Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565346
FHP. 
2175 
2177. 
795 
Boote neben der Brücke sieht man ebenfalls Bauern, wie sie nach 
einer aufgehängten Ente haschen. Unten links steht der Name oder 
das Monogramm mit der Jahrzahl 164-1. In dem 1857 verfassten Ca- 
taloge der Gemälde des Bankier M. Wolff in Berlin ist ebenfalls ein 
Dorf am Ufer des Flusses angegeben, mit dem Zeichen und der Jahr- 
zahl 1 67 0. Es handelt sich wahrscheinlich um das Bild aus der Will- 
mamüschen Sammlung in Frankfurt, dessen wir ohne Zeitangabe im 
Künstler-Lexicon VIII. S. 249 erwähnt haben. Es stellt ein Dorf am 
Oanale mit vielen Schiffen und Figuren vor. 
2175- Unbekannter Maler, dessen Zeichen Brulliot I. N0. 1920 
w beibringt. Er beruft sich auf Nicolafs Beschreibung von 
Berlin und Potsdam III. N0. 1023, wo von historischen Bildern 
die Rede ist. Es fehlen alle Anhaltspunkte über die Zeit der Ent- 
stehung dieser Gemälde, und somit wagen vyir keine Deutung. 
2176. Franz Pforr, Zeichner und Maler, geb. zu Frankfurt a. M- 
 1788, gest. zu Rom 1812. Sohn des berühmten Thiermalers 
a Joh. Georg Pforr, begann er seine historischen Studien unter 
Tischbein in Cassel, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung 
nach Wien, wo er von 1806-1810 den akademischen Zunftzwang der 
damals gefeierten Maler Füger und Caucig ertragen musste. Gleiches 
Loos theilten auch Overbeck und andere gleichgesinnte Freunde, deren 
Namen die Geschichte der neueren deutschen Kunst in die erste Reihe 
setzte. Pforr stand mit P. v. Oornelius, F. Overbeck, P. Veit u. A. im 
innigsten Verbande, doch schon 1812 wurde er eine Beute des Todes. 
Seine Gemälde sind daher ausserst selten, nur Zeichnungen haben sich 
erhalten, aus welchen man mit Sicherheit schliessen kann, dass Pforr 
bei längerem Leben den Kreis der Regeneratoren der neueren deutschen 
Kunst erweitert hätte. Sie bestehen in Compositionen aus der heiligen 
Urkunde, aus Goethels Götz von Berlichingen, aus dessen Faust, aus 
der Legende der heil. Genovefa. 8m. Der Frankfurter Kunstverein hat 
sich das Verdienst erworben, eine Anzahl dieser Zeichnungen durch 
die Radirnadel und den Grabstichel bekannt zu machen. Im Jahre 
1832 erschien das erste Heft in sechs Blättern unter dem Titel: Com- 
positioncn und Handzeichnungen aus dem Nachlasse von Franz Pforr, fol. 
Es enthält meist Scenen aus Goethe's Götz von Berlichingen. Auch 
das Blatt mit obigem Zeichen kommt darin vor, eine Composition nach 
dem zweiten Capitel des Briefes des heil. Paulus an Titus, Vers 3, 4 
und 5, worin der Apostel die alten Frauen ermahnt, die jungen zu 
lehren, dass sie ihre Männer und Kinder lieben, klug, häuslich und 
gehorsam seien dzc. Die Blatter dieses Heftes, so wie jene des zweiten, 
welches der erwähnte Kunstverein 1834 publicirte, sind von Franz 
Rnscheweyh. Das zweite Heft enthält vier radirte und lithographirte 
Blätter mit Seenen aus Götz und der Legende der heil. Genovefa, fol. 
Im Jahre 1835 kam als Beilage zu den beiden Heften eine weitere 
Scene aus der Legende hinzu, ebenfalls nach einer Zeichnung von 1810, 
qu. fol. Pforr bediente sich des llflonogramms auch auf früheren Zeich- 
nungen, zu den Hauptwerken gehören aber jene aus der Zeit seines 
römischen Aufenthaltes von 1810- 1812. 
2177. Franz Hermann Prange, Wardeilm  Würzbnrg von 1762 
F H P bis 1790, liess auf Stempeln die _In1t1a.len sexnes Namens 
   eingraviren. Vergl. F. G. K. Schhckeysen, Erklärung der 
Abkürzungen auf Münzen des Alterthums, des Mlttelalters und der 
neueren Zeit 8m. S. 108.
        

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