Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1565016
762 
2111 
2114. 
Zu den Seiten der Titelschrift stehen Offiziere mit Pique und Partisane, 
darüber ein Fähndrich mit gesenkter Fahne, und darunter ist die Ver- 
theidigung mit der Pique gegen acht mit Degen angreifende Soldaten. 
Der Kupferstecher gehört vielleicht der französischen Schule an. 
2111. Franz Gareis, Zeichner und Maler, geboren zu Marienthal 
ß 1776, gestorben zu Rom 1803. Schüler von Casanova in Dresden, 
 machte er sich durch historische Darstellungen und Genrebilder 
bekannt. Das Monogramm des Künstlers scheint nur auf Zeichnungen 
vorzukommen. Wenigstens findet man es auf einem radirten Blatte der 
Cora. Neumann. 
2112- Franz Gebet, Kunstliobhaber und Radirer, geb. zu Wien 
den 20. Jänner 1765, gest. um 1840 ist durch eine be- 
jjvßz deutende Anzahl von schönen Blätterii bekannt. Sie be- 
fgl stehen in Landschaften , theils nach Jan van Goyen, Wei- 
  rotter, M_. Molitor, F. Kobell, Ch. Brand, L. Janscha, F. Rech- 
berger, theils nach eigenen Zeichnungen. Diese Blätter sind;im Ganzen 
geistreich i-adirt, meist in kleinem Formate, 12, 8 und 4. Das grösste 
Blatt, nach der Zeichnung von Molitor, stellt eine Waldgegend mit 
zwei Frauen und einem Hunde vor, und hat im zweiten Drucke die 
Schrift: Dädizi ä moi-mcime P an I du siäcle 19. Höhe 12 Z. 2L. Breite 
16 Z. 8 L. Zu seinen grösseren Blättern gehören auch zwei Hoch- 
gebirglandschaften mit Felsen und Ruinen nach M. Molitor, qu. fol. 
Der Folge der Blätter nach diesem Meister ist ein Titelblatt beige- 
geben, eine Landschaft mit Felsblock am Fusse des Gebirges vor- 
stellend, qu. fol. Auch zur Folge nach Weirotter findet man ein Titel- 
blatt. Es stellt die Ruine eines Schlosses am Wasser vor, 4. Die Grösse 
der Radirungen ist ungleich. Die Folge nach Rechberger hat den Titel: 
Suite des paysages d' apreIs les dessins de Rechberger par Gabel 1796. qii. 8. 
Sehr schön und sehr fleissig ausgeführt sind die Blätter nach L. Janscha, 
an der Zahl wenigstens neun, qu. 8 und 4. Auch etliche Waldlandschaften 
nach eigener Zeichnung von 1792 sind sehr vollendet. Flüchtiger, aber 
geistreich behandelt sind sechs Landschaften von 1791, ebenfalls nach 
Gabefs Zeichnungen, qu. 8. Auf mehreren Blättern dieses talentvollen 
Dilettanten kommen die Initialen des Namens neben einander stehend 
und verbunden vor. Ein zweites Monogramm des Künstlers ist so ge- 
bildet, dass wir es unter den Cursiven GF bringen müssen, indem der 
letzte Buchstabe in der oberen Bauchung des ersten steht. 
2113. Friedrich Gärtner, Architekturmaler von München, der Sohn 
des berühmten Architekten dieses Namens, welcher oben N0. 2108 
qög. eingeführt ist, ündet hier nur einen vorläufigen Artikel, da er 
sich gewöhnlich eines Monogramms bediente, welches das F in 
G gestellt zeigt. Das obige Zeichen fanden wir auf einem Aquarellbilde 
mit der Ansicht eines Portals in Paris. F. Gärtner lag in letzterer 
Stadt längere Zeit den Studien ob. 
2114. Flllppß Giunta, Buchdrucker von Florenz, bediente sich 
einer Vignette, in welcher die gegebenen Buchstaben 
, F 0 G- 9 seinen Namen andeuten. Dieser Holzschnitt stellt zwei 
auf einem Postamente stehende nackte Knaben vor. 
Jeder der letzteren hält ein Füllhorn in der einen Hand, und hebt die 
andere empor, so dass sich beide Hände zu einem_0rnamente ver- 
einigen , welches die Form einer heraldisehen Lille bildet. Zwischen 
beiden Knaben steht ein strahlender Schild. H. 5 Z. Br. 31]? Z.
        

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