Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566238
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2479  2481. 
Robert-Dumesnil, P. gr. fr. III. p. 19, beschreibt diese Blätter 
ebenfalls, wir haben aber hinsichtlich des ersten mit St. Sebastian eine 
nähere Angabe machen müssen. Der genannte Schriftsteller gibt ein 
anderes Mass an. Er bestimmt 10 Z. i L. Höhe und 6 Z. 3 L. Breite, 
wir glauben aber nicht, dass eine Wiederholung dieses Gegenstandes 
vorhanden ist. Uns- lag das Exemplar im kgl. Kupferstich-Cabinet zu 
München vor. 
2479. Sebastian Furck, auch Fnlcarus genannt, Zeichner und 
37 Kupferstecher, wurde 1589 zu Goslar geboren, und liess 
A ALg-{fulf sich 1612 in Frankfurt a. M. nieder, wo er zahlreiche 
.817 Ehfjßh Werke hinterliess. Er zeichnete eine Menge Portraite 
mit dem Stifte auf Pergament, welche der Costünie und der sinnreichen 
Beiwerke wegen von grossem Interesse sind. Dann stach Furck auch 
viele Bildnisse in Kupfer, auf welchen die gegebenen Zeichen vor- 
kommen. Der Künstler hielt aber das Monogramm nicht stereotyp fest. 
Es kommen auch Bildnisse, Titelblätter, historische Compositionen und 
Prospekte vor, auf welchen das Monogramm in der Art gebildet ist, 
dass wir es nach unserm Systeme unter SF bringen müssen. Eine 
Reihe von Bildnissen enthält der sechste Band der Bibliolheca Chalco- 
graphica, welche zu den bessten Blättern des Künstlers gehören. Das 
erste Zeichen findet man auf einem Kupferstiche mit dem jüngsten 
Gerichte nach Michel Angelo, oder vielmehr in Copie nach einem äl- 
teren Stiche desselben, kl. fol. Ein Curiosum ist der runde Prospekt 
von Frankfurt mit der Taufe Christi im Mainstroine, während das 
Mainzer Marktschiif vorbeigeht, und Kanonen gelöst werden. Zeuge 
der_ 'I'a.ufhandlung ist der Capellmeister Jeep, welcher den in der Ein- 
fassung vorkommenden Schrifttext: Diess ist mein lieber Sohn. an welchem 
ich Wohlgefallen habe, in Musik gesetzt hat. Ein zweiter Prospekt von 
Frankfurt ist von der Sachsenhauser Seite her aufgenommen, und wie 
der andere sehr, sauber gestochen. S: Furck erreichte ein Alter von 
77 Jahren. 
Briilliot I. N0. 2067 versichert, dass ein ähnliches Zeichen mit 
der Jahrzahl 1664 auch auf Copien nach Blättern von Nicolaus Berg- 
hem vorkomme. Die Form desselben bestimmt er nicht genau. 
2480- Felix Scharer soll.nach einem uns zu Gebot stehenden 
handschriftlichen Verzeichnisse von Moiiogrammen der Träger 
dieses Zeichens heissen. Ein Maler oder Kupferstecher dieses 
Namens ist nicht bekannt, wir wollen aber das Monogramm zur 
weiteren Recherche bekannt machen.  
2481. Franz Seitz, Zeichnerund Maler, geb. zu München 1818, 
 gehört zu den geistreichen Künstlern seines Faches. Zög- 
ää ling der Akademie der genannten Stadt, stand er anfangs 
l unter Leitung des Professors Schlotthauer, verliess aber 
bald die seinem Naturell nicht zusageiide Richtung desselben, und 
folgte einzig seinem Talente. Ihn ergötzte das frohiiche Spiel der 
Arabeske, wie es etwas früher Engen Neurenther betrieben hatte. Auch 
"humoristische Scenen liebte er, welche aber gewöhnlich in Zeichnungen 
und Aquarellen verblieben. Im Künstler-Lexicon KVI. S._225 haben 
wir lithograpliirte Blätter verzeichnet, grössteiitheils Qriginal-Compo- 
sitionen. Im Jahre 1848 ff. sprach sich seine Laune in einer bei Roller 
in München erschienenen humoristischen Zeitschrift unter dem '_l'itel 
der Leuchtkugeln aus, welche aber 185i erloschen. Auf Holzschnitten 
nach seinen Zeichnungen kommen die obigen Monogramme vor. Seit; 
etlichen Jahren bekleidet Seitz die Stelle eines Costumiers am k. Hof- 
theater in München. 
        

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