Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564799
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2042  2044  
2042. Frater Elektus Zwiuner, Franziskaner in Prag, scheint 
F E del eine Reise nach Palästina gemacht zu haben. Er zeichnete 
   Ansichten von Orten, welche durch die Ereignisse aus dem 
Leben des Heilandes bekannt sind, und von Danie1Wussin(166O-1695) 
in Kupfer gestochen wurden. Auf diesen Blättern steht: F. deL, 
Fr. Elect. deL, und Fr. Electus Z. det. 
2Ü43. Peter Firens, Kupferstecher und Kunsthändler, geb. um 
F E F Ex 1585, war in Paris thätig, ungefähr von 1606- 1635. 
 "   Man findet viele Blätter mit seiner Adresse, welche 
aber grösstentheils nicht von ihm selbst gestochen sind. Das älteste 
uns bekannte Blatt, welches ihn als Stecher beurkundet, ist an der 
Spitze folgenden Werkes: Sylvae sacrac. monumenta sanctioris philo- 
sophiae, quam severa anachoretarum disciplina vitae religio docuit. Paris, 
J. Leclerc 1606. In der Mitte unten steht: Petrus Firens fevit. Dieses 
Werk enthält 14 Landschaften mit Anachoreten, in Gopien nach Sa- 
deler. Auf den meisten Blättern liest man: J. Leclerc excucL, k]. qu. 4. 
Die Buchstaben F. E. (Fircns Emcudil) findet man auf Copien nach 
H. Goltzius und anderen älteren Meistern. Eine Copie des Blattes von 
Lucas van Leyden, B. 26, könnte man für Original nehmen. Es stellt 
David als Sieger über Goliath vor, aber von der Gegenseite. Unten 
gegen links ist das Zeichen des L. v. Leyden, und rechts die Adresse 
des P. Firens. Diese Copie kennt Bartsch nicht. Mehrere Blätter aus 
dem Verlage und von der Hand dieses Meisters gehören zu den Selten- 
heiten. Darunter nennen wir das Bilduiss des Königs Heinrich IV. 
von Frankreich im Ornate mit der Krone, und mit Versen im Rande, 8. 
Auch das Portrait der Maria de Medici, mit Versen im Rande, gehört 
in diese Categorie, 8. Das erstere dieser Bildnisse galt in der Auktion 
Sykes 1 .6. 6 Sh. Sehr selten ist jenes Blatt, welches die päpstliche 
Einsegnung des jungen Königs Ludwig XIII. und der Anna. von Oester- 
reich in Gegenwart des Kaisers Philipp von Oesterreich und der Eli- 
sabeth von Frankreich vorstellt. Mit dem Namen des P. Firens als 
Stecher, und der Adresse: Nie. de Mathoniere exc, qu. fol. Dieses 
Blatt erschien wahrscheinlich 1610, da (in diesem Jahre die Einsegnung 
des königlichen Knaben statt fand. Brnlliot II. N0. 807 sagt, dass Firens 
zu den ganz mittelniässigen Kupferstechern gehöre.- Diese müsste er 
aus den summarisch erwähnten Copien nach Goltzius ersehen haben. 
Die oben beschriebenen Blätter beweisen das Gegentheilf Sehr schätzbar 
sind auch die sieben Blätter, welche in ornamentirter Einfassung die 
Weisen Griechenlands vorstellen, nach G. Floris, fol. 
Schliesslich machen wir auch noch auf. das Titelblatt und die acht 
anderen fein gestochenen Blätter" folgenden Werkes aufmerksam: Les 
Mcta-morphoses d'Om'de. Traduites an Prosa Franpoise et de nouveau sai- 
gneusement reueuös, corrigecs en infinis endroits et enrichics de [igures ä 
chaque Fahle etc. etc. (Iraduiles de N. Benouard). Pour PAMtheur (i Paris 
chez la veufue Langlier etc. 1619 , fol. Die spätere Auflage in drei 
Theilen erschien 1651 in Paris bei A. Courbe, fol. Dieser Artikel 
ergänzt jenen im Manuel de 1' Amateur d'Estampes par Ch. le Blanc. 
II. p. 234.  
2044- Franz Engel, Münzmeister in Bonn 1638-1639, soll nach 
F E Schlickeysen Gepräge mit F. E. bezeichnet haben. Zu den 
'  Stempelschneidern wird er nicht gezählt. 
Friedrich Erhardt, ein um 1840 producirender deutscher Stempel- 
Sßhngider, wird ebenfalls von Schlickeysen eingeführt, aber ohne Orts- 
anga e.
        

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