Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564389
FAV. 
1903 
1906. 
699 
seyn lassen. Die Notiz über diesen Meister verdanken wir dem Herrn 
E. Harzen. Ansserdem fanden wir das gewiss sehr seltene Blatt nicht 
erwähnt. 
1903. Unbekannter Kupfersäecher, dessen Lebenszeit die beige- 
fügte Ja rzahl bestimmt. Die gegebenen Buch- 
F' Aug 1795 d" S' L' staben (in Cursiven  findet man auf einer 
Copie des Blattes von Carlo Maratti, welches die Vermählung der hl. 
Catharina B. N0. 10 vorstellt. Das Bild ist von der Gegenseite ge- 
nommen, indem St. Catharina links steht. II. 5 Z. 11 L. Br. 4Z.9L. 
1904. P3010 Farinati, Historiemnaler und Radirer von Verona 
FA V I (1522  1606), scheint Zeichnungen mit diesen Initialen 
'   versehen zu haben, indem sie auf Kupferstichen nach 
solchen vorkommen. Seine eigenen Blätter sind aber mit P F. bezeichnet. 
steht auf Medaillen des Valentin Maler 
190i FA" V' M" C: P' von Augsburg. Er hatte ein Privilegium, 
und daher bedeuten die Buchstaben C. P.: Cum Privilegio. Auch 
O. PRIVILE. steht auf Geprägen dieses geschickten Künstlers. Wir 
kommen unter V. M. auf ihn zurück. 
 Peter van Avont, Maler und Radirer, geb. zu Antwerpen 
A-V q; um 1619, gehört zu den vorzüglichsten Künstlern seiner 
ÜQ Zeit, da er eben so gut Figuren und Thiere, als Land- 
schaften malte. Man erkennt in seinen Werken einen glücklichen Nach- 
ahmer des P. P. Rubens. W. Hollar hat viele Blätter nach ihm ge- 
stochen, welche in dem neuen Cataloge von Parthey genau beschrieben 
sind. Avont hat selbst in Kupfer radirt, doch gehören ihm nicht alle 
Blätter an, welche ihm zugeschrieben werden. Sichere Arbeiten des 
Meisters sind folgende Blätter, welche mit den verkehrten Namens- 
buchstaben bezeichnet sind. Man findet sie sehr selten. 
1) Gruppe von bacchischen Kindern, wovon jenes rechts Trauben 
im linken Arme trägt. Das zweite stützt sich auf die Schulter des- 
selben, und steckt ihm einen Finger in den Mund. Zwischen den 
Füssen dieser Kinder liegt ein kleiner Faun auf dem Boden. Letzterer 
ist mit Trauben bekränzt. Links unten bemerkt man die Initialen. 
I1. 4 Z 8 L. Br. 3 Z. 4112 L. 
2) Zwei auf Wolken sitzende Genien. Jener rechts ist vom Rücken, 
und der ihm zur Linken sitzende im fliegenden Gewande von vorn 
gesehen. Jeder erhebt den linken Ann, und greift mit der rechten Hand 
in die Wolken. Links unten stehen die verkehrten Buchstaben. Höhe 
4Z.8L. Br.3Z.5L.. 
Diese beiden Vorstellungen sind ursprünglich auf einen einzelnen 
Bogen abgedruckt.  
3) Vier Liebesgötter in einer Landschaft spielend. Der rechts 
sitzende Amorett macht Seifenblasen, und die anderen sehen zu. Ohne 
Zeichen und Namen, und dem Avont zugeschrieben. H. 4 Z. 11' L. 
Br. 3 Z. 5 L. Selten- 
4) Die heil. Magdalena von vier Engeln in die Wolken erhoben. 
Links unten im Rande: Pet. van Avont inum. et excud. Cum privilegio. 
H.7Z.6L. Br.5Z.1L. 
Dieses schön radirte Blatt ist mit dem Stichel vollendet, aber wahr- 
scheinlich nur im zweiten Drucke. In diesem Zustande weicht es von 
den übrigen Blättern ab, man schreibt es aber dem Meister zu. Th. 
J. van Merlen hat dieses seltene Blatt copirt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.