Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566067
2404. 
867 
2494. Jean Hanoi-ö Fragonard, Historien- und Genremaler, geb. 
zu Grasse in der Provence 1732, war in Paris Schüler von 
ÄZVÜ F. Boucher, und verweilte fünf Jahre in Italien, um die 
f, o) Werke von Rathel und Michel Angele zu studiren, von welchen 
f?  ihmaberuichts blieb. MitmehrGlückabmte erdenvenetianischexi 
Meistern nach, was sich sowohl in seiner Zeichnung, als im Colorite 
kund gibt. Anfangs malte Fragonard grosse historische Bilder, seinen 
Ruf gründete er aber später in einer Richtung, welche den Vorwurf 
der Frivolität nicht ganz zurückweisen kann. Er malte viele kleine 
erotische, und andere graziöse Bilder, welche einen ausserordentlichen 
Beifall fanden, und theils noch finden. Fragonard besass in jeder 
Hinsicht ein eminentes Talent, welches er aber zur Dienerin der 
Sinnlichkeit machte. Mitten in seinem Glanze überraschte ihn 1793 
die Revolution, und seiner Anbeter beraubt, gelangte er zuletzt in 
dürftige Umstände, von welchen ihn 1806 der Tod befreite. 
I-Ionore Fragonard radirte auch mehrere Blätter, welche zu den 
geistreichsten Arbeiten ihrer Art gezählt werden können. Prosper de 
Baudicour beschreibt im Peintre-graveur frangais continue I. p. 159 ff. 
24 Blätter, welche meistens mit der Abbrevintur des Namens bezeichnet 
sind. Brulliot II. N0. 868 behauptet, dass die Cursiven fr. auf Blättern 
nach Gio. Battista 'l"iepolo vorkommen, Mr. de Baudicour kennt aber keines 
derselben. Das Verzeichuiss dieses Schriftstellers dürfte daher nicht 
vollständig seyn. Er beschreibt aber ebenfalls zwei Blätter nach Ticpolo, 
welche zu einer Folge gehören, da. auf dem einen die N0. 6 v0rk0mmt_ 
Nach eigener Zeichnung. 
1)  N0. 5] Zwei Frauen auf dem Pferde nach rechts, wo eine 
dritte Frau auf das mit Gesträucheil bewachsene Ufer des Flusses steigt. 
Rechts unten: Frago. H. 88 millim. mit 4 m. Rand, Br. 130 millim. 
2) [P. B. N0. 6] Ein Bacchanal mit zwei knieenden Satyrn, welche 
ein nacktes Mädchen über ihre Arme springen lassen. Nach Art eines 
ovalen Basreliefs auf einem mit Plianzen verzierten Grunde. In der 
Mitte unten: frage. H. 134 millim. Br. 200 millim.  
3) [P. B. N0. 7] Bacchanal mit einem Satyr, welcher ein junges 
Weib auf dem Rücken trägt, und sich auf den vor ihm gehenden Mann 
stützt. Oval mit Blätterwerk, in der Mitte unten: frago. In der Grösse 
des obigen Blattes. 
4) [P. B. N0. 8] Baccbanal mit einem nieder gekauerten Satyr, 
welcher einem anderen ein kleines nacktes Mädchen darbietet. Dieser 
zweite Satyr hält ein nacktes Weib auf dem Knie. Nach Art eines 
viereckigen Basreliefs auf blätterigem Grunde. Links unten: FRAGO. 
H. 134 millim. Br. 203 millim. 
5) [P. B. N0. 9] Bacchanal mit einem jungen tanzenden Weibe in 
Begleitung eines Satyrs, welcher ebenfalls 1m Tanzschritt zwei kleine 
Kinder in den Armen trägt. Nach Art eines Basreliefs, wie das obige 
Blatt. Links unten in der Ecke: Frage. H. 136 millim. Br. 202 millim. 
Nach verschiedenen Meistern. 
6) [P. B. N0. H] Die Beschneidung Christi, nach Tintoretto. Links 
unten an einer Stufe: frage. H. 86 millim. ohne Rand, Br. 129 millim. 
7) [P. B. N0. 12] Die Jünger in Emaus. Rechts oben an der Mauer: 
Sebdst. Rxizzi, Eglise du Corpus Domini ä Venize. frago so. H. 93 millim. 
mit 3 m. Rand, Br. 138 millim. 
8) [P. B. N0. 13] Zwei Propheten. Rechts unten: frago 1734 frävrier, 
links; annibal Carache coupole de la Cathedrale de Plaisance. H. 91 mill, 
mit 4 m. Rand, Br. 130 millim. 
55'?
        

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