Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565907
2338 
2342. 
851 
2338. Unbekannter Formschneider oder Kupferstecher, welcher 
F P 1640 in Holland gelebt zu haben scheint. Die Buchstaben F. P. 
' ' findet man auf einem Blatte in Helldunkel, welches nach der 
Zeichnung des Abraham Bloemaert Figurenstudien enthält, gr. qu. 8. 
Es dgehört wahrscläeinlichvsirn {las Zeichenbuch dässelbgäi, cäderl vxelmähr 
in ie alte C0 ie ieses er es. Es wurden ra irte up erp atten e- 
nutzt, und umpdie Clair-obscur zu bewerkstelligen, bediente man sich 
einer oder mehrerer Holzplatten zum Ueberdrucke. 
2339- Francesco Patanazzi, Majolica-Maler von Urbino, und viel- 
F P leicht auch Modelleur, gründete in Urbino eine Manufaktur, aus 
 welcher viele bemalte Gefässe zum häuslichen Gebrauche, und 
auch solche zur Zierde der Salons hervorgingen. Man findet noch 
Werke dieser Art in Antiquitäten-Sammlungen, viele aber hsind zu 
Grunde gegangen. Auf einem Gefässe in der Sammlung Delsette steht: 
Urbini ex Figlina Francisci Patanatii 1608. Auf einem anderen kommen 
nur die Buchstaben FP. mit der Jahrzahl 1617 vor. 
In den Kirchen zu Urbino sind Gemälde von einem Patanazzi, 
deren Lanzi erwähnt. Vielleicht handelt es sich um einen und den- 
selben Künstler. 
2340. Franz Pilsen, Maler und Kupferstecher von Gent, war 
F P Schüler von Robert van Audenaerde, und hinterliess eine ziem- 
'  liche Anzahl von Blättern nach Rubens, Caspar de Crayer, 
R. van Audenaerde, A. Sacchi u. A. Auch radirte und gestochene 
Blätter nach eigenen Zeichnungen kommen vor, besonders Bildnisse. 
Eines seiner Ilauptwerke ist die Marter des hl.Blasius nach Caspar de 
Crayefs Gemälde in der Dominikaner-Kirche zu Gent, fol. An dieses 
Blatt schliesst sich jenes mit der Bekehrung des hl. Bavo, nach dem 
Bilde des P. P. Rubens in der Kirche dieses Heiligen zu Gent. Von 
gleichem Werthe ist die Stigmatisation des hl. Franz von Assisi, welche 
Rubens für die Kirche der Franziskaner in Gent gemalt hatte. Unter 
seinen Bildnissen erwähnen wir zur Ergänzung des Artikels im Künstler- 
Lexicon jene des Bischofs Johann Bapt. de Smet, des französischen 
Marschalls Jacques Marquis de Castelnau, des Antonio Merenda, des 
Goswin Grafen von Wynants (1743), des Johannes van der Stricht, des 
Bischofs Guillaume Delvaux von Ypern, des Kanzlers Schockaert und 
des Abtes Joh. Bapt. Lud. de Castillon. Pilsen malte diese Bildnisse 
nach dem Leben. Auf dem Blatte mit jenem des Castillon steht: 
F. Pilsen ad vivum pinxit et sculp. 1739. Nach Brulliot II. N0. 853 
findet man die Initialen seines Namens auf Blättern nach Rubens, de 
Crayer und anderen vlämischen Meistern. Auf den erwähnten Blättern 
steht der Name. Nach der Angabe früherer Schriftsteller wurde Pilsen 
1676 in Gent geboren, Immerzeel nimmt aber 1700 als das Geburtsjahr 
des Künstlers. Letzterer wäre demnach beim Tode des R. van Aude- 
naerde (Oudenaerde) 17 Jahre alt gewesen. Immerzeel lässt ihn 1786 
zu Gent sterben, nach anderen soll seine Thätigkeit nach 1734 auf- 
hören. -Es scheint fastl, dass Immerzeel von einem jüngeren Künstler 
dieses Namens Kunde atte. 
2341. Unbekannter Knpferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
F P des 17. Jahrhunderts in Frankreich thätig war. Die Initialen 
' ' seines Namens stehen auf einem Blatte mit dem Bildnisse des 
D. Carlo della Gatta, 4. Es ist in der Weise des Peter Aubry gestochen. 
2342- Prancois Pugot, Portraitmaler von Paris, dürfte durch diese 
F  Initialen seinen Namen angedeutet haben. Der Träger 
' P' Pmx" derselben malte Bildnisse zum Sticheufglür das Werk:
        

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