Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565296
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2157 
2159. 
vor, in dessen mittlerem Felde die Madonna vorgestellt ist. Oben ist 
das spanische und ein anderes Wappen angebracht, und von den vor- 
springenden Theilen hängen Lorbeerkränze herab. Die Buchstaben FII 
stehen gegen oben in einem abgesonderten Felde, GP unter der Ma- 
doäua, und ltieferhdig Jahrzahl iäßl. Um das Bild deiä hl. Jungfrau 
ge t ein styistisc ewegtes Ban mit der Schrift: G 0 -YEN- 
DE- IN  ECH-DEN. Die erwähnten Schriftsteller glauben, 
dass dieses Bllatt geliä Entwurf, cäder grie {Ausführung eines ausgezeich- 
neten spanisc en i ners vorste le. ac unserer Ansicht könnte der 
Zeichner oder Bildhauer durch die Buchstaben GP seinen Namen an- 
gedeutet haben, und unter F H vermuthen wir den Kupferstecher Franz 
Hnys, welcher um 1555-1570 mehrere "Blätter mit F. H. bezeichnete, 
uiädg aäclä än lFaclhe därSOEnagiäitiE thatig war. Das erwähnte Blatt 
1s   0c , un   reit. 
2157- francis lliggins, Ciseleur in London, ist durch treffliche 
F H Arbeiten bekannt, welche theils in Silber gegossen und ciselirt, 
 theils getrieben sind. Auf der Londoner Kunstausstellung 185i 
sah man verzierte Messerhefte, gravirte Klingen u. dergl. Im Art 
Journal {lesselhzän Jahres sind Proben in Holz geschnitten, und auf 
diesen B ättern ommen die Initialen FH vor. 
2158- Friedrich Hobach, Zeichner und Lithograph, geboren zu 
F H llrsheim in Bayern 180i), später Zeichnungsleliren in Altdorf, 
  hinterliess nach Brulliot II. N0. 824 lithogrziphirte Blätter 
nach Rafael , auf welchen die Initialen F H weiss auf schwarzem 
Grunde stehen.  
2159- Friedrich van Hulsen, auch Hulsius genannt, Zeichner 
 und Kupferstecher ist oben unter dem Monogramme 
FH" FH' femt" FH N0. 2140 eingeführt, und daher ist hinsichtlich 
der Zeitbestimmung nichts mehr hinzuzufngenc. Die Initialen des Namens 
ündet man auf verschiedenen Blättern mit Bildnissen von Fürsten und 
anderen hohen Personen in 8, 4 und fol. Der Künstler zeichnete aber 
nicht immer  II, er verband diese Buchstaben auch zum Monogranime, 
indem das F in I1 gestillt ist. F. Hdulsnils verlebte die grösste Zeit 
seines Lebens in Frank urt a. M. un da er kommen viele Blätter in 
den daselbst erschienenen Drucliwerken vor. Zunächst nennen wir 
jene in J. J. Boissardi e: aliorum, Romanae urbis topographia et anti- 
quitates, elegantissimis figuris. Francofurti 1627, fol. Die erste Ausgabe 
von 1597-1602 besorgte Th. de Bry, es lieferte aber auch für" diese 
F. Hulsius Ku fer deren mehrere mit F. H. u d de Mono ramme 
HF versehen psind. Bildnisse von der Hand dgs F. Iilulsius gsind in 
Boissard's: Bibliotheca Chalcographica   Neun Theile, Frankfurt 
und Heidelberg 1650- 1654, 4. Der erste Theil erschien 1569 mit 
Kupfern von Theodor de Bry, und Johann Theodor de -Bry setzte das 
Werk fort für welchen aber bereits F. Hulsius arbeitete. Dann stach 
Hulsius ailch dviele einzelne Blätter, darunter Bildnisse von Päpsten, 
Cardinälen un Fürsten welche mit FH. und theils auch mit dem 
Monogramme H F bezeichnet sind. , 
Friedrich Hulsius wird auch gewöhnlich mit dem viel älteren 
Franz Hnys aus Antwerpen verwechselt, oder vielmehr letztefler wird 
irrig Friedrich Hulsius genannt. Wir haben oben unter_F. H. o. 2149 
auf dieses Verhältniss aufmerksam emacht, sind aber mit anderen, von 
B 11' t II N 824 "ht Bigtt 'ht ganz im Rei D 
ru io  o. erwa. nen ä ern nic nen. as 
eine stellt den Moses mit den Gesetztafeln in der linken, das andere 
den Aaron mit denselben Gesetztafeln in der rechten Hand beide in 
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