Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564530
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1928 
1930. 
Die Initialen F. B. könnten daher auch Feoit Bormeione bedeuten. Unter 
Francesco Bolognese oder Bononiensis ist nicht immer Primaticcio zu 
verstehen. Im Catalog Ilelbecq II. N0. 469 ist ein Blatt beschrieben, 
welches eine Gruppe von sieben Männern in der Situation des Er- 
staunens und der Bewunderung vorstellt, alle in Mänteln nach links 
sich wendend. In der Mitte unten steht: Paula Veronese inu. , rechts; 
Fr. Boüoniensis fecit, qu. 4. Dieser F. Bonnoniensis ist nicht F. Pri- 
maticcio. Wir können aber seinen Familiennamen nicht errathen. 
1928. Unbekannter Goldschmied, welcher auch in Kupfer ge- 
FB ß" 1597 stechen hat, dessen Produkte aber zu den Seltenheiten 
gehören. Die Initialen FB mit der schwach geätzten 
F-B Jahrzahl 1597 findet man auf einem Blatte, welches 
Ü-ßg  einen I-Iellebardier in vollem Putze auf gespreizten Beinen 
stehend zeigt. Er hau mit der Rechten seine Waffe, und legt die linke 
Hand an die Hüfte. In der zierlich gearbeiteten Agraffe seines Hutes 
steckt ein Reigerbüschlein. _Im landschaftlichen Grunde ist eine Be- 
lagerung angedeutet, und unten gegen rechts bemerkt man das Künstler- 
zeichen. Dieses Blatt ist von seltsamer Arbeit. Der Künstler dürfte 
damit seinen ersten Versuch im rein ügürlichen Fache gemacht haben. 
H.7Z.9L. Br.5Z.1L. 
Dann haben wir von ihm auch eine seltene Folge von Mustern 
zu Degen- und Schwertgriffen, gewöhnlich mit Grottesken und Figuren. 
Die Zahl der Blätter, und ob alle mit den Initialen bezeichnet sind, 
wissen wir nicht. Auf dem Blatte mit N0. 7 links unten steht: FB 
15.06. H. 2 Z. 4 L. Br. iZ. 3 L. Dann findet man auch sehr 
kleine Blätter mit Zierfeldern für Goldschmiede, ebenfalls mit FB 
1596 bezeichnet. Der Meister gehört der deutschen Schule an. Er 
ist wahrscheinlich Eine Person mit dem Monogrammisten FB. N0. 1913. 
1929. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts gelebt hat. Die gegebenen Buchstaben ündet 
 man auf einem in der Weise des Wenzel Hollar schön ra- 
) dirten Blatte, welches den hl. Georg zu Pferd im Galop nach 
links vorstellt. Er hat die Gurgel des Drachen mit der Lanze durch- 
bohrt, und erhebt den rechten Arm, um den Schwertstreich nach den1- 
selben zu führen. Im Grunde rechts betet die Königstochter, und links 
ist eine kleine Ruine. Rechts unten in der Ecke bemerkt man das 
Zeichen. H. 10 Z. 2 L. Die Buchstaben F1? können den Zeichner 
und den Radirer andeuten. Franz Barlow kommt mit W. Hollar in 
Berührung, wir wagen es aber nichttihm das Blatt mit St. Georg zu- 
zuschreiben. 
1930. F. Blin, Zeichner und Radirer, war um 1670-1680 in 
 Paris thätig. Er ist durch radirte Blätter be- 
l.ß.l Fßßbßfvß kannt, welche in der Weise des H. Mauperchö 
behandelt sind, und grösstentheils zu den Seltenheiten gehören. Die 
Initialen FB ohne Beisatz kommen nur auf wenigen Blättern vor. Auf 
anderen steht: F. B. ex. cu. P. R. C., d. h. Cum Privilegio Regis Chri- 
stianissimi. In diesem Falle scheint Ifrangois Bourlier als Verleger 
angedeutet zu seyn, da auf einem runden Blatte dessen Name steht: 
F. Bourlier Parisiis ex. cum Pri. R. C. Von Bourlier sind aber die 
Blätter nicht radirt. 
1) Jakob und Laban, rechts in 
Landschaft streitend. Links unten 
Breite 4 Z. 11 L. 
der von einem Flusse durchzogenen 
: E B. ex. m. P. R. C. Höhe 4 Z.
        

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