Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565881
2335 
2336. 
849 
Franciscus Perrier pinmit et Swlp. , rechts: Cum privilegio Regis. Das 
Blatt des G. B. Sole ist 5 Z. 10 L. hoch mit 1 Z. Rand, und 7 Z. 
8 L. "breit, jenes von Perrier 6 Z. hoch mit 9 L.Rand, und 8 Z. breit. 
Im zweiten Drucke steht die Adresse des PJMariette darauf. Robert- 
DumesniLVI. p. 159 N0. 2 Die Buchstaben FP findet man auch auf 
einem Blatte, welches im Rniide die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf 
dem Schoosse, und links Joseph mit dem Stabe vorstellt. In der Be- 
handlnng stimmt dieses Blättchen mit dem erwähnten, es ist daher 
weder von Parmmano, noch von Palma jun. die Rede, wie man auch 
geglaubt hat. I weiten Drucke hat es die Adresse des P. Mariette 
mit der Jabrzahl 1668. Auffallend ist die Bezeichnung F. P. auf einem 
Studienblatte in Helldunkel, welches Robert-Diimesiiil nicht keimt. Es 
stellt den Apollo, Köpfe, Beine 8m. vor, qn. 4. Die Arbeit spricht für 
F. Perrier, es könnte aber doch eine Zeichnung von F. Parmeggiano 
zu Grunde liegen. Ein anderes seltenes Blatt in Camaieu gibt den 
farnesischen Herkiiles in Abbildung 1638.  N0. 37, gr. 8. Das 
Hauptblatt in Helldunkel stellt die allegorische Figur der Zeit vor, 
wie sie dein Amor die Flügel beschneidet.  N0. 11. fol. 
2335- UiibeläangiterlKigifei-stecher, welcher in Italien gelebt haben 
ür te. n .G. Börner's IV. Verzeichnisse von Kn fer- 
F' P' 1532 stichen dzc. Leipzig 1860 N0. 2409 ist ein Blatt tgige- 
geben, welches die auf dem Bette ruhende nackte Venus in einer 
Säulenhalle vorstellt. Dabei sind zwei Liebesgötter, und in der linken 
untern Ecke steht das Wort Paris. Nach Börner's Angabe ist dieses 
Blatt vortrefflich gestochen, und es wird daher auf 8 Thlr. gewerthct. 
Den Meister zählt der genannte Kiinsthäiidler zu den Unbekannten, 
und daher wird von Francesco Parmigianino keine Rede seyn. Wenigstens 
ist das Blatt nicht von ihm gestochen; eine Zeichnung oder ein Ge- 
mälde desselben könnte aber zu Grunde liegen. 
2336- Franz Graf von Pocci, königlich bayerischer Kämmerer und 
Q Hofmusik-Intendant in München, geb. daselbst 
 S 1x94,  1807, ist einer der beliebtesten Dichter in 
1854 ä ÄältpSiiiiiidgeiliiieiilgiiilääkill tiiicifälliiilä 
 geistreichen und eigenthümlichen Leistungen 
i? g dieses edlen Grafen haben wir 1111118 im Käinstler- 
  exicon XI. S. 429 ausgesproc en, un es ist 
auch ein Theil seiner Werke angegeben. Seine Schriften sind zahlreich, 
und fast immer mit Holzschnitten nach seinen Zeichnungenwersehen, 
gewöhnlich in grösseren und kleineren Yignetten und Randbildern be- 
stehend. Graf Pocci radirte aber auch in Kupfer. Von ihm sind die 
radirten Randbilder in _L. Bechstein's_. fliegenden Blattern. München 
1839, 8, und in R. Schreibens: Sechs lllalirlem für Alt und Jung. Landshut 
1842, kl. 8. Ein einzelnes radirtes Blatt aus der früheren Zeit des 
Künstlers stellt ein ländliches , von einem grossen Baume überragtes 
Haus vor. Unten steht: Den Petersbrunner Badgästen 1835. Auf diesem 
Blättchen stehen die verkehrten Buchstaben F. P.. Höhe 3 Z. 4 L. 
Breite 2 Z. 3 L.     
Den im Künstler-Lexicon anfgezahlten Schritten des Grafen fügen 
wir in chronologischer Ordnung folgende bei: Rosengartleiii. "Katho- 
lisches Gebetbuch für Kinder. Landshut 1841 kl. s, in franzosischer 
Uebersetzung von 1842; Geschichten und Lieder mit Bildern, als Fort- 
setzung des Festkalenders von F. Pocci u._ A. Munchen 1841  1842, 
gr. 8; das Mährlein von Hubertus und seinem Horn. Landshut 1842, 
kl. 8; Alte und neue Soldatenlieder, mit Bildern und Singweiseii von 
Monogrammisten Bd. II. 54
        

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