Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565352
796 FHR -FI. Nr. 2178-2181. 
2178- Friedrich Herlein, der berühmte Maler, welcher wohl zuerst 
die Kunstweise des Jan v. Eyck nach Oberdentsehland 
3Q 88 brachte, und ihr von Schwaben aus in weiterem Kreise 
Eingang verschaffte, behauptet oben unter dem Mono- 
gramme FH N0. 2144 eine ausführliche Stelle, auf 
welche wir uns beziehen, da auch das Altarwerk bereits 
beschrieben ist, auf welchem das gegebene Monogramm 
vorkommt. Brulliot I. N0. 192111 bildet es nicht genau 
ab, oder wenigstens trat vor der Restauration des frag- 
 liehen Gemäldes dasselbe nicht so deutlich hervor. Der 
genannte Schriftsteller behauptet, dass dieses Zeichen auf biblischen 
Bildern und auf Portraiten vorkomme, wir wissen aber nur von einem 
einzigen Werke mit diesem Monogramme, nämlich dem grossen Familien- 
bilde des Malers Herlein im Chore der St. Georgenkirche in Nördlingen. 
Wir haben es des Zusammenhanges wegen unter dem Monogramme FII 
S. 782 ff. beschrieben, und daher gehen wir nicht mehr weiter darauf ein. 
Ein zweites Gemälde mit diesem Zeichen ist unsers Wissens noch nicht 
bekannt. Herlein dürfte aber auch andere Bilder auf solche Weise be- 
zeichnet haben, da er auf dem fraglichen Gemälde das Monogramm 
gleichsam zur Kenntniss für die Mit- und Nachwelt unter seinem Namen 
ibcifügte. Die Inschrift des grossen Familienbildes ist oben gegeben. 
2179- Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts in Wittenberg gelebt zu haben scheint. 
Es Heller, Monogn-Lexicon S. 131, ist der erste, welcher sagt, 
KM dass dieses Zeichen auf Holzschnitten vorkomme, nennt aber 
kein Blatt. Brulliot I. N0. 1505 beschreibt ein solches unter 
dem Monogramme WC, weiss aber keinen weiteren Bescheid zu geben. 
Der schöne Holzschnitt mit diesen, nicht neben einander stehenden 
Zeichen stellt den Traum des Nabnchodonosor vor. Links in einer 
Nische des Palastes sieht man den König im Bette liegen, und rechts 
steht eine kolossale Figur mit Scepter und Schild. Auf letzterem be- 
merkt man das Monogramm WO, und oben gegen links in der Luft 
ist das aus F HS" bestehende Zeichen eingeschnitten. H. 6 Z. Br. 4 Z. 2 L. 
Die Bedeutung der gegebenen Zeichen kennen wir nicht. Es ist 
daher nicht zu sagen, ob das _eine oder das andere dem Formschneider 
angehöre. Der Zeichner gehört aber der Schule des Lukas Cranach sen. 
an. Den Holzschnitt mit dem Traumbilde findet man in einem Einzel- 
drucke der Luther'schen Uebersetzung des Propheten Daniel. Witten- 
berg, Hans Lufft 1530. 4. Er ist in der Mitte des zweiten Capitels, 
und auf der Rückseite des letzten Blattes der Vorrede abgedruckt. 
Ferner wurde er benutzt zu: Die Propheten alle deudsch. D. Mart. Luth, 
Wittcnberg 1532. Die Gesanimtausgabe der deutschen Bibel des Doctor 
M. Luther mit Illustrationen von L. Cranach erschien 1534 zu Witten- 
berg in fol. 
2180- Franz Xaver Jungwirth, Kupferstecher, geb. zu München 
  1720, gest. 1790,_ist durch Bildnisse, und durch eine be- 
X, x _ deutende Anzahl von Andachtsblattern nach Zeichnungen 
von Piazetta, F. Trevisani, J. Aniigoni, G. Desmaree, J. Beich, P. Ve- 
ronese, P? Mattei, Oefele u. s. w. bekannt. Die Folge der zwölf Apostel 
mit dem'Heilande und der heil. Jungfrau nach Piazetta kann man zu 
seinen bessten Arbeiten zahlen, kl. fol. Auf einigen Blättern kommen 
die gegebenen Monogramme vor.  
2181. John Franklin, Zeichner und Maler in London, ist im ersten 
 'Bande N0. 1208 mit einem complicirten Namenszeichen einge- 
T1 ä führt, und unter Bezugnahme auf jenen Artikel bemerken wir
        

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