Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565027
2115. 
763 
Diese Vignette wurde zu Druckwerken verwendet, und zwar am 
Schlusse derselben. Bürner fand sie in: Fratris Ambrosii  Apolagia 
pro verimte Catholice et Apostolice [idei ac doccrinc etc. Florentia p. haeredes 
Philippi Juntae. A110 Dm M. D. XX. fol. 
_2ll5- Federicp (irenello, Giorgio Ghisi, Girolamo Ifagioli oder 
FG F G Faccioli, Georg Frenzel und Guido Buggieri werden 
 als die Träger des beigefügten aus GF bestehenden 
15.54 Zeichens genannt, und auch mit dem FG zeichnenden 
F G , Kupferstecher identificirt. Bartsch P. gr. IX. p. 25 zählt 
diesen F G zu den anonymen deutschen Meistern, und weiset den 
G. Ruggieri und den G. Ghisi zurück, er selbst ist aber sicher im 
Irrthum, wenn er die mit F G und dem Monogramme bezeichneten 
Blätter für Produkte der deutschen Schule erklärt. Sie vcrrathen den 
Einfluss der Richtung des Marc Anton, in dcr Weise, wie sie unge- 
fähr Giulio Bonasone aufnahm. Anderseits wird man auch an die 
Leistungen der Schule von Fontainebleau erinnert, und dass der Stecher 
derselben nicht fremd war, beweisen die Blätter nach Rosso und Prima- 
ticcio, den Hauptmeistern von Fontainebleau. 
Auf Federicilo Grenegf kam där Kunsthändler Silbergerg in Ikank- 
furt a. M., welc er ein att mit em Monogramme vor and, an wel- 
chem von alter Hand F. Grenello als Verfertiger bezeichnet ist. Die 
Kunde davon ging durch Hrn. Weigel in Leipzig dem Verfasser des 
Dictionnaire des monogrammes zu,_welcher im Appendiic I. N0. 214 
auf Grenello Rücksicht nahm. Wir haben desswegen im Künstler- 
Lexicon V. S. 362 die fraglichenBlätter dem F. Grenello muthmasslich 
zugeschrieben, und auch für Guido Ruggieri ausgeschieden, was man 
ihm vindiciren wollte. F. Grenello ist indessen ein ganz unbekannter 
Meister, für welchen nur die erwähnte Beischrift spricht. Niemand 
sagt uns, ob sie mit dem Blatte gleichzeitig ist, und ob der Schreiber 
mit voller Gewissheit für Grenello eintreten konnte. Daraus mag ein 
jeder seine Oonsequenz ziehen. Für ihn allein würden aber die Initialen 
F. G. passen, während die übrigen Meister, bis auf G. Frenzel, durch 
den Buchstaben F das Wort Fecil ausgedrückt haben müssten, was sehr 
zweifelhaft bleibt. 
Giorgio Ghisi wird von Christ (Monogn-Erkl. S. 192) in Anspruch 
genommen, indem er das Monogramm GF mit der Jahrzahl 1537 auf 
Blättern nach Primaticcio Giorgio oder Ghisi Fece liest, was aber auf 
den Blättern mit F G gerade der umgekehrte Fall wäre. G. Ghisi kann 
übrigens auch der Zeit nach der Stecher nicht wohl seyn. Er wurde 
nach der gewöhnlichen Annahme 1520, 1522 oder 1524 geboren. Seine 
Blätter sind von 1540-1578 datirt, unser Meister war aber schon vor 
1534 thätig. Drei Blätter haben diese Jahrzahl, drei Stiche sind von 
1535, zwei Stiche tragen die Jahrzahl1536, und vier 1537. Für 
G. Ghisi finden wir daher um so weniger einen Anhaltspunkt, als auch 
die Blätter mit F. G. und dem Monogramme nicht für ihn stimmen. 
Girolamo Fagioli aus Perugia war Goldschmied und Medailleur, 
und wird von Vasari auch alsKupfersteherbezeichnet. Er trat um 
1530 auf, und somit wäre wenigstens die Periode von 1534-1537 die 
seinige. Man müsste die ungewöhnliche Lesart Fecit Fagioli annehmen; 
allein das Blatt mit seinem Namen, welches einen Alten im Kinderwagen 
vorstellt, stimmt nicht mit den Kupferstichen des Meisters  G. 
Georg Frenzel  duräh da: Maiäzhesjäzlhlitäalaspiiäalvdä Sanäiazlaro 
93m0 O 8m 1, p_ zu er re, ie a er mi ' un (ein 
lidonoggamme gestochen zu haben. Der hiarchese hatte aber den alten 
Monogrammendeuter Christ missverstanden: Letzterer sagt nur, dass 
ein zweites Monogramm, welches er unter Jenem seines mllthmasslichen
        

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