Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565807
2327 
2328. 
'841 
reliefs, welche Perrier in Rom selbst gezeichnet hatte. Diese Sculpturen 
sind auf 100 Blättern abgebildet, und sie erschienen unter folgendem 
Titel: Statuac antiquae centum. Roma 1638. fol.  N0. 41-141. 
Die Basreliefs bilden eine andere Abtheilnng: Icones et Segmenta illu- 
strium e Marmore Tabularum quae Romae adhue extant a F. Pcrricr de- 
lineala incisa et in antiquam Formam lapideis exemplaribus passim col- 
lapsis restituta eta, 56 Blätter, qu. fol. R-D. N0. 142-195. Zuweilen 
fügte der Künstler dem aus FP bestehenden Monogramine auch noch 
den Buchstaben B bei, wie unten zu ersehen ist. Dieses Zeichen er- 
klärt sich aus der Inschrift auf anderen Blättern: Franc. Pcrrier Bur- 
gundus etc. Dann kommen auch Blatter mit den Initialen F. P. vor, 
worüber wir N0. 2334 handeln. 
2327- Peter Jalhea Furnius, Zeichner iindlKupferstecher, war um 
1570  1580 in Antwerpen thätig, und hinterliess viele 
[E Blätter nach Martin Heeinskerk, J. Stradanus, M. de Vos, 
7572 P. Breughel, M. Cocxie n. A. Auch nach eigenen Com- 
positionen stach der Künstler in Kupfer, Malereien lassen 
EI sich aber von ihm nicht nachweisen. Der kleine Buch- 
, FE  stabe D in der Bauchung des P bedeutet daher Delirßitor. 
Ein grosses und schönes Blatt nach eigener Composition stellt den 
Leichnam des Herrn in den Armen der heiligen Mutter vor, mit der 
Schrift; Petrus Jal. Fumius inuentor, gr. fol. Auf einigen anderen 
Blättern fügte er dem Monogramme mit D die Sylbe inue. et F. bei. 
Weitere Stiche nach der Zeichnung des Furnius, theils mit dem Moiio- 
gramme ohne und mit D. stellen die Tugenden und Laster in grossen 
Figurengruppen vor, erklärt durch lateinische Verse im Rande, kl._fol. 
Der Künstler gefiel sich in solchen Allegorien. Wir nennen noch Jene 
auf die Keuschheit, Wachsamkeit und Freigebigkeit, kl. fol. Das ein- 
fache Monogramm mit demselben Buchstaben D. steht auch auf sechs 
schönen Blättern mit Allegorien auf die Geburt, das Leben und das 
Ende des Menschen: Joannes Stradanus lilander. invamor. H. Cork ex- 
cudebat 1570, kl. qu. fol. Das Monogramm mit der Jahrzahl 1572 
steht auf Stichen nach M. Heemskerk und M. de Vos. Dasselbe Zeichen 
trägt auch ein schönes Blatt mit der heil. Familie: Joanms lnfantem 
Infans Veneratur Jesum, Quid Mirum In Matris Latitans Quem Noverat 
Alvo, 4. Dasselbe Monogramm ohne D steht ferner auf einemBlatte 
mit einer Scene aus der Geschichte des Joseph und seiner Brüder in 
Aegypten: Quamque vehit Acgyptia in horrea ect., kl. fol. Das Gegen- 
stück stellt den Joseph als Traumdeuter vor, kl. fol. 
Dieser Künstler bediente sich auch eines Zeichens, in welchem 
ein kleines F in der Bauchung des P erscheint. Auf anderen Blättern 
stehen die Initialen PF. 
2328, P_ Fguehere soll nach Briilliot I. N0. 2037 in Paris litho- 
graphirte Bildnisse und Genrebilder mit diesem Monogramme be- 
P zeichnet haben. Der genannte Schriftsteller konnte 1832 über 
diesen P. Feuchere keine Auskunft geben, und wir sind 1860 in der- 
selben Lage. In den Jahrgängen des Almanach des Adresses von 1829 
an kommt kein Künstler dieses Namens vor. Im Jahre 1836 tritt aber 
ein Bildhauer Jean Jacques Feiichere auf. Er ist wohl jener J  Feuchere, 
welcher für folgendes Werk Ornamente ätzte: Orncmens dädiäs ä S. A. 
R_ 1a Priywggge Marie. Publiäs par Dcflorenne. Zwölf Hefte in 72 Blättern. 
Pari; 1837, gr. 4. Ein anderes Werk eines Feiichere ist betitelt: 
L' Ar: induslriel pur Lärm Feuchäre. Architccte Decoratear. Grace pa: 
Varm fraß Paris 134.2  gr. fol. Unser P, Feiichere könnte der 
Vater der erwähnten Künstler seyn, und lebte vielleicht nicht in Paris.
        

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