Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564953
756 
2088 
2089. 
Buchstaben F F. beziehen sich wahrscheinlich auf einen Verleger. Brulliot 
II. N0. 811a spricht summarisch von Blättern mit F F. aus dem Ver- 
lage des Matteo Florino, so dass man Florini Formis lesen müsste. In 
diesem Falle wären aber die Blätter der erwähnten Folge zweiten Druckes. 
2033- Unbekannter Formschneider, welcher um 1762 -1778 in 
F_  F FFF Wien thätig war, und sich auch des Mono- 
 l l   gramms N0. 2068 bediente. Brulliot II. No. 817 
F  F. J". V3 1775 ' zeigt nach Helleüs Angabe an, dass dieser 
Künstler die letzte Vorstellung zum „Weiss Kunig" geschnitten habe, 
und dass dieselbe nicht gelungen sei. Die Sache verhält sich nach 
Börner wie folgt: Die moderne Copie ist nach einem der Holzschnitte 
gemacht, wovon die Stöcke verloren gegangen sind. Sie wurde gefer- 
tiget,_ als der Text des Weiss Kunig nach der Handschrift der k. k. Hof- 
bibliothek in Wien sammt Abdrücken der vorhandenen Stöcke des 
Hans Burgkmair im Jahre 1775 herausgegeben wurde, und Heller wird 
Recht haben, wenn er glaubt, dass die übrigen Holzschnitte, deren 
Platten nicht mehr auf unsere Zeit gekommen sind, nach den vorhan- 
denen alten Abdrücken desshalb nicht copirt worden seien, weil sich 
der Formschneider seiner Aufgabe nicht gewachsen erwies. Der Holz- 
schnitt, welchen der uns unbekannte F. F. copirt hat, ist im Werke Burg- 
mair's B. VII. p. 229 N0. 131 erwähnt, aber der Inhalt ist nicht ange- 
geben, nur seine Bezeichnung. Das Blatt stellt laut des Textes vor: 
Wie Unnser heiliger Vater der Pabst, den Alten weissen kunig mit der 
höchsten Cron krönet. Der Papst sitzt gegen links, und setzt die Krone 
auf das Haupt des vor ihm knieenden Kaisers. Geistliche stehen links 
und hinter dem Stuhle des Papstes, und rechts ist das kaiserliche Ge- 
folge. Die Handlung geht in einer Kirche unweit des Altares vor. In 
der Bordüre des Teppichs, auf welchem der Kaiser kniet, stehen die 
Namens-Initialen F. F. , und rechts ausserhalb der Vorstellung ist bei- 
gesetzt: F. F. S. V. 1775. Das Blatt gehört zu Seite 42, und ist mit 
237 rechts unten nummerirt. H. 8Z. Br. 7Z. iL. Heller und Brulliot 
scheinen den Holzschnitt nicht untersucht zu haben, da ihnen die Ini- 
tialen F. F. im Teppichrande entgangen sind. Nur diese Buchstaben 
deuten den Künstler an, und der andere Beisatz drückt wahrscheinlich: 
Sculpsit Wennae aus. 
Derselbe Xylograph fertigte auch zwei Vignetten zum Vorberichte 
der Ausgabe des Weiss Knnigs. In der einen befinden sich drei Kinder 
bei einem Bogengange, in der anderen sieht man fischende Kinder in 
einer Landschaft mit Ruinen und einem Monumente. Diese Vignetten 
sind mit F F ohne Punkte signirt. Die Schlussverzierung ist ebenfalls von 
ihm, hier sind aber die beiden F zum Monogramme verbunden. Die 
genannten Vignetten verrathen einen geschmacklosen Arbeiter. Andere 
Vignetten mit F F. sind in Cornelius Redelykheid: Neu erfundene 
Schleuse  Aus dem Holländischen übersetzt. Wien 1777, fol.; in La 
Cailli Lectiones elementares mathematicae. Viennae 1762 u. s. w. 
Von demselben EF. sind wahrscheinlich auch die Holzschnitte, 
auf welche Brulliot II. N0. 811" S. 102 aufmerksam macht. Das eine 
dieser Blätter stellt den Heiland in einer Barke vor, und oben auf der 
Bandrolle steht: Auch bei stürmenden Winden dis Schifflein geht fort, Und 
kommet nur geschwinder an sicheren Port. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 8 L, 
2039. Francesco Faocenda, Zeichner und Radirer, war um 1760 
F F bis 1770 in Perugia thätig. In der Iconologia delCnv. Cesare 
F' F'  ; Ripa, welche 1764 zu Perugia in 5 Banden erschien, sind 
  m" allegorische Vorstellungen mit den Initialen seines Namens 
bezeichnet. Ein Theil ist nach Zeichnungen von Carlo Mariotti radirt, kl. 4. 

        

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