Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565796
840" 
2325 
2326. 
3) Vier Bettler, zwei derselben bucklicht,-und die beiden anderen 
in Krücken gehend. Rechts unten "das Monogramm, und in der Mitte 
     
Dieses sehr seltene Blatt bildet mit N0. l und 2 eine Folge. 
4) Ein auf der Erde sitzendes Kind mit einem Zweige in der. 
rechten Hand. Im landschaftlichen Grunde sind Bäume, und an einem 
derselben hängt ein Kind an den Füssen. Links unten das Zeichen. 
H.2Z.9L. Br.3Z.8L. 
Dieses und die folgenden Blätter unterscheiden sich von den obigen 
dadurch, dass man glauben könnte, es habe sich in einer längeren 
Zwischenzeit die zeichnende Hand etwas geändert. 
5) Ein Skelett mit der Sanduhr in der rechten Knochenhand, wie 
es ein sich sträubendes Kind nach dem geöffneten Grabe führt. Rechts 
unten am Steine ist das Monogramm. H. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 11 L. 
6) Das Innere eines Zimmers mit einem rechts auf dem Stuhle 
sitzenden Knaben, wie er den Rücken kehrend nach dem Kamine deutet, 
wo der Affe die Katze zwingt, die gebratenen Kastanien aus der Asche 
zu holen. Links im Hintergrunde ist ein Fenster, und auf der Stuhl- 
lehne bemerkt man das Monogramm. H. 7 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L. 
7) Der Schmied vor seinem Ambos arbeitend. Links im Mittel- 
grunde sitzt ein junges Mädchen, und kehrt den zwei stehenden Knaben 
den Rücken. Diese Gruppe befindet sich in einer Felsenhöhle, und 
die Mauer des Grundes besteht aus mehreren Bögen. Links unten am 
Steine ist das Zeichen. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 5 L. 
8) Ein grosser Hund mit eingezogenem Schwänze in einer Land- 
schaft stehend, und gegen links gerichtet. Mit dem Monogramme. 
   
2325. Erancesco Mazzola il Parmaglanino soll nach Brulliot I. 
No. 1945 durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. 
F1 Man findet es auf einem radirten Blatte, welches ein nach rechts 
gehendes Weib mit dem Kissen vorstellt. Dieselbe Oomposition 'hat 
auch G. Reni radirt, B. N0. 48. Im zweiten Drucke steht auf dem 
Blatte dieses Meisters links unten: Parmegianus F., es frägt sich aber, 
ob die Zeichnung von Parmegianino herrühre, da G. Reni denselben 
als Urheber nicht angibt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Copie 
nach G. Reni, welche im Jahre 1643 erschien. Auf dem fraglichen 
Blatte steht nämlich auch das Verlagszeichen, welches wir I. N0. 244 
gegeben haben. Vielleicht stammt das Blatt von dem vorhergehenden 
Meister her.  
2326- Francois Perrier, auch Paria genannt, Maler und Radirer, 
geb. zu Macon 1590, gest. zu Paris 1660. Der Sohn eines 
 burgundischen Goldschmiedes, hatte er von diesem kaum 
ie Elemente der Zeichenkunst erlernt, als es ihn hinaustrieb in die 
Welt. Als Führer eines Blinden kam er nach Rom, wo er anfänglich 
für einen Kunsthändler Zeichnungen lieferte, bis er an Cav. Lanfranco 
einen Lehrer in der Malerei fand. Perrier malte während seines zwei- 
maligen Aufenthaltes in Italien auch mehrere Bilder, und andere Ge- 
mälde von seiner Hand findet man in den Kirchen zu Lyon und in Paris. 
Sie haben weder in der Zeichnung noch im Oolorite Vorzüge, indem 
sich der Mangel an tüchtigen Studien kund gibt. Auch sind seine 
Ideen öfter mehr trivial als erhaben. Im weiteren Kreise ist er durch 
seine radirten Blätter bekannt, so wie durch einige Kupferstiche fremder 
Meister nach seinen Zeichnungen. Erstere beschreibt Robert-Dumesnil 
VI. p. 158 ff. Auf mehreren Blättern kommt irgend eines der gege- 
benen Zeichen vor, besonders auf jenen mit antiken Statuen und Bas-
        

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