Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1566034
864 
2387 
2389. 
seiner Blätter aufgezählt. Die gegebenen Zeichen, und auch die Cur- 
siven FR, findet man auf Blättern nach Zeichnungen von Francesco 
Parmegianino, und anderen italienischen Meistern. Das Werk des Par- 
megianino haben wir aberunter F. P. N0. 2333 bereits erwähnt. Auch 
in folgendem Werke kommen einige Blätter mit dem Zeichen vor: Di- 
segni originali de" Raffuello per la prima volla publicata etc. (da Abb. Ce- 
lolti). Mit 30 Facsimiles von Rosaspina und Scotto. Venezia 1829. fol. 
Das Monogramm und die Initialen kommen nur auf kleineren Blättern 
vor, seine grösseren Stiche sind mit dem Namen bezeichnet. 
2387- Friedrich l-lehberg, Historienmaler, geb. zu Hannover 1758, 
 gest. zu München 1835. Schüler von Oeser in Leipzig, 
 und dann von R. Mengs in Rom, fallen seine Anfange in 
eine Zeit, in welcher letzterer als Stern erster Grösse bewundert wurde. 
Rehberg kam aber auch mit dem berühmten David in Berührung, und 
als dieser Meister das bekannte Gemälde mit den Horatiern auf der 
Staffelei hatte , beschloss unser Künstler als Gegenstück den Tod der 
Kinder der Niobe zu malen. David wollte durch sein Werk Zittern 
erregen, und Rehberg zu Thränen bewegen. Das grosse Bild der 
Niobe wurde zu allen Ausstellungen geschleppt, und kam zuletzt un- 
beweint in München an , wo es mit einem anderen grossen Gemälde, 
welches Aeneas und Dido in der Unterwelt vorstellt, das Loos der 
Vergessenheit theilte. Nur die Gläubiger, welche zu Gunsten der 
Erbin des Rehbergschen Nachlasses klingenden Vorschuss leisteten, 
erinnern sich noch gegenwärtig an diese Werke. Rehberg malte aber 
auch noch mehrere andere historische Bilder, und auch Portraite, 
welche ehedem bewundert wurden. Seine glänzendste Zeit verlebte er 
in London, bis er 1819 wieder nach Rom übersiedelte, wo er das gross- 
artige Streben jener Meister, welche jetzt als die Regeneratoreu der 
neueren deutschen Kunst gepriesen werden, nicht mehr begriff. Reh- 
berg verlebte daher die letzteren Jahre seines Lebens in München fast 
in Armuth und ohne Anerkennung. Seine Zeichnungen, seine grossen 
Gemälde und das jetzt ziemlich unbrauchbare Werk über Rafael mit 
lithographirten Abbildungen von 1824, welches den Rest seines Ver- 
mögens verzehrte, waren seine Heiligthümer, für welche er allein noch 
schwärmte. Im Künstler-Lexicon haben wir ausführlicher über ihn 
gehandelt. 
Die obigen Zeichen, und dann die Cursiven F. R. findet man auf 
hübschen Radirungen, welche Costümfiguren und Scenen aus dem ita- 
lienischen Volksleben enthalten. Sie bilden eine Folge von 6 Blättern 
unter dem Titel: Figure prese dal vero ed incise da Frederico Rehberg 
1793. 4.  
2333- Eine Marggräün von Baden-Durlach soll nach Brulliot I. 
N0. 1832 Blätter nach Rembrandt oder G. F. Schmidt radirt 
 haben. Wir finden aber aus dem Geschlechts-Register der 
Marggrafen keine Prinzessin-Gemahlin heraus, auf welche das 
176a Monogramm passt. Auf einem Blatte der kgl. Kupferstich- 
Sammlung ist der Beisatz: graue d Peauforte d. Odrmburg le 10 fevr. 1760. 
2389. Franz Lorenz Joseph llektorzik, k. k. Expeditions-Direktor 
bei dem Landesgubernium in Brünn, geb. den 2b. August 
ß 1793, verdient als Landschaftsmaler und Radireneiner 
höchst ehrenvollen Erwähnung, da er als Dilettant Vorzügliches leistete. 
Er malte Landschaften mit Thieren und Figuren, und gleichen Inhalts 
sind auch seine radirten Blätter, in welchen er Branduind Molitor 
zum Vorbilde nahm. Sie kommen in Aetzdrücken, und 1I1 mehr oder
        

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