Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565736
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2313. 
doch etliche Bilder mit den Initialen des Namens, sowohl aus seiner 
früheren, als aus seiner späteren Periode. Fast alle Zeichnungen und 
Gemälde dieses berühmten Meisters sind durch den Kupferstich und 
die Lithographie bekannt, und "daher wird in den Nachbildungen das 
Künstlerzeichen nicht fehlen. Das Täfelchen mit den Buchstaben F0 
und der Feder findet man auf einem von F. Ruscheweyh gestochenen 
Blatte, welches nach Overbeckls Zeichnung von 1815 ein spinnendes 
Weib. in ihrer Häuslichkeit vorstellt. Der Künstler wählte den Stoff 
aus den Sprüchen Salomons XXXI. 10. Im Rande steht: Wem ein 
tugendsames Weib bescheret ist etc. , kl. qu. fol. Ruscheweyh hat noch 
mehrere andere Blätter nach Overbeck gestochen. 
2313. Unbekannter Formsohneider, welcher um 1550 -1570 in 
F O F0 Strassburg thätig war. Er arbeitete nach Zeichnungen des 
'31 Meisters I). K. (David Kandel N0. 118i), D. R. (N0. 1339), 
FQIÜ Virgil Solis, Jost Aminan u. A. Einige Blätter mit seinem 
Zeichen sind bereits genannt, und daher werden wir nur auf die be- 
treffenden Artikel verweisen. Heller, Geschichte der F0rmschneide- 
kunst S. 142, behauptet, dass der Meister F0 auch für C. Gessneüs 
Naturgeschichte (Thierbuch) Blätter geliefert habe. Wir finden nur auf 
einem einzigen dessen Monogramm, auf jenem mit dem „Rhinocer Wall", 
welches wir unten nicht mehr aufzählen. 
1) Das Bildniss des Bürgermeisters und Rektors Jakob Sturm von 
Strassburg (T 1553). Vgl. D. K. N0. 118i  
2) Loth und seine 'l'öchter, nach D. K. l. c. 3. 
3) Das Opfer Abrahams, nach demselben Meister, l. c. 4. Die 
späteren Abdrücke kommen in der 1630 bei Kreps in Cöln erschienenen 
Holzschnittbibel vor.  
4) Die Söhne Jakobs im Begriffe, ihren Bruder Joseph in die 
Cisterne hinahzulassen, als die Ismaeliten den Kauf desselben be- 
schlossen. Links unten das Zeichen des V. Solis, rechts F0. H. 3 Z. 
Breite 4 Z. 4 L. Dieses Blatt bildet einen Bestandtheil der biblischen 
Figuren des Virgil Solis. Frankfurt a. M. MDLX. Mit einer Einfassung 
versehen kommt diese Vorstellung auch in Dr. Luther's Bibel von 156i, 
und in der Ditenbergeüschen Uebersetzung von 1564 vor. 
5) Die Brüder Joseph's vor Pharao auf dem Throne, nach Virgil 
Solis. Mit dem Monogramme. 
6) Die Israeliten mit der Bundeslade um die Stadt Jericho ziehend, 
welche auf den Schall der Posaunen zusammenstürzt. Nach V. Solis, 
mit F0. 
Die dem Verfasser des Peintre-graveur unbekannten Blätter N0. 5 
und 6 gehören in das Werk des V. Solis N0. 4. Im späteren Drucke 
kolmmen alle diese Holzschnitte in der oben N0. 3 genannten Cölnischen 
Bi e vor. 
7) Zwei "Vorstellungen aus der römischen Geschichte in lcones Li- 
vianae etc. etc. per Ph. Lonicerum. Imp. Francofurti ad Moenum per 
G. Corvinum  1573, 4.   
8) Drei Paare Fechter in einem Saale. Rechts nach unten F0. 
H.4Z.6L. Br.7Z. 
Dieses Blatt ündet man in Joachim Meyer's: Grüntlicher Beschreib- 
ung der freyen Ritterlichen und Adeliohen kumt des Fechtevia. Straßburg 
1570, kl. fol. Eine neue Ausgabe mit denselben Holzschnitten er- 
schien 1600 zu Augsburg bei Michael Manger, qu. 4. Die letzte Auf- 
lage: Ulm bei Matthäus Schultes, schreibt die Zeichnungen irrig dem 
Jost Amman zu.
        

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