Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564478
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1926. 
zwei Bilder znschreibt. Dieser Künstler malte anmuthige Bilder in der 
Weise des Andrea del Sarto, und er könnte daher für letzteren ein- 
treten müssen. Die Buchstaben F. B. würden sich demnach auf Fran- 
cesco Bachiacca beziehen, obgleich in J. Hübnefs Catalog der königl. 
Sammlung in Dresden N0. 25 das Gemälde dem Francia Bigio zuge- 
schrieben wird. Im früheren Cataloge wird Andrea del Sarto noch als 
Theilhaber bezeichnet. Hühner schlicsst ihn aber wohl mit Recht aus. 
Wir wollen jedoch Franciabigids Antheil nicht bestreiten. Nach der 
gefälligen Mittheilung des Herrn Direktor Passavant befindet sich auf 
dem Gemälde noch ein anderes Monogramm, welches aus den Buch- 
staben F CAP besteht, und über der Jahrzahl MDXXIII eingezeichnet 
ist. Dieses Zeichen schreibt Passavant dem Franciabigio zu, und somit 
könnte F. Bachiacca um so eher eintreten, als man mit Grund ver- 
mnthet; dass Bachiacca mit Franciabigio und Pontormo für Giovanni 
Maria Benintendi gearbeitet hat. Das Gemälde stammt nämlich aus 
dem Hause desselben. Vergl. A. Reumont, Andrea del Sarto. Leipzig 
1835 S. 140. Der genannte Schriftsteller bezieht aber die Bezeichnung: 
A. S. MDXXIII. F. B. auf Andrea del Sarto und Franciabigio. 
1926. Angeblich Franz Brun, fand dieser Meister oben unter dem 
J ff) Monogramme F B. No. 1910 seine Hauptstelle, und wir 
verweisen hier hinsichtlich der weiteren Orientirung 
FBITB  darauf. Die Blätter dieses Meisters beschreibt Bartsch 
I5 Fß {ß IX. p. 443ff., es sind aber Zusätze nothwendig geworden. 
FBNJFE! Wir zählen hier die Blätter mit den Initialen F. B. auf, 
es könnte aber das eine oder das andere auch das Monogramm tragen, 
da Bartsch unter dem Worte Chiffre nicht immer dasselbe versteht. 
Wenn wir diesen Artikel von jenem mit dem Monogramme trennen, 
möge man bedenken, dass nur hier die Blätter mit FB. zur"Sprache 
kommen können. 
1) Christus am Kreuze, umgeben von Maria und Johannes, 8. 
Dieses Blatt nennt Frenzel im Catalog Sternberg II. N0. 1240. Aus 
seiner Angabe geht aber nicht hervor, 0b das Monogramm, oder die 
Initialen auf demselben stehen. 
2  15. [B.Ne.1- 13] Der Heiland und die zwölf Apostel. Rechts 
oder links unten stehen auf 11 Blättern die Namen derselben, und 
dazu kommt ein Artikel aus dem Credo in lateinischer Sprache. Nach 
den Namen der Aposteln folgen die Nummern von I.-XII., und dann 
die Initialen FB mit den Jahrzahlen 1562 und 1563. Das erste Blatt 
stellt den segnenden Heiland mit der Weltkugel vor, welches bei Bartsch 
fehlt. Oben steht: IESVS OI-IRISTVS, und rechts unten das Zeichen. 
Das vierzehnte Blatt stellt St. Paulus mit dem Schwerte vor, ohne Ar- 
tikel aus dem Credo. Links unten steht: S. Paulus, rechts: F. B. Die 
Jahrzahl 1562 ist links unten.  
16) [B.14] Der Evangelist Johannes mit dem Kelche, vom Rücken 
gesehen, und mit dem Adler zu seinen Fiissen. Oben rechts: FB. Höhe 
3 Z. 10 L. Breite 2'Z. 7 L. Bartsch gibt nur eine Höhe von 3 Z. 
4 L. an, das uns vorliegende Blatt ist aber höher. 
17) [B. 15] St. Petrus mit einem grossen Schlüssel in der Rechten 
und einem Buche in der Linken auf weissem Grunde. Links nach 
unten die ersten Initialen mit 1559. H. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 8 L. 
Bartsch gibt nur eine Höhe von 3 Z. 4 L. und eine Breite von 2 Z. 
7 L. an. In diesem Falle handelt es sich um eine Wiederholung in 
grösserem Formate. Er spricht auch von einer Chiffre auf diesem und 
dem obigen Blatte, während er bei anderen Blättern die Initialen 
unterscheidet.
        

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