Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565623
2273 
2275. 
823 
zu den bessten Arbeiten des Meisters. Die vollständige Ausgabe seiner 
prosaischen und poetischen Werke ist 1811 bei Mohr in Heidelberg 
in drei Bänden erschienen. Die meiste Anerkennung fand die Niobe, 
Genofeva, und besonders seine Situation aus Faust's Leben, Mannheim 
1776 und 17 78, 8. Seine Balladen erschienen 1776 ebenfalls in Mann- 
heim. Ein Jahr früher trat er mit der Schaafschur, einer pfälzischen 
Idylle, auf. Diese Schriften sind mit eigenhändig radirten Vignetten 
geziert, in welchen aber selten ein Monogramm vorkommt. Eine solche 
auf dem Titel zu Fausüs Leben, welche drei heftig streitende Juden 
vorstellt, ist mit dem Zeichen versehen. Die Zahl seiner übrigen ra- 
dirten Blätter ist sehr bedeutend, und die meisten gehören zu den 
geistreichsten malerischen Erzeugnissen dieser Art. Eine Folge von 
sechs Blättern mit Schweinen und ihren Hirten in sehr natürlichen 
Gruppen von 1768 gab dem bekannten Dichter und Maler Salomon 
Gessner 1787 die Veranlassung zu dem etwas voreiligen Aussprüche, 
Müller hätte mit seiner Sehweinsmalerei mehr Glück gemacht, als mit 
seinen historischen Carrikaturen. Der Schwein- und Teufelsmüller steht 
aber noch immer höher, als der idyllische Gessner. Auf den radirten 
Blättern des Künstlers kommt das Monogramm sehr selten vor. Brulliot 
I. No. 2007 gibt es von dem obigen abweichend, beschreibt aber das 
Blatt mit den drei halben Figuren von Juden in Müller's Faust. Höhe 
3 Z. 2 L. Breite 2 Z. 9 L. Ein paar andere Blätter sind mit den 
Initialen FM. bezeichnet. 
2273. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher in 
Basel gelebt haben dürfte. Er fertigte die Holzschnitte der neuen 
m Ausgabe des Werkes von Erasmus von Rotterdam: Moigmg Ev- 
xoytov. Sive Stultitiae Laus. Cum commentarüs Gar. Listrii  et figuris 
Jo. Holbenii. Basileae, Thurneisen 1780. Das Zeichen kommt auf dem 
Blatte vor, welches einen Narren mit dem offenen Krug in der Hand 
vorstellt. Gleichzeitig ist eine Ausgabe mit französischem Text. 
2274. Unbekannter Bildhauer, welcher im ersten Viertel des 
16. Jahrhunderts thätig war, und der Richtung des A. Dürer 
F angehört. Er fertigte für das Capitelhaus des ehemaligen 
St. Cuni ert-Stiftes in Cöln eine Folge von Darstellungen aus der 
"Leidensgeschichte des Herrn in erhobener Arbeit aus Stein. Nach 
Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 547, befanden sich bis 1832 
zwei Tafeln im Besitze eines Mitgliedes des Stiftes. Die eine stellt 
Christus am Oelberge, die andere das Abendmahl des Herrn vor, und 
beide sind mit FM bezeichnet.  
2275. rreaei-ie und Gilles Moral gehören zu den berühmten fran- 
zösischen Buchdruckern des 16. Jahrhunderts. Nach 
F M"  M Brulliot II. No. 838 findet man die kleinen Initialen 
auf schönen Holzschnitt-Vignetten in dem Buche: Les quatmins de 
Pibruo. Paris chez Fred. Moral, 4. Wir kennen dieses Werk nicht, 
Sondern nur die Ausgabe, welche 1573 bei van der Hagen in Amster- 
dam erschien 7 unter dem Titel: Qualrins. De la muntere civile de se 
ggmporger pour entrer an mariage avec wie demoisclle. Pur Gui du Four 
de Pibrac. Von demselben Verfasser ist auch ein auf die Bartholomäus- 
Nacht sich beziehendes Buch: Ornatissimi cujsdam viri ad Stanislaum 
Elvidium epistola. Lutetiae, FezLMorelhos 1578,  In demselben Jahre 
erschien zu Paris bei Fred. Morel eine franztisische Uebersetzung, 4. 
Brulliot will die Buchstaben F. M. auf, Frederic Morel beziehen, und 
scheint ihn daher zu den Formschneidern zu zahlem Dass aber die- 
selben Francois Morel bedeuten, geht aus dem Titel zu P. Ovidiii
        

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