Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565176
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2143 
2144. 
aber seiner hier nur im Vorbeigehen, da unsers Wissens nur ein ein- 
ziger Holzschnitt mit dem gegebenen Zeichen versehen ist, jener bei 
Bartsch VII. p. 453 N0. 4. Auf den übrigen Blättern ist das Mono- 
gramm so gebildet, dass wir es unter HFeinreihen müssen. Bei dieser 
Gelegenheit wird der sogenannte Hans Furtenbach weiter ins Verhör 
genommen. Der fragliche Holzschnitt kommt in Dr. Keiserspergm; 
Brösamlin. Strassburg, Johann Grüninger 1517, vor. Er stellt einen 
Mann vor, welcher den Löwen an der Kette nach links führt. Rechts 
in der Ferne schreibt Johannes der Evangelist, und unten ist das 
Zeichen, dessen Zusatz 1516 bedeutet. Das Buch enthält sechs Holz- 
schnitte. H. 3 Z. 7 L. Br. 5 Z. 3 L. 
Schliesslich bemerken wir nur noch, dass Hans Furtenbach kein 
Document für sich aufweisen könne. Wir halten den Monogranimisten 
für einen Zeichner, und vermuthen unter diesem den Maler Hans von 
Frankfurt, welcher 1516 bereits zu den älteren Strassburger Malern 
gehörte. Er könnte der Sohn des Jeronyinus Greif seyn, jenes Künstlers, 
welcher 1502 den Nachschnitt der Düreüschen Apokalypse verbreitet 
hatte. Greif nannte sich ebenfalls von Frankfurt, und solche Beinamen 
gingen in alter Zeit häufig auch auf den Sohn über. 
2143. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts thätig war. Er arbeitete für die erste Aus- 
qi gabe der bayerischen Landtafeln von Apian, welche von 1566 auf 
1567 zu Ingolstadt erschienen. Der Herausgeber sagt in einem Briefe 
an den Herzog von Bayern, dass er Künstler von Nürnberg, Augsburg 
und anderen Orten bcschaftiget habe, und somit lebte der Formschiieider 
H F wohl nicht in Ingolstadt. Wir kennen auch nur ein einziges Blatt 
mit dem gegebenen Monogramme, welches in Hofmeistefs: Postilla 
Evangelien. Ingostadii 1576. fol., vorkommt. Es stellt die Johannes- 
Jüiiger vor Christus vor, wie der Herr sie auf die Frage, wer er sei, 
auf die Wunder hinweist, die er an Lahmen, Blinden, Tauben und 
Aussatzigen gethau. Dasselbe Blatt findet man wahrscheinlich auch in 
Eckls Postille von 1580. Auf den übrigen Holzschnitteii der genannten 
Werke kommt das Monogramm nicht verkehrt vor, und daher wird die 
Fortsetzung dieses Artikels unter H F erfolgen. 
2144. Friedrich oder Fritz Herleiii, auch Herlen und H erlin 
 genannt, nimmt in der deutschen Kunst- 
geschichte äiiieshärvioriglageiäde StelleEeinlg 
 aer, in er cue es an van yc 
72  gebildet, die Kunstweise desselben wohl 
l zuerst nach Oberdeutschland gebracht, 
 und zunächst in Schwaben verbreitet hat. 
Ob Herlein noch unter unmittelbarer Leitung des Meisters iii Brügge 
gestanden, ist indessen nicht ermittelt. Jan v. Eyck starb nach einem 
neuerlich von Stoop im Archive der Kirche von St. Donat aufgefundenen 
Documenta im Juni 1440, und somit konnte Herleiii als Junger Mann 
von ungefähr ein und zwanzig Jahren allerdings im_Hause des Meisters 
Zutritt gefunden haben, gleichzeitig mit Hans Memling und Rogier van 
der Weyden sen., welche beide auf seine fruhäe Kunstrichtung eben- 
falls entschiedenen Einfluss hatten. Die fru ren Nachrichten uher 
Fritz Herlen sind ziemlich unbestimmt, und fast allgemein, auch in 
Ulms Kunstleben von Dr. Qrüneisen und Manch S. 37 ff. wird er auf  
die Aussage Beyschlags hiii für elnell lflßfqllngel" gehalten- P1939? 
Schriftsteller bringt nämlich in seiner Nordlinger Geschlechtshistorie 
von 1803, II. S. 229, die urkundliche Nachricht, (dass Herlein als 
"Maler, der "mit niederländischer Arbeit umsehen käme" 1m Jahre 1467
        

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