Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564756
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FDH. 
2028. 
Glückliche, zugleich der Vater unsers kunstliebenden Domherrn, war 
Friedrich von Fürstenberg, Erbvogt und Herr in Beilstein, Waldenbnrg 
und Oberkirchen, geheimer Rath zu Cöln und Paderborn. Er starb 
1662 und hinterliess mehrere Söhne. Wir gehen auf diese Verhältnisse 
ein, weil in früheren Werken darauf nicht Rücksicht genommen ist. 
Graf Leon de Laborde (Histoire de la gravure en maniere noire 
p. 209  212) beschreibt sechs Blätter in schwarzer Manier, welche 
aus der Zeit der Erfindung dieser Kunst stammen. Prinz Rupert von 
der Pfalz, welcher das Geheimniss von Ludwig von Siegen erfahren 
hatte, weihte den Kupferstecher Wallerant Vaillant unter dem Siegel 
der strengsten Verschwiegenheit in dasselbe ein. Allein gegen 1656 
wurde das Siegel durch Verrath, angeblich durch Vaillanüs Sohn, er- 
brochen. Der Domherr von Mainz war schon 1656 im Besitze des Ge- 
heimnisses, und machte davon unter seinem Namen den verstandigsten 
Gebrauch. Ob er das Verfahren der Schabkunst durch freundschaft- 
liche Mittheilung kennen gelernt hatte, ist nicht bekannt, gewiss ist 
aber, dass er 1656 bereits Vorzügliches leistete. In der Reihe von der 
Erfindung an folgt er auf W. Vaillant, und seine Schüler Joh. Friedrich 
von Eltz und J. J. Kremer traten in seine Fussstapfen. Unter den von 
Mr. L. de Laborde beschriebenen Blättern tragen nur drei den Namen 
des B. von Fürstenberg, nämlich das Bildniss des Erzherzogs Leopold, 
das Blatt mit dem Haupte des Täufers Johannes, und im zweiten Drucke 
jenes mit der Büste des Heilandes, dessen Haupt mit Dornen gekrönt 
ist. L. de Laborde beschreibt dieses Blatt p. 210, und bemerkt, dass 
im ersten Drucke der Band schwarz sei, und der Heiland keine Aureole 
habe. Letztere wurde später beigefügt, und im Rande steht jetzt fol- 
gende, von M. de Laborde nicht ganz gegebene Inschrift: Hunc sacrum, 
Leopolde, typum tibi dedico, Regis Ex et his Spinis Crescet Leopolde Co- 
roräa. TIEodarus Casparus a Furstenbergh fecit. Höhe 4 Z. 10 L. Breite 
5  7  
Das Blatt mit den obigen Initialen kennt L. de Laborde nicht. 
Nach Brulliot II. N0. 801 sollte man annehmen, dass B. v. Fürstenberg 
mehrere Bildnisse mit dem Namen und den Initialen bezeichnet habe, 
wir kennen aber kein Bildniss mit den verkehrten Buchstaben. Ein 
Blatt mit den Initialen beschreibt aber R. Weigel im Kunstkatalog 
N0. 6114. Es stellt einen singenden Mann mit Pelzmütze vor, welcher 
in der rechten Hand eine brennende Tabakspfeife, und in der Linken 
ein brennendes Licht hält. Auf dem Tische liegt eine Cither, und oben 
stehen die Initialen. H. 8 Z. 2 L. Br. 6 Z. 7  8 L. Im Künstler- 
Lexicon IV. S. 524 machten wir auf das Bildniss eines Fürsten im 
Brustbilde von 1658 aufmerksam. Diess ist wahrscheinlich das von 
Weigel 1. c. N0. 6113 erwähnte Bildniss des Markgrafen Friedrich V. 
oder VI. von Baden in Oval mit der Unterschrift: Fridericus D. G. 
Marchio Badensis Et Hochbergs. Landgraviß In Sausenberg. Comes In 
Sponhcim etc. etc. H. 10 Z. 4 L. Br. 7 Z. 10 L. Graf L. de Laborde 
kennt dieses Blatt nicht. A. Bloteling stach nach ihm 1669 das Bildniss 
des Bischofs Ferdinand von Paderborn. Dieser Bischof war der Bruder 
unsers Künstlers. Er gab 1672 die Monumenta Paderbomensia in ver- 
mehrter Auflage heraus, und dafür wurde wahrscheinlich das Bildniss 
bestimmt.  
soll nach Heller, Monogn-Lcxiß- S. 127 
202a R de H  19' auf einer Landschaft in Oel stehen. Diess, 
ist alles, was der erwähnte Schriftsteller zu sagen weiss, und Somit 
ist es fast unmöglich, weiter anzuknüpfen. Wenn Heller den letzten 
Buchstaben allenfalls undeutlich gefunden hat, so dass t oder st zu
        

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