Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565047
2115. 
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er P. gr. IX. p. 26 in der Note erklärt, dass das ähnliche Monogramm 
auf dem Blatte mit Vulkan und den Cyclopen nach Primaticcio weder 
Guido Ruggieri noch Ghisi Fecit zu lesen sei, sondern dass dieses Blatt 
einem anonymen deutschen Meister angehöre. Den G. Ghisi haben 
wir oben aus Gründen ebenfalls zurückgewiesen, es ist aber auch nicht 
fest zu behaupten, dass unter dem Monogramme Guido Ruggieri seinen 
Namen angedeutet habe. Der Monogrammist GF ist mit dem Künstler, 
welcher die unten beschriebenen Blätter mit FG bezeichnet hat, offen- 
bar Eine Person. Wenn aber einerseits Guido Fecit gelesen werden 
soll, so ist es anderseits auffallend, dass der Künstler nicht G F, son- 
dern FG gezeichnet hat. Wir müssen daher in G den Initial des Zu- 
namens vermuthen, und damit hat die gegenwärtige Annahme, dass 
Guido Ruggieri das Meiste für sich habe, den Boden verloren. Die 
Deutung Fecit Guido scheint zu weit herbeigeholt zu seyn. 
Die Angabe im Cabinet Paignon-Dijonval, dass dieses Zeichen einem 
G. Fantuzzi angehöre, ist aus der Luft gegriffen. Ein Künstler dieses 
Namens hat nie gelebt. Unter G F werden wir über einen Ornamenten- 
zeichner Guido handeln. Nach diesem, sowie nach Jean Cousin, hat 
Etienne de Laune gestochen, er ist aber jünger als Guido Ruggieri. 
Bartsch IX. p. 24 ff. schreibt-dem Meister mit dem Monogramme 
und den Initialen FG 22 Blätter zu, hier zahlen wir aber nur jene 
mit FG auf. Das Monogramm folgt unter GF, da, diess unser System 
bedingt.  Unter diesem Zeichen wird das Verzeichniss ergänzt. 
1) [B. 9.] Die grössere Vignette mit dem Harnische in Mitte der 
Fläche, aus welchem Laubwerk sich über den übrigen Raum verbreitet. 
Die durch drei belaubte Zweige getrennten Buchstaben FG sind in der 
Mitte nach oben zu sehen. Die Beleuchtung kommt von links. H. 1Z. 
11 L. Br. 2 Z. 7 L. 
2) [B. 10.] Die kleinere Vignette mit dem Harnisch, von welchem 
aus sich Blatterwerk umher verbreitet. In der Mitte unten ist nach 
Bartsch das Zeichen, nach anderer Angabe sind es die getrennten 
Buchstaben F G. Von rechts beleuchtet. H. 1 Z. 10 L. Br. 1Z. 9L. 
3) Eine dritte Vignette mit dem Harnisch. Im Catalog des Mar- 
chese Malaspina di Sannazaro I. p. 115 ist eine solche ohne Hinweis- 
nng auf Bartsch beschrieben. Der Harnisch steht in der Mitte unten, 
und aus diesem gehen Zweige mit Blättern nach oben auseinander. 
Links oben im Blätterwerk bemerkt man auf schwarzem Grunde den 
Buchstaben F, und rechts G. H. 1 Z. 10 L. Br. 2 Z. 6 L. Wir 
glauben nicht, dass es sich um die Vignette N0. 1 [B. 9] handle. 
Nach Bartsch nimmt der Cuirasse die Mitte des Blattes ein. 
4) [B. 14.] Die Vignette mit zwei Amoretten rechts und links 
von einem aus dem Blätterkelche ausgehenden Laubwerk. Die Amo- 
retten berühren mit der linken Hand einen Laubbüschel, und halten 
in der rechten ein Jagdhorn, Alles auf schwarzem Grunde. Rechts 
unten in der Ecke ist das Täfelchen mit FG 1534. H. 1 Z. 1 L. 
Br. 3 Z. 6 L.  
5) [B. 15.] Die Vignette mit dem oktogonen Schilde in Mitte eines 
von Laubwerk durchzogenen Feldes. Auf dem Schilde stehen die Buch- 
staben FG mit 1534. Von rechts beleuchtet. H. 1Z. Br. 3 Z. 11 L. 
6) [B. 18.] Goldschmiedsverzierung mit einem geflügelten Kinde, 
welches in der rechten Hand den Stock, und in der linken einen Zweig 
mit Blättern hält. Rechts zu den Füssen des Kindes ist ein Täfelchen 
mit 1534 und F G, der letztere Buchstabe verkehrt. H. 3 Z, 4 L, 
Br. 1 Z. 
7) [B. 19.] Goldschmiedsverzierung mit einem geflügelten Knaben, 
welcher knieend einen Laubkelch zusammenfasst, aus welchem Zweige
        

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