Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565931
aiters und der spateren mit, besonders Schlachten und andere militär- 
ische Auftritte. Auch Darstellungen aus dem Leben des Volkes in 
Oel und Aquarell findet man von ihm. Auf Zeichnungen kommen die 
Initialen des Namens vor. Die gegebenen Buchstaben findet man auf 
Holzschnitten in der illustrirten Ausgabe des Romans von Alex Dumas: 
Le Vicomte de Bragelonne. Als Formschneider nennt sich Trichon. Der 
Monogrammist AP, welcher ebenfalls Bilder schnitt, ist A. Pontenier. 
2345. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher im 
FP 17. Jahrhundert gelebt zu haben scheint. Nach Brulliot, 
 App. II. N0. 101, findet man diese Initialen auf kleinen 
 Holzschnitten, welche die Qualen der Verdammten in schreck- 
licher Weise vorstellen. Einige Blätter sind mit FP oder FPJ. andere 
mit R L bezeichnet, und zieren ein Andachtsbuch in italienischer Sprache. 
Brulliot hatte auch erfahren , dass auf der Rückseite im Texte genaue 
Copien des Holbeimschen Todtentanzes eingedruckt seien, und man 
wollte wissen, dass diese Illustrationen höllischer Qualen in folgendes 
Buch gehören: Discorsi morali comtra il dispiacer della morte etc. In 
Venetia app. Dom. Fabri 1596, 4. Wir kennen diese nur wenige Bogen 
haltende Schrift, in derselben sind aber die Leidensscenen in Kupfer 
gestochen, kl. 4. Auf der Rückseite kommen keine Todtent-anzbilder 
vor. Eine deutsche Ausgabe hat Holzschnitte in der Grösse der Kupfer- 
stiche. Letztere scheinen die Vorbilder zu den kleinen italienischen 
Holzschnitten gewesen zu seyn.  
2347. Francesco de Providonis heisst ein Maler oder Zeichner, 
4- s  welcher zu Anfang des 18. Jahrhunderts in Assisi ge- 
F  P  I7L- lebt haben dürfte. Er zeichnete die landschaftlichen 
und architektonischen Ansichten, welche für das Werk des Francesco 
Maria Angeli de Rivotorto gestochen wurden: Collis Paradisi Amoenitas. 
seu S. Conventus Assisiensis Historiae Libri V1. Montefalisco 1704, fol. 
Auf den Blättern kommt der vollständige und der abgekürzte Name 
des Künstlers vor. Die obige Bezeichnung steht auf dem ersten Blatts 
mit dem Titel: Collis Inferni. 
Bartsch, P. gr. XIX. 11.196, erwähnt eines Malers Francesco Pro- 
vidoni, welcher nach Guercino Loth mit den Töchtern radirt hat. Dieses 
Blatt hat aber die Jahrzahl 1651 , und somit muss F. de Providonis 
ein jüngerer Künstler seyn, wenn nicht allenfalls das erwähnte Geschichts- 
werk auch in einer früheren Ausgabe vorhanden ist. 
2348. Ferdinand Piloty, Maler von München, der Sohn des be-  
rühmten Lithographen dieses Namens, und 
F Pfß) Bruder des Professors und Historienmalers 
  JZ. Carl Piloty (geb. 1826), ist durch mehrere 
schöne Werke bekannt, welche theils dem Gebiete der Geschichte, 
theils dem Genre angehören. Die grösseren Initialen ündet man auf 
einem landschaftlichen Gemälde, welches 1855 auf dem Kunstverein in 
München zu sehen war. Von links her kommen Landleute mit einer 
grossen Fuhr von Heu, und rechts nähert sich die Bäuerin dem Fenster 
der ansehnlichen Jvohuung, um das Kind zu belauschen. Dieses Bild 
ist sehr fein in der Farbe. Unten stehen die Initialen FP. Auf Ge- 
mälden in Aquarell, und auf Stiftzeichuungen auf Naturpapier kommen 
zuweilen die Cursivbuchstaben FP. vor. 
2349. Unbekannter Goldschmied, welcher in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts in Nürnberg thätig war. Durch ge- 
T' T fällige Mittheilung des Hrn. J. A. Börner_ wissen wir von 
13K einem in Kupfer gestochenen Blättchen mit den gegebenen
        

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