Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564970
758 
2095 
2097. 
radirte Landschaften und Thierstücke nach Poussin zu. Diese Angabe 
ging auch in das Manuel de l, Amateur d' Estampes par Ch. le Blanc 
II. p. 211 über, wir glauben aber jetzt, dass jene Blätter von Frederic 
Theodor Faber herrühren, welcher die folgende Stelle behauptet. Blätter 
mit dem Namen eines Francois Xavier Fabre kennen wir nicht. Heller, 
Monogit-Lexicon S. 128, nennt den Meister Franz Xaver Faber, und 
erkennt darunter einen französischen Maler und Kupferstecher, aber 
ohne näher auf seine Blätter einzugehen. Dieser Schriftsteller hat 
Brulliotis Monogrammen-Werk häufig copirt, in dem gegebenen Falle 
scheint er aber doch nach Autopsie zu urtheilen. Das Facsimile bei 
Brulliot weicht davon ab, was wohl auf Rechnung des Formschneiders 
des letzteren kommt.   
2095- Frederic Theodoi-"Faber. Maler, Zeichner und Radirer, 
XX wurde 1782 zu Brüssel geboren, und zu Antwerpen von 
Ommeganck unterrichtet. Später gründete er in Brüssel eine 
Porzellainfahrik, aus welcher treffliche Werke hervorgingen, 
 worunter ein Tafelservice für die Königin von Holland be- 
sonders erwähnt wird. Faber bemalte die Gefässe und Platten selbst, 
hinterliess aber auch schöne Landschaften mit Figuren und Thieren 
in Oel. Ueberdiess radirte er viele Blätter nach Ommeganck, de Roy, 
van Assche und nach eigener Zeichnung. Immerzeel schätzt die Zahl 
derselben auf 86. R. Weigel, Kunstkatalog No.18,094, besass aber das 
Werk dieses Künstlers in 74 Darstellungen in verschiedenen kleinen 
Formaten. Sie bestehen in Thierstücken, Landschaften, Figuren dzc. 
Ein Blatt hat die Inschrift: Recueil de gravures d Peau-forte rfapres 
nifferens Maitres. Par F. T. Faber 1807. Mit dem Jahre 1807 ist aber 
das Werk dieses Meisters nicht geschlossen. Viele andere Blätter 
tragen spätere Jahrzahlen. Nach der Anzeige von R. Weigel zu ur- 
theilen, sind die Platten auf 50 Foliobogen abgedruckt, meist auf chi- 
nesisches Papier. Der Maler F. Hillemacher verfertigte ein Verzeichuiss 
dieser Blätter: Catalogue des Estumpes qui composent l' Oeuvre de Frederic 
Theodor Faber. Peinlre Flamami, Graveur ä l'eau-fortan Mis an Ordre et 
dresse par F. H. Paris 1843. 8. Es wurden nur 50 Exemplare gedruckt. 
-Vgl. auch den vorhergehenden Artikel. 
2996. Franz Friedrich Franck von Augsburg, der Sohn des Kupfer- 
stechcrs und Malers Hans Ulrich Franck, malte histor- 
Qgb W ische Vorstellungen, Bildnisse und Stillleben. In den 
1 6 851 Kirchen seiner Vaterstadt, in Regensburg u. s. w. sind 
Bilder von ihm, und darunter solche mit dem Monogramme. Die beiden 
Kilian, J. Faber u. A. haben Bildnisse nach ihm gestochen. Auf dem 
von G. G. Kilian geistreich radirten eigenen Bildnisse des Künstlers 
steht: Franciscus Fridericus Franck Auguslanus  Pictor celebcr. nat. 
1647. G. C. Kilian in hon. fec-iz 1753. Diese Schrift gibt Frenzel im 
Catalog Sternberg IV. No. 3068 an, nach der gewöhnlichen Annahme 
wurde aber der Künstler 1627 geboren, und starb 1687. Es lebte aber 
auch noch ein späterer Maler Namens F. F. Franck. J. W. Hecken- 
auer , J. G. Wolfgang u. A. haben um 1710 Bildnisse von Mitgliedern 
des Braunschweigischen Hofes nach ihm gestochen. Vielleicht handelt 
es sich um Vater und Sohn, welche sieh desselben Zeichens bedienten. 
2Ü97. Franz Floris soll nach Brulliot, App. II. N0. 92, Gemälde 
mit diesen Initialen bezeichnet haben. Der genannte 
'  E Schriftsteller folgte einer handschriftlichen Notiz seines 
Vorgängers im Amte, konnte sich_ aber uon der Richtig- 
keit der Angabe nicht überzeugen. Franz Floris bediente sich eines
        

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