptung des heil. Jakobus. Er kniet mit verbundenen 
Augen nach rechts gewandt, wo der Henker das Schwert erhebt. Bartsch 
        
Exemplare sind in München, Berlin und m der Meyefschen 
Sammlung. In dem N0. 2 erwähnten Werke von R. Brulliot 1st eine 
photographische Nachbildung. 
Monogrammisten Bd II. 57
        

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